Star-Allüren Teil 2

Ich komme heute von der Arbeit und frage Nummer 2 und Nummer 3, ob sie aufgeregt sind. Morgen ist ja der Videodreh, von dem sie schon seit Tagen immerzu reden. Sie nicken natürlich. Und freuen sich – über eine Sache ganz besonders:

„Nummer 1 ist dann morgen den ganzen Tag unsere Dienerin!“ verkündet Nummer 3 stolz.

Ich glaube, sie meinen damit eher so was wie Assistentin.

Der Doofperativ ist dem Imperativ sein Tod

McDoofperativ

Ja, liebe Human Resources-Abteilung von McDonald´s, ich verstehe dass Ihr jungen Leuten gerne eine Chance geben wollt. Aber bitte, bitte lasst doch nicht die Praktikanten die Texte machen.

Oder ist das ein Bibelzitat?

„Wer ohne Modesünde ist, entwerfe das erste Kleid?“

Computermesse und Internet

Computermesse und Internet

Ich habe mich die letzten beiden Tage beruflich auf der Cebit rumgetrieben. Daher habe ich den Kindern an zwei Abenden per Facetime gute Nacht gesagt – eigentlich ganz nett, ich glaube Vodafone wollte uns genau das schon vor zehn Jahren in der Werbung verkaufen …

Na ja, jedenfalls waren die Mädels natürlich davon fasziniert, dass ich auf einer Messe war, die auch im Fernsehen erwähnt wurde. Nummer 3 fragte daher einmal:

„Was ist denn nochmal die Cebit eigentlich?“

Ich lieferte eine Kurzerklärung zum Thema Messe ab und schloss mit der Aussage, dass es eben eine „Computermesse“ sei. Noch immer ein wenig fasziniert fragte Nummer 2, ob ich nicht mal von der Messe per Facetime anrufen könnte. Das ist natürlich etwas schwierig, da es da kein Netz gibt und ich meist nicht mal Mails empfangen konnte – geschweige denn Videotelefonieren. Also antwortete ich:

„Tut mir leid, da gibt es kein Internet, da geht das nicht.“
Dazu Nummer 3: „Das ist aber ganz schön peinlich, dass es auf einer Computermesse kein Internet gibt.“

Was soll ich sagen? Recht hat sie. 🙂

Durchgeblättert: Eine Familienzeitschrift im PR-Check

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Als ich gerade nach Hause kam, legte meine Frau mir die aktuelle Familie&Co. auf den Tisch. „Die kommt mir irgendwie komisch vor, schau doch mal bitte durch und sag mir was davon eigentlich nicht PR oder Werbung sind.“ Dazu muss man sagen, wir konsumieren eigentlich nicht so viele Lifestyle-Zeitschriften (egal welches Segment) zuhause. Beruflich lese ich quasi alles, was mir so auf den Tisch kommt.

Zwanzig Minuten Durchblättern später das (selbst für einen abgehärteten Medienmenschen wie mich) erschreckende Ergebnis: von 106 Seiten Zeitschrift sind gerade einmal großzügig geschätzt 32 Seiten echte redaktionelle Beiträge. Der Rest besteht aus Medienkooperationen, Werbung und PR-Beiträgen. Also nicht einmal ein Drittel – ziemlich wenig, oder?

Man sagt mir nach, dass ich einem zynischen Blick auf die Medienwelt habe. Aber das hat mich dann schon nach ein wenig … überrascht.

Die zusätzlich mitgelieferten Werbeeinleger habe ich übrigens gar nicht mitgezählt.