Memo an unser Leben

Memo an unser Leben

Ohne hier zu sehr auf all das Chaos eingehen zu wollen, was momentan unser Leben ist, möchte ich doch mal ein paar Eindrücke teilen. So sieht es momentan bei uns im Badezimmer aus:

Badezimmerboden IMG_1590

Toll, nicht? Zusätzlich sind auch noch diverse Wände im Flur einfach weg, das Parkett im Erdgeschoss ist abgetragen (teilweise), die Fliesen im Gästebad wölben sich und die Treppe ist mit Wasserflecken übersät …

Und das beste: Obwohl das eigentliche Leck beseitigt ist, können wir das Wasser momentan nicht aufdrehen, da irgendwas mit der Druckprüfung nicht richtig funktioniert. 

Aber das ist natürlich noch nicht alles:

  • Einer unserer Kater hatte sich ziemlich übel an der Brust verletzt (so „man guckt auf die Wunde und einem wird ein wenig schlecht“-übel) und musste operiert werden
  • Unsere Familienkutsche hatte einen Platten und wir hatten durch unsere unzuverlässige Werkstatt eine Woche lang kein Auto, in das wir zu sechst überhaupt reinpassen
  • Eine Frau warf sich auf der Landstraße ohne nach links und rechts zu schauen so vor unser Auto, dass ich nur mit einer Alarm für Cobra 11-mäßigen Vollbremsung inklusive Ausweichmanöver einen sehr, sehr schlimmen Unfall verhindern konnte (einen Tag später war unser Reifen übrigens platt …)
  • Meine Frau war (vermutlich wegen all diesen Dingen) mit Herzrasen beim Arzt. Diagnose: Stress.

Wir werden manchmal gefragt, warum wir das alles noch so (relativ – siehe Herzrasen) entspannt hinnehmen können. Die Antwort ist einfach: Wir haben schon viel Schlimmeres zusammen durchgemacht. 

Spaß macht das aber trotzdem nicht. 

Memo an unser Leben: Ich finde, das reicht jetzt auch erstmal.

Heilende Hände …

Letzte Woche hatte meine Frau mit ziemlichen Kreislaufproblemen zu kämpfen. Überarbeitung und so. Vier Kinder halt, und ich bin ja meistens auch nicht besonders nützlich. 😉

Jedenfalls kriegte ich irgendwann einen Anruf von Nummer 2 auf der Arbeit, sie wäre wohl beinahe umgekippt und könne jetzt gerade nur noch auf der Couch sitzen. Leider wollten just an diesem Tag Nummer 2 und Nummer 3 etwas unternehmen – so dass wir Eltern am Telefon diskutierten, wie das noch zu bewerkstelligen sei.

Ich: „Sorry, aber dann geht das eben einfach gerade nicht. Du kannst nicht Autofahren in diesem Zustand und ich kann hier auch nicht alles stehen und liegen lassen, um Nummer 3 zum Kindergeburtstag zu fahren.“
Meine Frau: „Wir haben doch gerade extra noch das Geschenk gekauft – ich kann mich hier auch nicht erholen, wenn die Mädels jetzt hier traurig rumsitzen müssen …“

Währenddessen hörte ich Nummer 3 ins Telefon jammern. Meine Frau meinte, dass sie halt nicht fahren könnte, wenn sie gerade fast umgekippt sei.

„Ach, das ist aber lieb, dass Du mich massierst, Nummer 3 …“

Ich redete ihr (also meiner Frau) gut zu und bestätigte sie darin, dass sie selbstverständlich jetzt nicht die Kinder durch die Gegend fährt. Danach ließ ich mir Nummer 3 ans Telefon geben, bei der ich natürlich noch am ehesten erwartete, dass sie das nicht gut akzeptiert.

„Das tut mir ja auch leid, Nummer 3, aber das geht halt jetzt gerade nicht…“
„Ja, ich weiß …“
„Aber das ist lieb, dass Du die Mam jetzt massierst.“
*Pause*
Nummer 3 druckste rum. „Eigentlich habe ich ja doch gehofft, dass die Mam mich dann bringen kann …“

Sie ist wohl von ihren Massierkünsten ziemlich überzeugt. 😉