Gozzilla – nice to eat you

Meine Freundin Concetta hat nun ihren eigenen Blog. Und wie ich es erwartete, teilt sie auf die ihr eigene, unnachahmliche Art ihre liebevoll-weise und pointiert-humorvolle Sicht auf die Welt mit ihren Lesern. Sie erzählt mitten aus dem Alltag mit ihren drei Kindern heraus.

Ich gehe aber davon aus, dass ich zukünftig immer mal wieder einige ihrer Quotes exklusiv hier veröffentlichen kann 😉

Wer neugierig ist, kann hier gerne lesen.

Zwei Syndrome zugleich

Ihr habt sicher schon bemerkt, dass ich mich in der letzten Zeit mit dem mütterlichen Seelenleben und der Befreiung aus bestimmten inneren Programmen befasse.

Zum Thema Hausfrau und Mutter fiel mir neulich ein launischer Gedanke ein:

„Das hier ist der einzige Job, bei dem man gleichzeitig einen Burnout und einen Boreout erleiden kann.“

In diesem Sinne landet mal ein eigenes Quote hier, man möge mir gnädigst etwaigen Hochmut verzeihen 😉

Blogparade „#Momsrock“

Es tun immer mehr und ich tue es nun auch: Ich beteilige mich an der Blogparade #Momsrock.

Was habe ich also alles gut gemacht?

Ich habe sehr gut analysiert, warum ich etwas nicht so gut gemacht habe. Das hab ich prima geschafft. Ich hab‘ begriffen, dass wir Mütter als ganz junge Frauen einfach meist mit einem miesen Selbstwertgefühl in die Welt entlassen werden. Weil wir als Mädchen immer lernen, was wir alles an uns verbessern und wie wir noch nützlicher oder dienlicher sein können.

Nun werfe ich das um.

Weil ich den Mummy War (Danke für den Begriff, Käthe) satt habe. Weil es mich total nervt, dass ich meinen ehrenamtlichen-24-Stunden-Job mit so viel Kraft und Liebe mache und mein berufliches Appraisal dabei fast immer mies ausfällt. Nicht nur ohne die joblike Goodies wie Beförderungen oder vielleicht nach 12 Jahren endlich mal einem Assistenten, der den fisseligen Krempel übernimmt. Das wäre ja mal was. Es nervt, dass meine Jobbilanz immer ist:“Das und das könntest du auf jeden Fall noch besser machen.“

Schluss damit. Was mache ich also gut?

Ich habe natürlich diese Anzahl an Kindern. Das allein ist schon eine Menge – klar. Das alleine ist aber gleichzeitig nicht das, was ich belobigen möchte. Ich pflege auch unsere über-200qm-Behausung, in die alle alles hineinzuwerfen scheinen, richtig gut und schaffe dadurch eine Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt. Ich bin immer bereit, an mir zu arbeiten und gehe auf Kritik oder kindliche Anregungen ein. Ich beantworte meinen Kindern jede ihrer Fragen. Wirklich jede. Ich lüge sie niemals an. Niemals. Da habe ich einen Kodex. Kein „Oh, ich weiß nicht, wo dieses nervige, laute Spielzeug ist – das haben wir wohl verloren“ – wenn ich genau weiß, dass ich es weggeschmissen habe. Meine Kinder sind dementsprechend respektvoll behandelt worden und wertschätzen nun auch ihre Mitmenschen. Sie bieten älteren Damen und Herren den Platz im Bus an, sagen Bitte und Danke sowie auch Guten Tag.

Ich habe (und das soll nur ein einziges Beispiel sein) unser „trauriges Knöpfen“ Nummer 2 dabei begleitet, ein selbstbewusstes und schlagfertiges Mädchen zu werden. Habe durchgeboxt, dass sie eine Klasse überspringt und das gegen einige recht basisuninformierte Lehrer. Unsere Vier sind grundverschieden und ich betrachte sie äußerst individuell obwohl sie zusammen eine ganz heftige Horde sein können. Ich kenne ihre seelischen Thematiken und gehe auf sie ein, ich beziehe sie in mein Leben ein und sie bekommen sowohl Respekt als auch Anleitung.

Und sie bekommen zu Karneval jedes Mal ein Kostüm von mir genäht, das sie sich wünschen. Mit allem Schnickschnack und gern auch nach einem krakeligen Entwurf von ihnen selbst gestaltet. Sie lernen von mir Nähen und Häkeln und Sebstverteidigung und Psychoanalsyse. Sie wissen von mir, wer Charles Darwin, Sigmund Freud, Niccolò Machiavelli, Alf, Karl der Große, E.T., Michael Ende, Stephen Hawking, Marie Curie, die Heilige Katharina und die Heilige Teresa von Avila, Jeanne D’Arc, Simone de Beauvoir und Mary Shelley sind oder waren.

Manchmal könnte ich sie an die Wand klatschen, aber ich kann kurz darauf schon wieder sortieren, warum etwas schief gelaufen ist. Und sie selber sagen über mich:

„Du bist nicht nur schön, lustig und klug, was wir echt toll finden und so. Sondern du schimpfst immer nur mit dem, der es verdient hat. Zu den anderen bist du im gleichen Atemzug nett. Das ist genau das, was Gerechtigkeit ausdrückt. Das wollen wir später auch so machen.“

Und davon ist mir der letzte Satz der wichtige. Ich hatte von Kindheit an nur einen Satz im Kopf.„Ich darf nur ja nicht wie Mama werden. Alle Kraft wird eingesetzt um nicht so zu werden.“ Und daher ist dieser Satz der Ausdruck dessen, was ich gut gemacht habe. (An späterer Stelle werde ich in unserem Blog sicher mal erklären, warum meine Mutter für mich das Antivorbild war.)

Ich habe einige Freundinnen, die Mütter sind. Und auch für jede Einzelne von ihnen könnte ich so einen Post schreiben. Fühlt Euch gedrückt – ich denke gerade an jede von Euch! Wenn Ihr nicht immer auf dem Schirm haben solltet, womit ihr rockt – ich habe es!

Und nun Ihr, liebe MitBloggerInnen! Es wäre klasse, wenn Ihr auch an der bis zum 31.12.2014 laufenden Blogparade beteiligen würdet. Auf in die Schwarmempathie. Spendet Euch Lob und seid gut zu Euch! Immerhin sind wir Mitarbeiterinnen, Chefinnen und Mediatorinnen in einem – da werden wir ja wohl eine Beurteilung schreiben können …

Natürlich gilt der Aufruf auch für die gefühlten drei Hausmänner in Deutschland im exakt gleichen Maße.

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❤ Ihr rockt, moms! Wir rocken! ❤

Survive the Erbsen-und-Möhren-Dose!

Meine Freundin erzählte mir vor einigen Monaten, warum sie mit ihrer Schwester für ein Wochenende nach Berlin gereist war:

„Es war ein Punkt in meinem Leben, an dem ich entschied, dass etwas passieren muss. Ich war seit langen Jahren darauf konzentriert, Mutter zu sein und meinen Bürojob nebenher zu machen. Es war ein Mittag vor einigen Monaten und ich wollte Nudelsalat machen. Ich saß da in der Küche, den Dosenöffner in der Hand und die Augen auf die Dose mit Erbsen und Möhren gerichtet. Und ich dachte Oh mein Gott, ich habe so überhaupt keine Lust und keine Kraft und keinen Willen, die beschissene Dose jetzt aufzumachen. Ich will einfach nicht, ich kann nicht.“

Ich weiß noch, wie ich sie ansah. Und dann sagte sie:

„Ja. Und das war dann der Moment, als ich mir einen Arzttermin gemacht habe. Und wenig später – dazu brauchte ich keine Diagnose – habe ich beschlossen, mit Nina regelmäßig mal abzuhauen.“

Ich hatte diese Sätze im Ohr, als ich die Paris-Reise plante und ich hatte sie auch in Paris im Kopf, als ich ein Glas Rotwein bestellte und besonders, als ich ein gutes Essen genoss.

Das kann einem nur als Eltern passieren. Es fehlt die Kraft, die Bonduelle-Dose zu enthaupten. Erst da horcht man in sich hinein und merkt „Hey, ich spüre mich seit Jahren immer weniger.“

Und wie kann das so kommen? Vielleicht, weil man weder beim Telefonieren noch auf der Toilette seine Ruhe hat? Ich habe mich vor vielen Jahren – als Nummer 1 und 2 klein waren – auf dem Klo eingeschlossen, um ein Telefonat Zu Ende führen zu können. Während sie gegen die Tür hämmerten und traten. Und das taten sie auch, wenn ich kein Telefon mit ins Klo nahm …

Ich habe das Telefonieren mit der zeit aufgegeben und ich hasse es inzwischen. Und es ist auch nur ein Beispiel von vielen.

Ich musste über das Thema „Die Toilette und ich – ein gestörtes Verhältnis“ schon oft bitter lachen. Bis ich in der Krabbelgruppe ein Plakat sah, bei dem ich lieber ausgeflippt wäre. Es lautete:„Auch Du bist ein Mensch. Auch Du hast das Recht zur Toilette zu gehen. Denk‘ an Dich!“ Ich konnte es nicht fassen. Stelle man sich das mal an der Wand in einem Büro vor. In der Chefetage am liebsten. Oder sonst wo. Es kann wirklich nur in einer Krabbelgruppe hängen …

Aber zurück von der Toilettenthematik und den Menschenrechten zu meinem Punkt:

Liebe Mit-Mütter,

lasst Euch bitte, bitte auch immer wieder zu einem Wochenende mit Euren Ninas hinreißen! Tut Euch etwas Gutes ohne schlechtes Gewissen. Ihr arbeitet rund um die Uhr für lau – Ihr werdet bezahlt mit Liebe. Und ich liebe die Liebe. Ich bin eine große Verfechterin der Liebe. Aber diese wunderbare Kraft reicht nicht aus, um nicht irgendwann doch vor der unbezwingbaren Erbsendose zu sitzen. Irgendwann tun wir das nämlich alle.

Daher besser früher als später mal kurz abtauchen in die Welten der Kinderlosigkeit und tief durchatmen. Ich wünsche Euch allen Gute Erholung und wundervolles Krafttanken!

Dem stimme ich uneingeschränkt zu …

Habe soeben einen sehr guten, längst überfälligen Artikel gelesen, den meine Freundin Concetta (ja, die mit den lustigen Sprüchen)  eben auf Facebook teilte.

Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, dass man nicht mal eine Wirbelsäulenoperation gehabt haben muss um nicht gern ein Tragetuch zu benutzen oder aus organischen Gründen nicht stillen können muss, um die Toleranz und Unterstützung der Kolleginnen zu erwarten. Es reicht, dass sich für einen persönlich etwas anderes bewährt hat. Aus ganz persönlichen Gründen, die niemanden etwas angehen.

Ich stelle mir so etwas wie die Mütterkriege mal in der Berufswelt mit Einkommen vor:

Silvia:„Wie, Meike, du checkst morgens nicht als Erstes deine E-Mails?“

Meike:„Nein, ich sehe mir immer zuerst den Tagesplan an und erledige die ersten Sachen, ehe ich in die E-Mails schaue.“

Silvia:„Das ist aber ganz schön faul und unverantwortlich von dir. Du willst dich doch nur vor den E-Mails drücken.“

Meike:„Äh, nein, ich mache sie ja, aber …“

Silvia:„Ich kann mir schon denken, womit du kommst: Neue Studien haben gezeigt, dass die faulen Mitarbeiterinnen genau so gut sind, wie die richtigen Menschen. In Wahrheit hast du doch nur keine Lust, deinem Job die Aufmerksamkeit zu geben, die er verdient. Was bist du nur für eine Mitarbeiterin? Kein Wunder, dass du deinen letzten Job verloren hast.“

Meike:„Ich habe den nicht verloren, ich habe gekündigt.“

Silvia:„Ja, ja, gemobbt worden oder was?“

Oder auch zwei Handwerker.

Chris:„Hallo? Wieso schraubst du die Leiste da an die Treppe? Gehörst du zu diesen total bequemen Leistenschraubern oder was?“

Marko:„Ich finde das gut so. Das mache ich immer so und sehe nicht, was daran schlechter sein soll, als am mühseligen Zusägen der Kante.“

Chris:„Dass du das nicht weißt zeigt, dass du keine Ahnung von dem hast, was wirklich wichtig ist. Du musst dich nicht wundern, wenn mal jemand stirbt – das ist dann deine Schuld.“

Marko:„Hä? Wie bitte? Wieso sollte denn jemand sterben? Die Personen gehen doch auf den Stufen und trippeln nicht auf Zehenspitzen auf der Kantleiste entlang. Ist das nicht meine Sache, wie ich den Job mache?“

Chris:„Nicht, wenn wegen so faulen Leuten wie dir Menschenleben auf dem Spiel stehen…“

Was meint Ihr Mit-Mütter und gern auch Väter zum Thema Hackordnung mit Moral als Werkzeug versus Zusammenhalt und gegenseitiges Unterstützen? Gefällt Euch der Artikel auch so gut?

Neue Rubrik: „Mom-Quotes“

Hier würde ich gerne mal teilen, was befreundete Mütter so alles sagen. Lakonisches, Erfahrenes, Witziges und Weises. Gespräche, Sprüche, Chats.

Ungefährer Chat-Auszug von mir und meiner Freundin Concetta, der entstand, weil sie mir mitteilte, bei dem Jüngsten ihrer drei Jungs (er ist 3) würde sie sehr gern bunte Kleidung kaufen. Früher habe sie wie ich Matschfarben für Jungs gemocht. Doch diese seien ihr nun zu unpraktisch – man fände Bunte Kinder einfach besser in Menschenmengen …

Ich: „Nummer 3 läuft dauernd weg. Ich verliere sie in der Stadt, auf der Kirmes und sie war sogar am Strand einmal 45 Minuten weg.“

Concetta: „Ja, das kenne ich! Ein Albtraum unser Jüngster ist neulich 20 Minuten lang weg gewesen. Ich war in Panik und er kam freudestrahlend um die Ecke. Die wissen gar nicht was wir durchmachen! Leiden sollen sie!“

Wir drückten unseren Spaß mit einigen Grinsesmileys aus. Dann kam von ihr:

„Oh Mann, Eltern sterben in der Zeit. Nervlich.“

Krieg der Sockenhalter

Aus beruflichen Gründen bin ich mit meinen Facebook-Likes ziemlich freigiebig: Wenn ein Unternehmen irgendwas halbwegs Interessantes macht und mir im Zuckerberg-Netz über den Weg läuft, bin ich dabei. Das hat zur Folge, dass ich natürlich auch diversen Elternseiten und Babyshopping-Clubs folge. Und das kann manchmal ziemlich interessant sein …

So lässt sich nämlich dort beobachten, dass die Social Media-Manager dieser Seiten herausgefunden haben, dass sie einige ihrer Kennzahlen durch die Ausnutzung scheinbar grundlegender Mütter-Eigenschaften leicht in die Höhe treiben können.

(Ich bitte um Verzeihung für die sexistische Vereinfachung auf die Gruppe „Mütter“, aber laut meiner Beobachtung sind da halt hauptsächlich Mütter. Natürlich führen rückständige Genderverächter wie ich in solchen Fällen immer die normative Kraft des Faktischen an, aber ich kann halt auch nicht aus meiner Haut 🙂 )

Für alle von Euch, die sich mit der professionellen Kommunikation über soziale Medien noch nicht beschäftigt haben kurz zur Erklärung (alle Vollprofis bitte weghören):

Unternehmen wollen natürlich nicht nur möglichst viele Fans beispielsweise auf Facebook haben, sondern unter denen auch noch eine möglichst hohe Aktivität. Will heißen: wenn ich Social Media-Spezi beim Babyshoppingclub „Babys sind süß“ bin, habe ich irgendwo in meinen Zielen drinstehen dass möglichst viele Leute meine Posts kommentieren, liken oder teilen sollen. Mal ganz vereinfacht gesagt.

Und wie lässt sich das am einfachsten erreichen? Indem ich die inhärenten Minderwertigkeitskomplexe von Müttern ausnutze. Denn auf eines kann man sich verlassen: Wenn irgendeine Mutter im Internet irgendeine Meinung äußert, ist eine Kollegin nicht weit, die ihr diametral widerspricht und sie (höchstwahrscheinlich auch) persönlich angreift. Warum? Weil Mutter sein ein so gesellschaftlich nicht-existenter Beruf ist, dass seine Vertreterinnen scheinbar jede Gelegenheit nutzen, um sich auf Kosten von Leidensgenossinnen aufzuwerten.

Beispiel gefällig? Nehmen wir Sockenhalter.

Wir hatten für Nummer 4 Sock-Ons, die halt die Socken am Fuß festhalten:

Irgendwann hat dann auch eine Babyseite von den Dingern gehört und sie bei Facebook gepostet. Kommentar (so in etwa):

„Was haltet Ihr davon?“

Reaktionen folgten schnell. Die ersten Mütter fanden sie noch lustig bis unnötig (dabei sind sie prima!), doch wehe, als die erste es wagte zu posten „Finde die super!“ Dann ging es los.

„Also wir haben so was früher ja auch nicht gebraucht!“

„So was können doch nur Leute gut finden, die zu faul sind ihren Babys die Socken wieder anzuziehen!“

„Wenn man sein Baby liebt macht es einem doch nichts aus die Socken jede Stunde wieder anzuziehen!“

Und so weiter. Was man in diesem Kontext nicht vergessen darf: Es ging um Sockenhalter. Ich meine, die kann man ja gerne irgendwie unnötig finden – geschenkt. Ich finde 80 Prozent aller Baby- und Kinderprodukte irgendwie eigentlich unnötig. Aber die Art und Weise, wie da wirklich moralisch und emotional attackiert wurde, war schon irgendwo erschreckend.

Sockenhalter sind natürlich nicht das einzige Thema. Autositze, aber auch Mode und Spielzeug eignen sich ebenso gut, so lange man sich nur schön darüber streiten kann. Es darf halt nur nichts sein, wo wenigstens weitgehend Konsens herrscht. Wobei, um ehrlich zu sein fallen mir nicht so viele Dinge ein, die durch dieses Kriterium herausfallen …

Eltern sind natürlich nicht die einzige Gruppe, die von diesem Kontroversen-Clickbaiting betroffen sind. Was meint Ihr, warum Onlinemedien so gerne über Veganer oder Apple-Produkte berichten? Weil auch diese Themen Garanten für fiese Nahkämpfe unter den Lesern sind. Man kann es den Unternehmen aus meiner Sicht nicht einmal wirklich vorwerfen. Genausowenig wie man Apple-Nutzern und -Hassern vorwerfen kann, das sie eben jenes sind.

Wenigstens einer beteiligten Gruppe kann man aus meiner Sicht jedoch wirklich einen Vorwurf machen: den Müttern nämlich. Sie sitzen ja (anders als Veganer und Fleischesser) theoretisch in einem Boot. Dennoch schlagen sie genauso bereitwillig aufeinander ein wie diese Antagonisten und lassen sich allzu leicht für dieses Clickbaiting ausnutzen. Im Widerstreit um moralische Überlegenheit, sogar bei Sockenhaltern. Auch wenn ich die Erklärung schon herbeipsychologisiert habe – richtig astrein finde ich dieses Verhalten nicht …

Am Tiefpunkt angelangt

Ich saß gerade zusammen mit Nummer 4 in der Mencave, als meine Frau mit finsterem Gesichtsausdruck rüberkam.

„Etwas Schreckliches ist passiert,“ sagte sie mit Grabesstimme.
Nummer 4 und ich blickten sie an.
„Was denn?“ fragten wir (okay – ich vielleicht ein bißchen mehr als er).
„Nummer 2 sagte gerade, dass sie Popstar oder Model werden will, wenn sie groß ist. Das ist der Tiefpunkt meiner Karriere als Mutter.“