Musikalische Verwirrung

Nummer 4 hört sehr gerne Metal. Also (noch) nicht richtigen Metal, sondern mehr so Van Canto:

Ich mache daher öfter mal abends so ein paar alte Klassiker an, und er freut sich dann über den lustigen Singsang und die schrammelige Dynamik. Heute nachmittag hat er zahnbedingt sehr, sehr lange geschlafen und ich habe die Gelegenheit genutzt, um mich auszuruhen (!). Dabei machte ich ein wenig (ruhige) Klassik an.

Als Nummer 4 dann nach seinem erweiterten Mittagsschlaf ins Zimmer getragen wurde, schaute er sich verwirrt um. Man könnte deutlich sehen, dass er die Musik hörte – aber er konnte diesen ruhigen Klangteppich einfach nicht einordnen …

Beim Kinderarzt

Heute: Impftermin mit Nummer 4. Nummer 2, wie immer unzertrennlich, wollte mit. Gut, haben wir genehmigt – rübergefahren und ab in die Praxis.

Nachdem die Arzthelferin sagte, wir sollten Nummer 4 schon mal ausziehen, prustete Nummer 2 ihm auf den Bauch. (Gibt es einen adäquateren Begriff für „Pupsgeräusche durch Draufpusten machen?“)

Ich hörte eine Weile zu. Dann fiel mir etwas auf – da war ein nur allzu bekannter Rhythmus in den „Pfrrt“-Lauten zu erkennen …

Plötzlich war es mir klar.

„Nummer 2, hör auf den Imperial March auf Deinem Bruder zu pupsen!“

Soundtrack-Nerds

Nummer 1 war gestern bei einer Eiskunstlauf-Vorführung ihrer Freundin und hat uns völlig begeistert eine DVD mitgebracht, die wir gerade ansehen. Wirklich eine sehr schöne Show („Märchenpunsch on Ice“, Krefelder Eislaufverein). Vor allem aber fällt mir auf, dass meine Frau und ich echte Soundtrack-Nerds sind: Während der ganzen Show rufen wir uns die Titel der Lieder zu, die für die Show verwendet werden.

Das kann naheliegend sein:

„Concerning Hobbits von Howard Shore!“
„He’s a Pirate von Klaus Badelt!“

Aber auch etwas abwegiger:

„Dethrone the King von X-Ray Dog!“
„Ebla von E.S. Posthumus!“

Irgendwo schlägt es sich doch nieder, jahrelang Tischrollenspiel-Sessions vertont zu haben.