Liebster Award

Liebster Award

Vielen lieben Dank an die Wildnisfamilie für die Nominierung.

Ich habe mich richtig gefreut, Euren Blog kennenzulernen und habe prompt etwas gelernt: Der Begriff der Lotus-Geburt war mir bisher fremd. Danke für`s Dazulernen also. Ich glaube, bei meiner Hausgeburt der zweiten Tochter damals hätte ich über so etwas nachgedacht. Haben doch mein Mann und mein Vater (der wohl sehr grün im Gesicht war dabei) die Plazenta ganz archaisch an einem Baum im Wald vergraben und ich hätte für so etwas den richtigen Raum im Leben gehabt 🙂

Zum Liebster Award

Der Liebster Award macht Blogger untereinander bekannt, stellt neue/junge/verschiedene Blogs vor. Man wird nominiert und nominiert seinerseits fünf bis elf Blogs, die einem gut gefallen und unter 1.000 Follower haben. Dazu überlegt man sich Fragen, die von der Bloggerin oder dem Blogger beantwortet werden.

Los geht es mit den Fragen der Wildnisfamilie:

1. Wann bist du zum letzten Mal auf einen Baum geklettert?

Vorletztes Jahr, als ich meine Tochter heraus geangelt habe, die etwas zu hoch geklettert war.

2. Hast du schon einmal alleine im Wald geschlafen?

Nein, alleine nicht. Dafür aber ab und zu auf dem blanken Boden, ein paar Felle unter mir und eine Wolldecke auf mir. Die Erfahrung zeigte: Dies empfiehlt sich nicht bei Bodenfrost …

3. Du darfst Dir eine Fähigkeit aussuchen – welche nimmst Du? Fliegen können, Gedankenlesen, Unsichtbar sein können, Verwandlung in ein Tier, Zeitreisen, Krankheiten heilen.  

Zeitreisen wäre einfach großartig und ein Kindheitstraum von mir. Aber ich würde mich definitiv für das Heilen entscheiden. Eine Kombination wäre genial! Wie dann die Welt wohl aussähe, nachdem ich zahllose Pestkranke geheilt hätte und dann zurückkehren würde?

4. Wenn Du die Möglichkeit hättest etwas an der Schule zu ändern, was wäre das?

Uff. Da bräuchte ich nun aber viel Platz zum Schreiben und Beantworten. Ich würde ändern: Das Stillsitzen und seine gesamten preußischen Anleihen. Die Idee, alle müssten über einen Kamm geschoren und gleichgeschaltet werden. Die Problematiken, die auftreten, wenn jemand „aus der Norm fällt“ und die Startzeit der Schule würde ich auch ändern. Und die Möglichkeit einräumen, dass man ein Kontingent an tagen pro Jahr hätte, an denen man einfach nicht hin muss, sondern „Home Office“ macht. Und die Didaktik ist ausbaufähig. Und die Fähigkeiten der Lehrer damit, mit Konflikten umzugehen – da könnte ich auch Einiges ändern … und … und … und

5. Möchtest Du mit Deinem Blog auf längere Sicht hinweg Geld verdienen bzw. und verdienst Du bereits damit Geld?

Das ist nicht mein Primärziel. Ich verdiene sehr selten etwas und dann eher in Form von Testobjekten, die ich behalte. Ich würde keine Produkte oder Dienstleistungen empfehlen, hinter denen ich nicht stehe. Irgendwie habe ich da eine Art Idealismus, glaube ich.

6. Wenn es bei Dir brennen würde und du könntest 5 Dinge retten – welche Dinge wären das und warum ausgerechnet sie? (Keine Menschen oder Tiere – die Hast Du bereits gerettet 🙂

Diese Frage habe ich mir als Kind ungefähr eine Millionen Mal gestellt. Damals hätte ich gesagt: Trösti. Das ist mein heißgeliebter Teddy. Und ich glaube, der wäre heute noch ganz oben auf Platz 1, wenn alle Anderen gerettet wären. Dann würde ich meine Fotoalben retten wollen – wobei das mehr als die restlichen möglichen vier Dinge wären. Sie sollten also am besten in vier Kartons verpackt sein 😀

7. Für was spürst Du Dankbarkeit?

Für so viel! Jeden Tag, glaube ich. Ich bin dankbar für alle Erfahrungen meines Lebens. Ja, auch für die, bei denen Außenstehende nicht mit Dankbarkeit rechnen würden. Ich bin natürlich dankbar für meine Kinder, die nicht nur meine Gefühle sondern auch meinen Geist bereichern. Und ebenso für meinen Mann, der als mein Seelenverwandter Ehemann, Partner, Lover und bester Kumpel für mich ist. Ich bin dankbar für meine wunderbaren Freunde, deren Persönlichkeiten allein schon durch ihre Verschiedenheit unendlich bereichernd ist. Der Dank gilt nicht in dieser oder einer bestimmten Reihenfolge.

8. Welches Buch und welcher Film bedeutet Dir am meisten und warum genau?

Es gibt zwei Filme, die ich sehr liebe: Cloud Atlas (und da wäre auch das Buch mein Favorit) und Francis F. Coppolas Dracula. Ersteres liebe ich, weil ich die tiefgreifende Idee der Wiedergeburt im Zusammenhang mit bestimmten seelischen Konstellationen, innerhalb derer man dazulernt, unfassbar schön finde. Und der zweite Film ist für mich der schönste Liebesfilm, den ich kenne. Ja, nun würde mein Mann sagen: „Das IST kein Liebesfilm sondern der Kategorie nach ein Horrorfilm – aber ich verstehe dich ja.“

9. Wenn du etwas ändern könntest in Deinem Leben – was wäre das und wieso würdest Du es ändern?

Puh … das ist auch eine sehr gute Frage! Ich glaube ich würde mir mehr Freiheit einräumen. Wenn es ginge, würde ich von der Überdosis Alltag zurücktreten und mir eine gute Dosis Begegnungen geben. Mir fehlt der Austausch mit (gleichaltrigen) Menschen immer wieder und ich empfinde ihn als sehr bereichernd. Ich bin genervt von Dingen wie Einkaufen, Elternabend und Hausaufgaben.

10. Eine Fee schenkt Dir einen Wunsch. Welcher wäre das?

100 weitere 😀 ? Okay, okay: Ein einziger Wunsch? Dann wünschte ich, mein Mann, meine Kinder und ich würden so lange gesund und wohlbehalten leben, wie wir es möchten.

11. Wie viel Menschen hast du pro Monat auf Deinem Blog?

Rund 4.000 bei bis zu 10.000 views.

Ich nominiere nun folgende Blogs für den Liebster Award und würde mich freuen, wenn sie teilnehmen:

Gozzilla – nice to eat you

(Blog meiner hier erwähnten Freundin Concetta, die ehrlich, liebenswürdig und sehr humorvoll über ihr Leben mit den drei Söhnen und ihrem Mann schreibt.)

Nieselpriem

(Ich lese so richtig gerne die unterhaltsamen, interessanten und auch tiefgründigeren Blogposts und empfehle daher „das Nieselpriemchen“ sehr zum Lesen)

Das zweite Kind sind Zwillinge

(Mara schreibt richtig unterhaltsam und lebensnah über ihr sehr mit Leben gefülltes Leben)

Mama Luja

(Ein richtig schöner/s Blog mitten aus dem Leben – von hier hatte ich die Idee zum Blogpost „Kindergesetze“ …)

Kreatives Familienleben

(Hier geht es um das Leben, die Gedanken und Gefühle im Leben mit zwei kleinen Kindern. Und Kreativität natürlich.)

Schnipselsammlung

(Bei der Schnipselsammlung wird es richtig bunt und man kann eine Menge Eindrücke sowie Gedanken genießen)

Meine Fragen an Euch:

1. Warum führst Du ein/en Blog?

2. Was macht Dich richtig glücklich?

3. Auf welchen Moment oder Zeitpunkt des Tages freust Du Dich am meisten?

4. Auf welchen Moment oder Zeitpunkt des Tages freust Du Dich am wenigsten?

5. Deine schönste Kindheitserinnerung?

6. Gibt es etwas, das Du gern ganz anders machen würdest und es doch nicht umgesetzt bekommst?

7. Wenn Du der Welt eine Botschaft schreiben könntest, die wirklich jeder Mensch lesen oder mitgeteilt bekommen würde, wie würde sie lauten?

8. Wovon hättest Du gerne mehr in Deinem Leben?

9. Wovon hättest Du gern weniger in Deinem Leben?

10. Was ist Dein größter Traum?

Liebster Award

Blogparade „#Momsrock“

Es tun immer mehr und ich tue es nun auch: Ich beteilige mich an der Blogparade #Momsrock.

Was habe ich also alles gut gemacht?

Ich habe sehr gut analysiert, warum ich etwas nicht so gut gemacht habe. Das hab ich prima geschafft. Ich hab‘ begriffen, dass wir Mütter als ganz junge Frauen einfach meist mit einem miesen Selbstwertgefühl in die Welt entlassen werden. Weil wir als Mädchen immer lernen, was wir alles an uns verbessern und wie wir noch nützlicher oder dienlicher sein können.

Nun werfe ich das um.

Weil ich den Mummy War (Danke für den Begriff, Käthe) satt habe. Weil es mich total nervt, dass ich meinen ehrenamtlichen-24-Stunden-Job mit so viel Kraft und Liebe mache und mein berufliches Appraisal dabei fast immer mies ausfällt. Nicht nur ohne die joblike Goodies wie Beförderungen oder vielleicht nach 12 Jahren endlich mal einem Assistenten, der den fisseligen Krempel übernimmt. Das wäre ja mal was. Es nervt, dass meine Jobbilanz immer ist:“Das und das könntest du auf jeden Fall noch besser machen.“

Schluss damit. Was mache ich also gut?

Ich habe natürlich diese Anzahl an Kindern. Das allein ist schon eine Menge – klar. Das alleine ist aber gleichzeitig nicht das, was ich belobigen möchte. Ich pflege auch unsere über-200qm-Behausung, in die alle alles hineinzuwerfen scheinen, richtig gut und schaffe dadurch eine Atmosphäre, in der man sich wohlfühlt. Ich bin immer bereit, an mir zu arbeiten und gehe auf Kritik oder kindliche Anregungen ein. Ich beantworte meinen Kindern jede ihrer Fragen. Wirklich jede. Ich lüge sie niemals an. Niemals. Da habe ich einen Kodex. Kein „Oh, ich weiß nicht, wo dieses nervige, laute Spielzeug ist – das haben wir wohl verloren“ – wenn ich genau weiß, dass ich es weggeschmissen habe. Meine Kinder sind dementsprechend respektvoll behandelt worden und wertschätzen nun auch ihre Mitmenschen. Sie bieten älteren Damen und Herren den Platz im Bus an, sagen Bitte und Danke sowie auch Guten Tag.

Ich habe (und das soll nur ein einziges Beispiel sein) unser „trauriges Knöpfen“ Nummer 2 dabei begleitet, ein selbstbewusstes und schlagfertiges Mädchen zu werden. Habe durchgeboxt, dass sie eine Klasse überspringt und das gegen einige recht basisuninformierte Lehrer. Unsere Vier sind grundverschieden und ich betrachte sie äußerst individuell obwohl sie zusammen eine ganz heftige Horde sein können. Ich kenne ihre seelischen Thematiken und gehe auf sie ein, ich beziehe sie in mein Leben ein und sie bekommen sowohl Respekt als auch Anleitung.

Und sie bekommen zu Karneval jedes Mal ein Kostüm von mir genäht, das sie sich wünschen. Mit allem Schnickschnack und gern auch nach einem krakeligen Entwurf von ihnen selbst gestaltet. Sie lernen von mir Nähen und Häkeln und Sebstverteidigung und Psychoanalsyse. Sie wissen von mir, wer Charles Darwin, Sigmund Freud, Niccolò Machiavelli, Alf, Karl der Große, E.T., Michael Ende, Stephen Hawking, Marie Curie, die Heilige Katharina und die Heilige Teresa von Avila, Jeanne D’Arc, Simone de Beauvoir und Mary Shelley sind oder waren.

Manchmal könnte ich sie an die Wand klatschen, aber ich kann kurz darauf schon wieder sortieren, warum etwas schief gelaufen ist. Und sie selber sagen über mich:

„Du bist nicht nur schön, lustig und klug, was wir echt toll finden und so. Sondern du schimpfst immer nur mit dem, der es verdient hat. Zu den anderen bist du im gleichen Atemzug nett. Das ist genau das, was Gerechtigkeit ausdrückt. Das wollen wir später auch so machen.“

Und davon ist mir der letzte Satz der wichtige. Ich hatte von Kindheit an nur einen Satz im Kopf.„Ich darf nur ja nicht wie Mama werden. Alle Kraft wird eingesetzt um nicht so zu werden.“ Und daher ist dieser Satz der Ausdruck dessen, was ich gut gemacht habe. (An späterer Stelle werde ich in unserem Blog sicher mal erklären, warum meine Mutter für mich das Antivorbild war.)

Ich habe einige Freundinnen, die Mütter sind. Und auch für jede Einzelne von ihnen könnte ich so einen Post schreiben. Fühlt Euch gedrückt – ich denke gerade an jede von Euch! Wenn Ihr nicht immer auf dem Schirm haben solltet, womit ihr rockt – ich habe es!

Und nun Ihr, liebe MitBloggerInnen! Es wäre klasse, wenn Ihr auch an der bis zum 31.12.2014 laufenden Blogparade beteiligen würdet. Auf in die Schwarmempathie. Spendet Euch Lob und seid gut zu Euch! Immerhin sind wir Mitarbeiterinnen, Chefinnen und Mediatorinnen in einem – da werden wir ja wohl eine Beurteilung schreiben können …

Natürlich gilt der Aufruf auch für die gefühlten drei Hausmänner in Deutschland im exakt gleichen Maße.

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❤ Ihr rockt, moms! Wir rocken! ❤