Rheuma und Kloppe

Die Kinder kommen gerade nach Hause und verschwinden direkt nach oben. Meine Frau und ich sitzen mit Nummer 3 und 4 am Esstisch, während ich ihn mit Brei füttere.

„Die spielen nur auf ihren Handys …“ meckert Nummer 3.
Ich blicke vom Breilöffel auf. „War ja klar, dass es für so viel Ruhe keine andere Erklärung gibt. Die daddeln ja irgendwie nur noch.“
Darauf Nummer 3: „Was habt Ihr denn früher so gespielt?“

Meine Frau und ich blicken uns an. Ich grinse.

„Wir hatten ja nichts …“ seufze ich im besten Bollerwagen-Tonfall.
„Fangen, Verstecken, Räuber und Gendarm …“ zählt meine Frau auf. Kurze Pause von Nummer 3. Dann fragt sie:
„Wie geht das denn – Rheuma und Jeanne D’Arc?“

(Man muss anmerken, dass das natürlich nur als Verhörer funktioniert und in geschrieben eher unwahrscheinlich aussieht)

„Rheuma und Jeanne D’Arc haben wir nicht gespielt – das wurde höchstens früher von ein paar sehr alten Rittern gespielt …“ kommentiere ich.

Nummer 3 besteht übrigens darauf, dass sie nicht Rheuma gesagt hat.
Es ging noch weiter. Plötzlich fiel mir ein:

Kloppe!“
Verständnisloser Blick von meiner Frau. „Kloppe?“
„Ja, wir haben auch Kloppe gespielt.“
Nummer 3 schaut interessiert. „Wie geht das denn?“
„Na, man bildet zwei Teams, und dann jagt und versteckt man sich. Und wenn man sich findet, verkloppt man sich gegenseitig.“

Ja, die gute alte Zeit … damals hat man noch sinnvolle Dinge gespielt.