Schöne Karten gesucht?

Schöne Karten gesucht?

Mit freundlicher Unterstützung von Eventkingdom

Als Nummer 4 geboren wurde habe ich lange überlegt, ob ich die Geburtskarten selber basteln oder anfertigen lassen wollte. Ich habe mich im Internet umgesehen und nichts gefunden, das mir wirklich gefiel. Es gab sehr nette Karten der Fotoabteilungen von Drogeriemärkten und auch einige weitere Anbieter, aber bei mir sprang kein Funke über.

Schließlich habe ich gebastelt. Damit war ich sehr zufrieden, das will ich nun mal nicht schmälern 😀 Es waren schlichte weiße Karten aus hochwertigem Material, auf die ich mittig einen hellblauen, nostalgischen Stoffkinderwagen aufgeklebt habe. Darunter befand sich der Name aus den weißen Perlchen, mit denen auch in Krankenhäusern die Geburtsarmbändchen gefertigt werden.

Die Danksagungen habe ich ebenfalls selber gemacht. Es gab Zeiten, in denen ich laufend Karten gebastelt habe – Zeiten, in denen ich eben genau davon mehr hatte: Zeit.

Und wie das so ist, findet man, wonach man sucht, wenn man es gerade nicht mehr braucht. So war es auch im Fall der Karten. Ich bin erst hinterher auf Eventkingdom gestoßen. Ich fand die Farben und Designs sofort ansprechend. Natürlich kann man nicht nur Geburtskarten bestellen. Alle Karten lassen sich per Post oder online versenden. Seine individuellen Karten kann man mit Hilfe von Hunderten verschiedene Motiven, sowie eigenen Fotos hochladen anfertigen lassen. Es juckte mir in den Fingern, aber ich brauchte keine Karten. Ich warte nun auf einen Anlass.

Die Motive der Kindergeburtstagseinladungen gefallen mir übrigens besonders gut:

Screenshot 2015-02-26 15.14.11

Über das Angebot der Karten hinaus gibt es auch noch einen Hochzeitsplanungsservice, Save the Date Karten und vieles mehr. Und überhaupt bekam ich einen romantischen Summton in mir, während ich mich durch die Seite klickte.

So. Noch ein Kind werde ich definitiv nicht bekommen, aber heiraten könnte ich durchaus, wir sind bisher nämlich nur standesamtlich getraut 😀

Moderner Kindergeburtstag

Meine Frau hielt mir letztens ihr Handy vor die Nase.

„Guck Dir das mal an!“ meinte sie.

Ich schaute auf das Display.

„Das ist eine Whatsapp-Gruppe,“ meinte ich. Sie rollte mit den Augen.

„Ja, eine Whatsapp-Gruppe namens ‚Lydias Kindergeburtstag‘. Ich will nicht wegen eines Kindergeburtstags in einer Whatsapp-Gruppe sein.“

Ich überlegte. „Vielleicht solltest Du aber wegen einem Kindergeburtstag in einer Whatsapp-Gruppe sein wollen, wenn Du eine gute Mutter wärst.“

„Wegen eines Kindergeburtstags,“ korrigierte sie mich kühl.

Wir grinsten. Das Problem war: Wenn man so eine Whatsapp-Gruppe verlässt, kriegen die Mitglieder so eine „XY hat die Gruppe verlassen“-Benachrichtigung. Das ist natürlich unhöflich. Andererseits kann man auch schlecht schreiben:

„Hallo zusammen, vielen Dank für die Einladung, ich möchte aber nicht in Eurer Gruppe sein. MfG XY“

Also doch einfach in der Gruppe bleiben?

„Kommt nicht in Frage,“ sagte mir der Blick meiner Frau.

Also überlegten wir gemeinsam, wie man sich da am besten aus der Affäre ziehen kann. Wie wäre es mit Ehrlichkeit?

„Danke für die Einladung! Es war schon immer mein Traum, für jeden Kindergeburtstag in eine eigene Whatsapp-Gruppe einzutreten. Leider habe ich drei schulpflichtige Kinder und jedes von ihnen ist pro Jahr auf mindestens sechs Kindergeburtstagen. Das macht pro Jahr 18 Kindergeburtstage. Wenn ich für jede davon in eine Whatsapp-Gruppe gehe, habe ich bis zum Ende der Schulzeit die 100 voll.“

Irgendwie hatten wir das Gefühl, dass das nicht so gut ankommen würde. Also entschied meine Frau sich für die diplomatische Variante:

„Hallo! Das sind aber süße Bilder.“

Dann ist sie aus der Gruppe ausgetreten.

Disclaimer: No offense intended. Wir wissen, dass man Whatsapp prima für so etwas nutzen kann. Aber wenn man wie wir schon bald 30 Kindergeburtstage organisiert hat, neigt man zu Minimalismus. 😉

Heilende Hände …

Letzte Woche hatte meine Frau mit ziemlichen Kreislaufproblemen zu kämpfen. Überarbeitung und so. Vier Kinder halt, und ich bin ja meistens auch nicht besonders nützlich. 😉

Jedenfalls kriegte ich irgendwann einen Anruf von Nummer 2 auf der Arbeit, sie wäre wohl beinahe umgekippt und könne jetzt gerade nur noch auf der Couch sitzen. Leider wollten just an diesem Tag Nummer 2 und Nummer 3 etwas unternehmen – so dass wir Eltern am Telefon diskutierten, wie das noch zu bewerkstelligen sei.

Ich: „Sorry, aber dann geht das eben einfach gerade nicht. Du kannst nicht Autofahren in diesem Zustand und ich kann hier auch nicht alles stehen und liegen lassen, um Nummer 3 zum Kindergeburtstag zu fahren.“
Meine Frau: „Wir haben doch gerade extra noch das Geschenk gekauft – ich kann mich hier auch nicht erholen, wenn die Mädels jetzt hier traurig rumsitzen müssen …“

Währenddessen hörte ich Nummer 3 ins Telefon jammern. Meine Frau meinte, dass sie halt nicht fahren könnte, wenn sie gerade fast umgekippt sei.

„Ach, das ist aber lieb, dass Du mich massierst, Nummer 3 …“

Ich redete ihr (also meiner Frau) gut zu und bestätigte sie darin, dass sie selbstverständlich jetzt nicht die Kinder durch die Gegend fährt. Danach ließ ich mir Nummer 3 ans Telefon geben, bei der ich natürlich noch am ehesten erwartete, dass sie das nicht gut akzeptiert.

„Das tut mir ja auch leid, Nummer 3, aber das geht halt jetzt gerade nicht…“
„Ja, ich weiß …“
„Aber das ist lieb, dass Du die Mam jetzt massierst.“
*Pause*
Nummer 3 druckste rum. „Eigentlich habe ich ja doch gehofft, dass die Mam mich dann bringen kann …“

Sie ist wohl von ihren Massierkünsten ziemlich überzeugt. 😉