Fremdbestimmt

Fremdbestimmt

Gestern Abend war mein Mann zusammen mit seinem Vorgesetzten (in diesem Fall – in bestem Deutsch: der CEO) essen, der aus München angereist ist und einige Tage hier im Westen verbringt.

Der sympathische Mann und erfahrener Vater zweier Kinder sagte wohl irgendwann in Bezug auf unseren kleinen Nachzügler Nummer 4:

„Wow, dass ihr euch das noch mal angetan habt. Das ist so heftig – diese krasse Fremdbestimmung …“

Mein Mann erzählte mir das als er wieder zu Hause war und meinte, es sei ja schon sehr treffend, dass er genau diesen Aspekt zuerst genannt habe. Die Fremdbestimmung.

Und ich sagte, ohne lange nachzudenken:

„Ja, das ist ja auch genau das, was mich länger hat darüber nachdenken lassen, ob ich noch ein weiteres Kind möchte. Und ich finde das ganze Gepöngel mit Baby, Tasche, Kinderwagen und so auch schon anstrengend. Das Geschmiere beim Essen, das Wickeln oder Gesichtswaschen unter harter Gegenwehr und all das – aber das ist gar nicht weiter schlimm für mich. Die Fremdbestimmung ist für mich das mit Abstand Härteste.“

Mein Mann hatte beim Essen geantwortet:

„Ja, das erste Jahr war auch richtig hart. Und meine Frau empfindet die Fremdbestimmung auch wirklich als belastend.“

Oh ja, das tut sie. Vor allem eben weil sie nicht mehr Mitte Zwanzig ist und das Abenteuer Mutterschaft mit neugierigen und ganz hingebungsvollen Schritten zum ersten oder zweiten Mal erkundet. Sie sucht nicht mehr ewig und mit aller Liebe bestimmte Spielzeuge einzeln aus oder näht mit ganz viel Zeit aus der Wildseide, in die eines der Hochzeitsgeschenke verpackt war, ein Rüschenschürzchen für das Kleid der Erstgeborenen. Sie wälzt nicht mehr die Zeitschriften auf der Suche nach nützlichen Tipps. Sie seufzt nicht mehr heroisch-tapfer, wenn sie akrobatisch mit Baby auf dem Schoß zur Toilette gehen muss. Sie weint nicht mehr aus Erschöpfung, wenn das Baby endlich schlummert, nachdem es eine Stunde nur schrie und lächelt dabei noch selig in Gedanken an das süße schlafende Kindchen.

Was macht sie stattdessen?

Ich weiß sofort, wie genervt ich bin und lächle nichts mehr erzwungen weg. Ich beobachte, dass da eine innere Grundanspannung in mir ist, die ich in der Retrospektive immer während der ersten eineinhalb Babyjahre hatte. Zuerst dachte ich, das sei eine Art Dauerbereitschafts-Instinkt. Dann hielt ich es für ein bisschen stress-neurotisch und halte es inzwischen für eine Mischung aus beidem.

Bis man einem Kind sagen kann Warte kurz, ja? bleibt diese Anspannung einfach in mir. Und ich kann sie nicht ausstehen. Ich finde, sie hetzt mich durch den Tag. Als ob man nicht ich immer wieder alles schnell-schnell machen muss. Schnell-schnell ins Bad, ehe das Kind aufwacht, schnell-schnell einen Tee runterkippen, ehe es Zeit zum Kochen ist, schnell-schnell noch bügeln, damit man danach noch Zeit für’s Spielen hat – denn bald trudeln ja die drei Großen aus den diversen Schulen ein. Es gibt auch noch den Modus schnell-schnell Pause machen, sonst ist es zu spät. Den vernachlässige ich leider immer mal wieder.

Die Sache ist die, dass die Fremdbestimmung einen hart trifft wenn man sich a) nicht besonders gut innerlich gegen die Bedürfnisse des Kindes abgrenzen kann, man b) nicht immer voller Hingabe ist und man c) diese Zeiten schon etwas öfter erlebt hat. Vielleicht sollte man als Punkt d) noch erwähnen, dass es vermutlich hilft, sich aufgeben zu wollen, denn wer ganz gern auf seine (Grund-)Bedürfnisse schauen möchte, der hat quasi verloren. Ich bin eine Punkt-a-bis-d-Kandidatin.

Erinnerungen und späte Analyse

Jetzt in der vierten Babyphase meines Lebens kann ich auf mich selbst zurückblicken und erinnere mich, wie sauer ich auf mich war, weil ich nicht die relaxte Super-Mama sein konnte, die ich von mir zu sein erwartete. Ich fühlte mich gehetzt und konnte nicht mal entscheiden, wann ich zum Klo durfte. Ich sah zu, wie aus der endlich aufblühenden jungen Frau mit den glänzend lackierten Fingernägeln, der Zeit zum Ausgehen und der schönen Unterwäsche unter den schönen Klamotten jemand wurde, der dauernd vergaß, sich die Nägel überhaupt zu feilen, mit dem Rest-Schwangerschafts-Übergewicht kämpfte und der einen weißen Baumwollstill-BH trug. Aufblühen war vertagt. Definitiv.

Ich hockte vor elf Jahren mit einem (dauerspuckenden) Säugling und einer (alles auseinandernehmenden) Eineinhalbjährigen in einer sehr (hübschen) Wohnung (mit zwei Etagen, sehr nett) im Stadtteil einer Kleinstadt. Ich hatte kein Auto zur Verfügung und die nächste Haltestelle war so weit weg (wie auch der nächste Supermarkt), dass ich die halbe Stunde zur Innenstadt meistens latschte. Das machte ich oft, weil die Zimmerdecke die Tendenz zum Herunterfallen hatte. Auf dem Rückweg war der gefühlt vier Meter lange Geschwisterkinderwagen gefüllt mit Einkäufen aus dem Lieblings-Drogeriemarkt. Und ich fragte mich, warum ich eigentlich zu schwächlich war, ihn die paar Kilometer ohne Schnaufen zu schieben. Einmal schob eine mich begleitende Freundin ihn und stöhnte nach zwei Metern: „Mann, ist das Monsterteil schwer. Mach den Einkauf doch mit dem Auto am Wochenende oder schnell am Abend.“ Aber der Einkauf war ja mein Wochenhighlight – das wollte ich ungern hergeben. Habe dann weniger eingekauft. Und bin öfter mal in den nahen Schlecker. Die Filiale war ungefähr so groß wie eine Camenbert-Schachtel und mit dem Schlachtschiff Kinderwagen kaum zu durchfahren. Ich war trotz allem total stolz, wenn ich den Kinderwagen schob und ich fand die beiden Mädels da drin einfach himmlisch. Es gab einen Spielplatz im Stadtteil. Da konnte Nummer 1 drei Mal rutschen und ein paar Mal schaukeln bis es Nummer 2 im Wagen langweilig wurde und sie zu meckern begann …

Ich sagte mir damals, dass dieser Zustand, so frustrierend öde ich ihn immer mal wieder fand, besser war als der zuvor mit dem Schreikind als erstes Baby. Oder der in der letzten Schwangerschaftsphase mit Nummer 2 – die ich oft nachmittags wie erschossen auf dem Sofa liegend verbrachte, während Nummer 1 mich zum Spielen animieren wollte. Dies tat sie, indem sie ihr Spielzeug rund um meinen Kugelbauch warf und stapelte. Einmal in der Woche war Nummer 1 in dieser Phase bei den Schwiegereltern – und ich als brave Schwiegertochter machte mir nicht etwa einen Tee und las ein gutes Buch. Ich nutzte meinen Freiraum zum Putzen und aufräumen. Sollte ja niemand sagen können, ich sei faul. Es reichte ja, dass ich ungehöriger Weise schon wieder schwanger geworden war. Damals bastelte ich auch Geburtstagskarten für alle Verwandten meines Mannes und zog den Kindern die juckenden, hässlichen Pullover an, die meine Mutter wie ein Perpetuum mobile strickte. Ich war also einfach sehr jung und sehr unsicher.

Die Babyzeit mit Nummer 3 verbrachte ich in einer sehr schön geschnittenen Altbauwohnung (wieder mit zwei Etagen)  in Düsseldorf. Wunderbare 90 Treppenstufen trennten uns von der Welt und allen Verwandten, die älter als 60 waren – denn die kamen so selten wie möglich bis gar nicht. Das kam mir großartig vor, aber 180 Stufen am Tag (zum Spaziergang runter und wieder rauf) in hochschwanger und danach mit Baby fand ich blöd. Aber ich wurde recht sportlich und hatte prima Muskeln. Das Vor-Schwangerschaftsgewicht hatte ich schnell wieder und untertraf es sogar noch. Ich war viel unterwegs mit den Dreien, kaufte mir neue Klamöttchen, machte die Mädels ebenfalls chic und war irgendwie war ich nicht mehr ganz so angespannt.

Spannten mich vielleicht und eventuell auch die eigenen Ansprüche an? Und hatte dies nachgelassen? Oder tat es mir gut, nicht mehr in der Kleinstadt zu hocken und mich für jede winzige gegönnte Bequemlichkeit mies zu fühlen, weil ich Kritik befürchtete? Nummer 3 war zudem ein formidables Anfängerbaby – sie weinte fast nie. Sie hatte nie Bauchweh und das Zahnen schien sie einfach zu ignorieren. Sie schlief pünktlich und immer gleich lang. Unfassbar war das. Ich war wirklich entspannter. Unsere Babys waren mit jedem weiteren immer pflegeleichter geworden. Und ich immer ein klein wenig entspannter.

Die letzte Babyzeit meines Lebens

Daher dachte ich, ein nächstes Baby wäre vermutlich schlichtweg im Alltag nicht zu bemerken. Nein, nicht wirklich – ich hatte vor den Nächten Respekt und wusste, dass ich die Babyphase oft öde finden würde. Aber am meisten Angst (ja, wirklich Angst) hatte ich vor der Fremdbestimmung. Und sie traf mich knallhart, muss ich sagen. Nummer 4 war im ersten Jahr nicht das pflegeleichteste, sondern das anstrengendste Baby. Ich war nicht mehr oder weniger fremdbestimmt, sondern vielmehr zu einem selbstaufgegebenen Bedürfniserfüllungsroboter geworden. Dazu kam, dass mich zum Einen mein Alter und zum Anderen die beiden Fehlgeburtserfahrungen prägten. Dem kleinen Wunschkind soll es nur ja an nichts fehlen – predigte die Verlustangst.

Nun, wo er tatsächlich herumläuft, seine Zahnbürste nach der Benutzung selber wieder in den Becher steckt und sich bestens verständigen kann, sehe ich Land. Ich weiß, dass nun der Punkt erreicht ist, an dem es steil nach oben geht. Denn mir fiel wieder ein, dass Kommunikationsreife und Alter des Kindes viel ausmachen. Er versteht fast alles, das ich sage und er kann mir hinterherlaufen (und manchmal noch krabbeln), anstatt zu weinen, wenn ich kurz aus dem Raum muss. Ich muss ihn auch nicht mehr überall hintragen. Das ist schon viel wert.

Dennoch spüre ich, dass ich mich eigentlich schon in der Phase der Selbstbestimmung befunden habe, als er auf die Welt kam. Ich habe mir gepredigt, die Babyzeit zu genießen. Während ich wie ein Zombie den Kinderwagen vor mir her schob (ich verwendete ihn ob der Müdigkeit gern als eine Art Rollator), hörte ich von allen Seiten: „Ach genießen sie es! Die sind ja nicht lange so klein!“ und dachte mir immer: „Bitte wiederholen sie nur den letzten der beiden Sätze und schütteln mich dabei ein wenig aufmunternd, ja?“

Gute Seiten

Ich fühle mich am Ende des berühmten ersten harten Jahres jedenfalls viel besser als mittendrin. Ich begreife, dass ich ja nicht nur Ende Dreißig bin und nicht mehr Mitte Zwanzig und dass ich vor allem für insgesamt sechs Menschen sorgen muss. Ich schließe mich da ein, denn auch diese Lektion des Lebens habe ich (viel zu) langsam verstanden. Ich denke mir, es wird schon anstrengend sein, was Du da alles schaffst – kein Wunder wenn Du Dich dauernd so etwas schlapp wie während einer Erkältung fühlst. Ich erkenne also meine Leistung an. Das konnte ich vor zehn Jahren definitiv nicht. Ich bin selbstsicher in meinen Entscheidungen und kann sie bestens vor mir vertreten.

Ich fühle mich nicht nur müde und fremdbestimmt. Sondern reif, stolz und erfahren. Ich bin keine junge Frau mehr, die sich innerlich von Ansprüchen unter Druck setzen lässt und äußerlich versucht, es allen recht zu machen. Das Stadium der jungen, unsicheren Mama habe ich längst verlassen. Inzwischen habe ich eine große Tochter, die in diesem Jahr zum Teenager wird und eine andere große Tochter, die öfter die Nägel lackiert hat als ich (wäh!) und eine kleinere große Tochter, die morgens alleine auf die Uhr schaut um zu sehen, wann sie die Jacke anziehen muss. Wenn das mal nicht eine gute Bilanz ist!

Die drei passten neulich nachmittags auf Nummer 4 auf als ich heftig erkältet war. Ich lag im Bett und bekam Tee gebracht! Das stelle man sich mal vor! Kein Kind hopste auf mir herum und niemand musste von mir zum Klo begleitet werden während ich ein Fieberthermometer im Mund hatte. Ich lag da, machte Bingewatching mit dem iPad und wurde gesund.

Fremdbestimmt und dennoch Danke

Also danke ich dem lieben Gott und auch mir selbst für das Erreichen wunderbarer Meilensteine. Ich bin inzwischen in der Lage zu erkennen, dass anstrengende Phasen ihr Gutes haben und ebenso, dass ich nichts andauernd schönreden muss, nur weil ich mich dazu entschiedne habe (zum Beispiel Leben mit Kindern :D). Ich danke für die lebhaften, schlauköpfigen und bereichernden Kinder um mich herum. Ich danke für den kleinen, heiß ersehnten Mann mit den großen Knopfaugen, der so gerne mit mir kuschelt. Und ich nenne Nummer 4 trotzdem Kleine Nervensäge, weil er einfach viel zu viel von diesem fordernden, ungeduldigen Brummen hören lässt …

Jammern auf niedrigem Niveau Teil 1: Ihr habt Euch das doch ausgesucht!

Habe gerade auf der Webseite der Berliner Zeitung – einem Hinweis meiner Frau folgend – den Vorabdruck aus dem neuen Buch „Seid fruchtbar und beschwert Euch!“ gelesen. Sehr lang, und sehr lesenswert. Der Text stellt die aktuelle Lebenswelt junger Eltern meiner Meinung nach sehr gut dar – auch wenn er keine individuelle, sondern eine eher gesellschaftliche Perspektive einnimmt. Es fällt schwer, hier Auszüge darzustellen, da das ganze Pamphlet sehr empfehlenswert ist. 🙂

Warum ich mich hier zu einem Kommentar hinreiße, auch wenn ich an dieser Stelle eigentlich nicht viel Substanzielles hinzuzufügen habe? Weil ich darin einen Gedanken wiederfinde, den ich insbesondere im letzten Jahr oft hatte, aber nie so explizit zu Papier (oder Bildschirm) gebracht habe.

Kennt Ihr den Artikel „Why Generation Y Yuppies are unhappy?“ Ein bißchen älter und meiner Meinung nach etwas weniger spannend, aber dennoch erwähnenswert, weil er die Problematik eines Lebens in unserer Social Media-Welt gut beschreibt: Alle haben immer Spaß, sind an coolen Orten, fotografieren total leckeres Essen und posten hübsche Selfies. Wobei, mit „alle“ meine ich eigentlich „die Jungen“ aus Malte Weldings Text, die also, die das Leben als Eltern noch nicht kennen, indem es schlicht und einfach nicht mehr so viele Gelegenheiten für Selfies und Fotos von Essen gibt. Weil man Ringe unter den Augen hat und den Babybrei isst, den Nummer 4 übergelassen hat.

Wenn man jetzt also – wie viele junge Eltern – plötzlich in einer solchen Lebenswelt ankommt, wird es durch hippe Facebook-Selfies nur noch schwerer. Meine Freunde gehen heute Abend aus? Ich schlafe ermattet um 21.30 auf der Couch ein. Wow, Urlaub in Costa Rica? Wir fahren nur noch in ein Ferienhaus in Holland. Tolle Fotos vom Shopping? Ich kaufe nur noch Strampler ein, online, versteht sich.

Wer da jung und Eltern ist, der wird in unserer Gesellschaft oft schrecklich allein gelassen. Denn nicht nur hat die Elternschaft etwas mitunter erschreckend trostloses und eintöniges (Kinder sind nämlich nicht nur den ganzen Tag so entzückend wie auf unseren Facebook-Fotos) – man darf sich ja auch nicht darüber beschweren! 

Warum? Weil habt Ihr Euch ja so ausgesucht! (Untertitel: Ihr hättet ja auch einfach kinderfrei bleiben können, oder ein paar weniger kriegen, oder so …)

Dabei hat man – das kann ich als Veteran unzähliger Elterneinsätze mit Nachdruck sagen – oft sehr, sehr viel Grund sich zu beklagen. Wenn ich darüber nachdenke, wie unendlich viel Zeit ich auf meine Wünsche und Bedürfnisse verwenden konnte, als wir noch keine Kinder hatten, wie oft wir einfach nur rumhängen und uns um vier Uhr ’ne Schale Pommes holen konnten, weil wir vorher auf nix Lust hatten, wie viele endlose Computerspiele ich durchgespielt und wie oft ich mich betrunken habe, bis ich den ganzen nächsten Tag zu nichts mehr zu gebrauchen war …

Das alles können Eltern sich nicht erlauben. Und auch wenn „wir“ uns das natürlich ausgesucht haben, ruft das in unserer Welt der endlosen Möglichkeiten mitunter Frust hervor. Weil wir eben eigentlich nur Kinder haben wollten, nicht das ganze erdrückende Paket aus individueller, finanzieller, gesellschaftlicher Verantwortung und ein komplett durchgetaktetes Leben, in dem man nicht mehr weiß, was man mit Freizeit anfangen soll (wenn man denn mal welche hat).

Wir haben uns geliebt und wollten dieser Liebe Ausdruck verleihen. Jetzt sind wir glücklich, aber auch manchmal frustriert – und dürfen das nicht äußern, weil Kinder ja eher ein ausgefallenes, lautes Hobby sind als irgendetwas anderes. So fühlt es sich zumindest dann und wann an, wobei ich einräumen muss, dass das natürlich auch an mir/ uns liegen kann.

Wir sind es gewohnt, dass wir unsere Karriere planen, unsere Freizeit, unseren Urlaub – und dann kommt plötzlich etwas in unser Leben, das nur begrenzt planbar ist wie das erste Baby (oder auch das vierte 🙂 ). Die Kinder sollten eigentlich nur eines von vielen weiteren Vorzeigeprojekten sein, für die man ein perfektes Zimmer in einem schönen Haus in der Vorstadt einrichtet, wenn der richtige Zeitpunkt im Leben gekommen ist (also meistens: NIE). Diejenigen von uns, die das Projekt wirklich angehen, merken sehr schnell, dass das Projektmanagement nicht annähernd ausreicht für all die unerwarteten Veränderungen, die es mit sich bringt.

Aber Weil (siehe oben) äußern sie das am besten nicht, denn sonst könnte ja noch ihr Projektmanagement in die Kritik geraten. Schließlich lässt sich ja alles perfekt planen, wenn man es nur gut genug anpackt, oder?

Nicht.

Lesen Sie bald in Teil 2: Und plötzlich ist man allein. Wie man als Mittzwanziger Probleme bekommt, weil man mit dem ersten Kind zehn Jahre zu früh dran ist.