„Als sie den gefunden haben, sah der irgendwie aus wie meine Oma!“

Die Mädels mussten gerade ihre Wäschetonne aus der obersten Etage runterbringen. Wie so häufig stellte sich heraus, dass die Hälfte der Wäsche gar nicht schmutzig (aber durch Tonnenstopfen jetzt total zerknittert), oder aber auf links und dämlich ineinander verdreht war.

Wir regten uns aus, verpassten den Kindern ein Donnerwetter (aber das soll jetzt gar nicht das Thema sein) und unterhielten uns noch ein wenig über das Chaos in Nummer 1s Zimmer. Als Nummer 1 daraufhin runterkam, wollte ich sie aufräumen schicken.

„Quatsch, die soll das nicht aufräumen,“ meine meine Frau, „das ist doch witzlos, wenn die ein Mal im Jahr ihren Dreckstall aufräumt. Das soll schön so bleiben, bis sie irgendwann einen Freund hat und der dann mit ihr Schluss macht weil sie ein Messi ist.“

Okay, das leuchtete mir ein. Wir beschlossen allerdings, dass wir den Zustand des Zimmers für die Nachwelt festhalten müssten. Also fabulierte ich enthusiastisch los:

„Wir schicken Nummer 3 mit einem iPhone hoch und verfolgen die Expedition von hier unten per Facetime. Das ist dann ein bißchen so, wie wenn Space Marines auf einem fremden Planeten in eine Höhle mit Alien-Eiern vordringen müssen.“

Wir waren in Fahrt. Meine Frau ergänzte. „Ja, oder wie in dem Erdloch, in dem sie Saddam Hussein gefunden haben. Was ich übrigens zu dem schon lange mal sagen wollte: Als sie den da aus dem Loch gezogen haben, sah der ein bißchen aus wie meine Oma.

Zugegebenermaßen, das hatte jetzt nicht mehr wirklich was mit dem Thema zu tun. Aber es entspannte unsere elterliche Stimmung ein wenig. 

Computermesse und Internet

Computermesse und Internet

Ich habe mich die letzten beiden Tage beruflich auf der Cebit rumgetrieben. Daher habe ich den Kindern an zwei Abenden per Facetime gute Nacht gesagt – eigentlich ganz nett, ich glaube Vodafone wollte uns genau das schon vor zehn Jahren in der Werbung verkaufen …

Na ja, jedenfalls waren die Mädels natürlich davon fasziniert, dass ich auf einer Messe war, die auch im Fernsehen erwähnt wurde. Nummer 3 fragte daher einmal:

„Was ist denn nochmal die Cebit eigentlich?“

Ich lieferte eine Kurzerklärung zum Thema Messe ab und schloss mit der Aussage, dass es eben eine „Computermesse“ sei. Noch immer ein wenig fasziniert fragte Nummer 2, ob ich nicht mal von der Messe per Facetime anrufen könnte. Das ist natürlich etwas schwierig, da es da kein Netz gibt und ich meist nicht mal Mails empfangen konnte – geschweige denn Videotelefonieren. Also antwortete ich:

„Tut mir leid, da gibt es kein Internet, da geht das nicht.“
Dazu Nummer 3: „Das ist aber ganz schön peinlich, dass es auf einer Computermesse kein Internet gibt.“

Was soll ich sagen? Recht hat sie. 🙂