Die Emanzipation erledigt sich von selbst

Ich glaube, die Sache mit dieser „Emanzipation“ erledigt sich von selbst in ein, zwei Generationen. Das wächst sich sozusagen raus. Ist nur eine Phase.

Wie ich zu dieser steilen These komme? Ich habe auch homosexuelle Freunde von uns einmal mit der Ansicht schockiert, dass – wenn die Position, das Homosexualität genetisch ist, korrekt ist – die heutigen Schwulen mangels gesellschaftlichem Druck für die Gründung einer Schein-Ehe innerhalb von einigen Generationen ja weitgehend verschwinden werden. Weil die allermeisten von ihnen sich ja dem Genpool entziehen und sich nicht fortpflanzen. Einiges in der aktuellen Shell-Jugendstudie impliziert, dass das auch für intelligente und ehrgeizige Frauen gelten könnte.

Die Zahl der Nachwuchspaschas unter der jungen männlichen Bevölkerung, die ihre Vorherrschaft in der Familie scheinbar nur auf ihre Fähigkeiten im Computerspielen gründen, scheint erschreckend hoch zu sein. Die fleißigen Mädchen hingegen machen immer brav ihre Hausaufgaben, damit sie gute Noten bekommen. Es ist ja nur logisch, was dann am Ende passiert: Die kleine Ann-Kathrin, ihres Zeichens Jahrgangsbeste Medizin-, Jura- oder BWL-Studentin, fühlt sich vom schulabbrechenden Gamingprofi Matt-Eagle nur begrenzt angezogen. Aber Ann-Kathrin hat ja sowieso keine Zeit für einen Partner, sondern will sich erst einmal auf ihre Karriere konzentrieren. Matt-Eagle hingegen hat zwar durch seine Sucht nach Internet-Pornografie nur begrenztes Interesse an echtem Sex, manchmal kuschelt er aber doch mit Cinderella und die beiden vergessen natürlich direkt die Pille und/ oder das Kondom. Vermutlich auch, weil man das Geld dafür besser in Kippen investieren kann.

Cinderella mag Matt-Eagle, weil er an sein Leben genauso wenige Ansprüche hat wie sie. Eine Beziehung mit Jonas, einem der Kommolitonen von Ann-Kathrin, würde sie wahrscheinlich genauso überfordern wie Matt-Eagle das große Einmaleins. Das Problem an dieser Geschichte, bei der ja im kleinen scheinbar jeder Topf seinen Deckel hat, sind die Zahlen: Frauen sind immer besser ausgebildet, orientieren sich bei der Partnerwahl aber trotzdem traditionell „nach oben“. Je besser sie jedoch ausgebildet sind, um so dünner ist dort die Luft. Männer orientieren sich gerne auch einmal in die andere Richtung und haben so tendenziell einen größeren Pool an potenziellen Partnerinnen zur Verfügung. Was ja eine Grundvoraussetzung für Kinder ist. Am Ende, das ist ja schon einige Male diskutiert worden, endet Ann-Kathrin alleine, weil nach ihrer Karrierephase nur noch Männer mit Ex-Frauen und Altlasten frei waren, während Matt-Eagle und Cinderella bereits ihr fünftes Kind bekommen. Jonas hingegen verliebt sich auf der Arbeit in eine junge Kollegin. Die beiden wollen aber auch erst in zehn Jahren oder so mal ein Kind bekommen.

Die perfide evolutionäre Logik dahinter? Wenn es keine irgendwie gearteten Zwänge gibt, die Frauen dazu bringen Kinder zu bekommen (das kann eigene Perspektivlosigkeit, die gesellschaftliche Norm oder auch Religion sein), werden viele von ihnen erst einmal andere Prioritäten setzen. Und das teilweise zu lange, um dann bei den Kindern noch aufzuholen oder überhaupt über eines „hinauszukommen“. Das sieht man beispielsweise daran, dass die Geburtenrate überall auf der Welt mit steigendem Wohlstand steil abfällt. Währenddessen vermehren andere Kreise sich fleißig und nehmen an Zahl zu, während die emanzipierte Intelligenz nicht mal ansatzweise auf die 2,1 Kinder kommt, die auch nur wenigstens für ihren Erhalt notwendig wäre.

Dieser Blogpost wurde unter dem Titel „Idiocracy“ schon einmal mittelmäßig verfilmt. Ann-Kathrin ist zu beschäftigt, um ihren Gen-Pool zu erhalten. Matt-Eagle und Cinderella haben dieses Problem nicht.