Umgeschaut: Interessante Blogartikel für Eltern

Umgeschaut: Interessante Blogartikel für Eltern

Ich bin in’s Sommerloch gehüpft und habe ein paar Artikel gefunden, die mir sehr gut gefielen:

Trageberater Gunter gibt ein Interview bei der Stadtmama – ich finde das richtig klasse! Ein Mann unter Traglingen und Tragemamas. Ob er mit Vorurteilen und Unfreundlichkeiten umgehen muss? Natürlich (seufz). Lest mal nach, wie er damit umgeht!

Bei den Textilen Geschichten drehte es sich um die Zeitschrift „Berliner Leben und Blätter für galante Kunst“ (ab 1920) – eine echt Bereicherung, dieser Artikel! Ich fand es ehr interessant, weil ich ja Einblicke in die Vergangen und auch Mode liebe!

Bei Geburt und Mamasein gibt es ein aufschlussreiches und echt informatives Autorinnen-Interview mit Doris Moser („Der überwachte Bauch“): „Wie viel Überwachung nützt und ist während der Schwangerschaft nötig?“ ist eine der Kernfragen, die aufgeworfen werden.

Und zum Schluss noch die traurige Geschichte der Zwillinge Zoe und Mia, die ihre Mutter verlieren werden. Diesen Artikel teile ich mit der Bitte, schnell per PayPal-Klick vielleicht eine Kleinigkeit zu spenden.

Würde mich freuen, wenn etwas für Euch dabei war! ❤

Umgeschaut: Interessante Blogartikel für Eltern

Umgeschaut: Interessante Blogartikel für Eltern

Immer mal wieder

Ich möchte gerne heute und in Zukunft mit Euch teilen, was ich bei meinen verehrten Blogger-KollegInnen an lustigen, spannenden, interessanten oder nachdenklichen Artikeln entdeckt habe.

Ich werde das von Zeit zu Zeit und erst einmal nicht unbedingt regelmäßig machen. Wenn ich merke, dass es Euch besonders gut gefällt, dann kann ich dies gerne als neue Rubrik einführen. Ansonsten teile ich einfach immer mal wieder.

Die Reihenfolge spiegelt nicht die Beliebtheit wieder, sondern unterliegt dem gerechten Gesetzt des Zufalls.

1. Schockierend und berührend

Am 15. Juni erschien der Artikel Der vierte Mann von Tina auf Werden und Sein. Der Text wird sicherlich vielen, besonders Müttern, unter die Haut gehen. Ich habe in meinem Kommentar dazu bereits angedeutet, das mich nicht mehr viel umhaut, weil ich selbst so viel erlebt habe. Zugleich aber besitze ich natürlich viel Empathie – aus demselben Grund. Daher überlese ich das, was weniger belastete Menschen erschreckt einfach als Fakt und nehme wahr, was aus dem einstigen traumatisierten Kind wurde. Wie es als erwachsener Mensch schreibt und empfindet.

Ich freue mich immer, wenn jemand es schafft, auszudrücken, was ihn einst prägte. Und sei es noch so negativ und traumatisierend. Solche Erlebnisse hinterlassen auch nach Jahrzehnten ihre deutlichen Spuren. Und zugleich geben sie die Chance, sehr stark zu werden.

Tinas Artikel hat eine Triggerwarnung: Es geht um alkoholkranke Eltern und Gewalt gegen Frauen.

2. Vorbeugen und heilen

Mara macht sich Gedanken heute, am 23. Juni, Gedanken über mütterlichen Burnout und wie man ihm vorbeugend begegnen kann. Dazu hat sie einen sehr informativen Artikel der Rheinischen Post gefunden. Narzissmus und Burnout – wie gehört das denn zusammen? Und wieso haben Frauen (Mütter!) inzwischen viel häufiger Erschöpfungszustände als Männer? Lässt sich herausfinden – einfach mal ‚rüberhüpfen zu Maras Gedanken.

3. Tick-Tack oder wie aufregend Warten doch sein kann

Bella wartet auf’s Baby. Zusammen mit Familie Berlin tun wir das auch. So ganz solidarisch, weil wir das große Warten ja auch schon vier Mal hinter uns haben…

Da Bella fragt, wie bei uns die Geburten starteten:

1. Mal: Spontan mit Wehen, zuhause (na ja, 14 Tage nach dem Termin ist spontan ein großes Wort …:D).

2. Mal: Aufwachen mit leicht gerissener Fruchtblase um 10 Uhr. Wehen dann ab 15 Uhr.

3. Mal: Wehen nach Einleitung per zweimaligem Priming bei ET+7 (auf Wunsch der total erschöpften Mutter nach unzählbaren Stunden schmerzhafter, Schlaf raubender Senkwehen – würde ich allerdings nicht noch einmal so entscheiden. Nummer 3 trägt mir den Rausschmiss immer noch nach und heute denke ich auch selbst anders darüber. Aber ihr wisst ja: Eine erschöpfte Schwangere will nichts mehr als Erleichterung …)

4. Mal: Beginn mit Wehen zu Hause. Abwarten, ob es regelmäßig wird. Der berühmte Schleimpropf (den persönlich hab ich nie zu Gesicht bekommen) verabschiedet sich, was ich durch Blut bemerke. Anruf bei Ehemann, Opa, Hebamme, Krankenhaus und so weiter …

4. Viel durchgemacht und nun ein wunderschöner Tag

Eva, die während der Schwangerschaft die Diagnose Blutkrebs bekam (und mein Anlass war, mich bei der DeutschenKnochenMarkSpende DKMS zu registrieren) hat nicht nur eine Facebookseite, sondern auch einen Blog. Auf diesem entdeckte ich am 20. Juni den Artikel über ihren herrlichen Tag der Hochzeit und Taufe ihrer Tochter. Wir rührend und wunderbar zu sehen, wie glücklich sie ist und wie gut es ihr geht!

5. Voll dufte, ey!

Niemand –  außer der von mir so gern als einmalige Wortvirtuosin betitelte Rike – kann den Umstand eines Haufens Kinderkacke auf’m Teppich so wunderbar erzählen. Es geht um Sauberkeitserziehung. Bitte esst nicht beim Lesen, wenn Ihr da empfindsam seid 😀

Ich habe mich übelkeitsfrei bekringeln können: Habe ja bekannter Maßen diverse Kinderchen. Ich wurde bepinkelt, bekackt und mir wurde schon in’s Gesicht gekotzt – ja, meinen Mund hatte ich zu diesem Zeitpunkt offen, weil ich „Ooooh, du Arme, dir ist schlecht…“ sagen wollte und es nur bis zum „Ooooh“ schaffte, als die Ladung kam. Diese lief mir dann zusätzlich in den Ausschnitt des Nachthemds und am nackten Körper runter, bis sie auf den Boden tropfte. Na, noch Appetit?

Mich gibt es auch auf Rezept als Appetitzügler bei Diäten. Oder Ihr nehmt Rikes Artikel. Rike forte. Fragt mal Eure Ärztin danach. Oder Euren Arzt.

Kleider, Fotos, Wissen

Ich lese sehr gerne auf dem Blog Textile Geschichten. Es ist kein Mama-Blog. Ich mag ihn sehr gern, weil ich einfach ein absoluter Fan des Themas Mode und Kleidung bin. Auch und besonders der historische Part von Kleidung interessiert mich. Wer gerne mal in vergangene Zeiten tauchen möchte und wissen will, ob es wirklich Schneider mit zerrissenen Hosen gab, der kann hier hinein gucken.

 

Liebster Award

Liebster Award

Sonja vom Blog Mamablogtspaeter hat mich für den „Liebi“, wie ich ihn inzwischen nenne, nominiert und dafür danke ich ihr natürlich. Lieb, dass Du an mich gedacht hast ❤

Gern beantworte ich Deine elf Fragen:

1. Wenn du einen Wunsch frei hättest , welcher wäre es ?

Tausend weitere? Weltfrieden? Ein warmes Bad? Ich kann mich einfach nicht entscheiden …
2. Hast du Tattoos ? Wenn Ja , wie viele ?

Nein, kein einziges. Ich habe niemals ein Motiv gefunden, dass ich für immer auf meinem Körper haben würde. das einzige, das ich je in Erwägung zog, wäre eine kleine silberne Distel. Aber ich habe mich dagegen entschieden, dass jemals wirklich umzusetzen. Letztlich will ich nichts so endgültiges mit meinem Körper tun.
3. Was geht dir richtig auf die Nerven ?

Ignoranz, Selbstlügen, Missrespekt.
4. Was bringt dich zum Lachen ?

Mister Essential mit seinem sehr eigenen Humor, den trockenen Witzen und den schmerzhaften Wortspielen.
5. Worin bist du besonders gut ?

In Bescheidenheit 😀

Ich kann Menschen gut verstehen, gut nähen und jemanden zum Lachen bringen, der gerade noch niedergeschlagen war.
6. Hast du schon mal etwas Gewonnen ? Wenn ja , was war es ?

Das Letzte, was ich gewonnen habe, war ein tolles Valentinstagsgeschenk für Mister Essential: Eine Geschenkschachtel, die innen bedruckt war mit: „F*** Valentine’s day – I love you every day“
7. Was ist deine Persönliche Farbe für diesen Herbst / Winter ?

Für beide Jahreszeiten habe ich unterschiedliche Farben für Klamotten und Deko: Im Herbst Orange und Braun, im Winter Weiß und Rot.
8. Turnschuhe oder High Heels ?

High Heels.
9. Wen würdest du gerne mal überraschen ?

Da gäbe es einige. Ich würde sehr gerne mal spontan bei guten Freunden vorbeischneien, die nicht mit mir rechnen. Bei meiner Freundin Concetta zum Beispiel. Und ich habe einen guten alten (nicht wirklich) Freund in Texas, bei dem ich gerne mal Hi! sagen würde.
10. Was ist deine Spezialität beim Kochen ?

Dass ich ohne Abzuschmecken den Geschmack aller (außer Mister Essentials) treffe. Er würzt oft nach. Die anderen sind happy.
11. Was hast du dir zuletzt für Dich selbst gekauft ?

Meine neue Nähmaschine! Dieses wundervolle neue Familienmitglied ❤

Mir etwas zu kaufen musste ich mir erst wieder angewöhnen, seit ich Kinder habe. So im ersten Jahrzehnt meiner Mutterschaft war ich darin ausgesprochen mies …

Ich nominiere nun weitere Blogs und bin gespannt, wer ebenfalls etwas schreiben möchte:

Kugelfisch-Blog

Marmeladenschuh

Mama hat jetzt keine Zeit

Küken und Nest

Keins bestellt, 2 bekommen

Zwergenzimmerchen

Abenteuer Papa

Und hier meine Fragen an Euch:

  1. Was macht Dir die größte Freude?
  2. Worauf könntest Du gut verzichten?
  3. Was liebst Du an den vier Jahreszeiten am meisten?
  4. Die größte Herausforderung des Elternseins ist …. ?
  5. Was magst Du eigentlich nicht besonders, hast es aber bisher ungern mitgeteilt? (Eine Mutfrage :D)
  6. Was ist Dein Lieblingsort in Deiner Wohnung, beziehungsweise Deinem Haus?
  7. Welchen Beruf wolltest Du ausüben, als Du ein Kind warst?
  8. Was kann Dich einfach immer aufheitern?
  9. Gibt es ein ungesundes Essen, das Du richtig gerne futterst?
  10. Welcher Duft erinnert Dich am ehesten an die Kindheit?
  11. Was liebst Du am bloggen besonders?

Blogparade: #männerrollen

Neue Männerrollen: Schon die Kleinen helfen mit.

Neue Männerrollen: Schon die Kleinen helfen mit.

Die liebe Bettina vom Frühen Vogerl hatte eine sehr gute Idee zu einer Blogparade. Kaum hatte ich ihren Artikel dazu gelesen, war ich Feuer und Flamme, denn genau die Beobachtung ihrer Freundin habe ich auch schon oft gemacht:

Die Männer sind oft nur Randnotizen der Mama-Blogs.

Ja, ich lese, was die Mütter fühlen, erleben, denken, suchen, was sie belastet und freut  – aber was ist mit den Vätern? Was sind ihre Gefühle, Gedanken und Ideen zur Elternschaft? Was machen sie mit den Kindern gern, was nervt sie, was belastet sie und was ist überhaupt ihr Job?

Diesen Blog hier startete ja Mr. Essential, weil er mich einfach nicht dazu bewegen konnte, als Mama-Bloggerin zu starten. Er sagte immer: „Was du mir abends oft so von den Kindern erzählst ist so witzig, so originell – Du solltest bloggen.“

Ich habe aber irgendwie nicht anfangen können. Vielleicht dachte ich, das sei mir zu viel oder ich fand irgendwie keinen Einstieg. Er begann jedenfalls damit, aus unserem Familienleben zu berichten und ich las es begeistert. Später wurde es zum Ritual, mindestens einmal wöchentlich per Beamer den Blog zu lesen – und zwar mit der ganzen Familie.

Im Blog ist er also sehr präsent und unseren Leser*innen bekannt.

Ich würde ihn im Rahmen der Blogparade gern genauer vorstellen und seine Rolle in unserem Familiengefüge ein bisschen beleuchten.

Über Mr. Essential

Er ist 37 Jahre alt, seit 12 Jahren verheiratet, PR-Berater von Beruf und kann Besserwisser nicht leiden, grillt sehr gerne und nimmt leider schon zu, wenn er ein Stück Schokolade anguckt. Er ist nicht eitel, aber achtet sehr auf sein Äußeres. Er ist ein waschechter Karrieremensch. Als kleiner Junge hatte er ein fluoreszierendes Dinosaurierskelett auf dem Schrank, das seine Eltern in der ersten Nacht nach dem Aufbauen entfernen mussten, weil er sich davor gruselte. Als Kind war er sehr anhänglich, verschmust, vorsichtig und sensibel. Er konnte stundenlang Fußball spielen und dann am Wasserhahn an der Kirche zwei Minuten lang trinken. Er geht gern zwei mal pro Woche in der Mittagspause ins Fitnessstudio und versucht immer wieder, ein Mal pro Woche Home Office zu machen – das scheitert meist an seinen tausend Terminen.

Er ist in unseren Gesprächen über Erziehung meist eher klassischerer Ansichten als ich. Er wäre der „Strengere“, wenn er denn genug da wäre um großen Einfluss zu nehmen. Ich lege meinen Fokus sehr darauf, dass unsere Kinder im emotionalen Gleichgewicht leben können, sich selbst kennenlernen und reflektieren. Er findet, sie sollten weniger „verpeilt“ und faul sein und ärgert sich über herumstehende Schultaschen, achtlos hingeworfene Schuhe und besonders über verschüttete Becher. (Darüber ärgere ich mich den ganzen Tag, daher bin ich eher genervt als noch wegen einer dieser Phänomene sauer.)

Ich wette, er hätte gerne mehr Zeit und weniger Müll in seinem Leben.

Da er zwischen 10,5 und 11 Stunden am Tag nicht hier ist und erst zur allerbesten Fast-Zubettgeh-Zeit nach Hause kommt (zwischen 19 und 19:30Uhr), ist er kein allzu aktiver Teil der Haushaltsführung unter der Woche.

Morgens allerdings steht er vor mir auf, weil ich noch mit Nummer 3 im Bett kuschle oder sie schnarcht leise, während ich auf dem iPad die Tageszeitung lese.

Mr. Essential umgeht die krassen Stauzeiten, indem er von zuhause aus schon mal die Arbeit startet. Das führt dazu, dass er Nummer 4 mal einen Trinkbecher füllen oder ihm ein Brot machen kann. Abends sieht er ihn ja immer eher kurz und so haben die beiden noch 15 Minütchen.

Noch ein paar Kommentare von Mr. Essential:

Mir fällt es auch sehr schwer, genug Zeit für den Blog zu finden. Wenn Ihr Euch hier etwas genauer umschaut, werdet Ihr leicht sehen, dass die Beiträge aus der Anfangszeit hier noch sehr kurz und seltener als heute waren. Ich fand es aber schon immer eine schöne Plattform, um Gedanken und Erlebnisse aus unserer Familie zu teilen, auch wenn wir auf einer öffentlichen Seite natürlich recht genau darauf achten, wie wir hier etwas teilen – und was. Ich kann schon verstehen, dass Männer generell etwas unterrepräsentiert sind in der Familien-Blogosphäre – während die Vaterschaft typischerweise mit mehr Berufstätigkeit einher geht, sind Mütter doch deutlich mehr zu Hause und haben ob der besonderen „Isolation“ im Leben mit kleinen Kindern einen größeren Wunsch, sich über soziale Medien auszutauschen. Dennoch finde ich es schade, dass wir Väter hier mal wieder weitgehend in der Versenkung verschwinden und dadurch ein veraltetes Rollenbild transportieren, das so heute ja nur noch in wenigen Familien komplett so gelebt wird. Ein Blog ist natürlich keine Pflicht, aber er kann echt Spaß machen und hilft auch, seine eigene Einstellung zur Familie zu reflektieren und ein paar neue Perspektiven zu gewinnen. Von daher, liebe blogscheue Mitväter: Kommt ruhig mal aus der Deckung, es lohnt sich! 🙂