Therapie mit Waage

Nummer 2 backt (Brownies in Herzform für Valentinstag <3). Dabei muss sie 200 Gramm Butter abwiegen. Eine Waage möchte sie aber nicht verwenden.

Ich so: „Du kannst auch ein Fünftel von einem Stück Butter abschneiden, dann hast Du auch 200 Gramm.“

Sie brummt und will nicht rechnen. Dann kreischt sie und will nicht rechnen. Am Ende springt sie im Kreis und will nicht rechnen.

Schließlich hält sie meiner Frau die Waagschale mit einem Stück Butter vor die Nase.

„Sind das 200 Gramm?“

Meine Frau: „Das kann schon hinkommen. Aber eins verstehe ich nicht: Warum tust Du die Butter in die Waagschale und fragst dann doch mich?

„Weil ich der Waage nicht vertraue!

Vielleicht sollten die beiden mal eine Therapie machen, die Waage und Nummer 2. Sie haben ja scheinbar ein gestörtes Vertrauensverhältnis.

Kekse!!!

Als ich gerade nach Hause kam, hatten die Mädels Kekse gebacken. Meine Frau, die von Vorwehen auf der Couch in der Mencave festgepinnt war (und daher das Spektakel nur gehört, aber nicht gesehen hatte), fragte mich ein wenig besorgt:

„Und, wie sieht meine Küche so aus?“
Ich antwortete (wahrheitsgemäß): „Na ja, als ob die Kinder Kekse gebacken haben.“

Ich hielt die Mädels dazu an, aufzuräumen und fertig zu werden, da sie noch den „Hobbit“ gucken wollten. Nach ungefähr zehn Minuten kam ich zurück, Nummer 1 stand in der Küche und wischte die Arbeitsplatte, während ihre Schwestern sich verdrückt hatten.

Meine Frau: „Und? Wie sieht es aus?“
Ich: „Ziemlich ordentlich – gut gemacht, Nummer 1!“
Meine Frau: „Ich habe ja gesagt, Nummer 1 ist meistens sehr hilfsbereit.“
Dazu Nummer 2 (einen Keks kauend): „Dafür sind wir sehr fressbereit!!“

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