Aliens essen

Gerade zeigte meine Frau mir einen pinken Schleimklumpen.

„Die Clothilde hat mir das heute gezeigt und gesagt das wäre Alien-Kacke,“ meinte sie.

Ich guckte für einen Moment dämlich und assoziierte dann wild.

„Kennst du Eating Aliens?
„Kenne ich was?“
„Das ist ein Buch von einem Amerikaner, der sagt, man solle invasive Spezies* essen.“
„Invasive Spezies? Was soll man denn da essen?“

Nummer 2 meldete sich aus dem Nebenzimmer zu Wort.

„Deutsche?“

Ich weiß nicht, wie sie darauf kommt. Aber gut, es ist historisch gesehen durchaus zutreffend. Guten Appetit wünsche ich dann …

*Seine Story zu dieser Erkenntnis lautet übrigens:  “I looked around and said, ‘hey I’m really good at hunting and killing stuff and writing and teaching, if I focus all this on invasive species there’s a potential here to do some real good’.“ Bestechend ehrlich, würde ich sagen.

Was sind Amis?

Beim Mittagessen:

Nummer 1: „Wer hat eigentlich die Jägersauce erfunden? Jemand wie die Frau mit der Currysauce?“

Meine Frau: „Meinst Du etwa meine Heldin Hertha Heuwer“?

Nummer 2: „Ja stimmt, die hat die Sauce doch für die Amis erfunden, nach dem Krieg.“

(Bei uns ist Currywurst nicht einfach nur ein Essen. Currywurst ist eine Idee. Und Hertha Heuwer, die Godmother der Currysoße, ist eine Friteusenheilige.)

Nummer 3 schaut verwirrt. Dann fragt sie:

„Was sind Amis?“

Nummer 2: „Amerikaner.“

Kurze Pause. Dann wieder Nummer 3: „Also ich mag Amerikaner nur, wenn da dieser weiße Überzug drüber ist.“

Ihr skeptischer Blick verriet, dass sie sich nicht erklären konnte, warum jemand Currysoße auf einen Amerikaner kippen sollte.