Einblicke: Meine Woche

Immer mal wieder bitten Leser*innen mich, doch mal etwas über meinen Alltag zu schreiben. Und heute ist der Tag, an dem ebendieser Alltag mir dazu genug Zeit lässt.

Meine letzte Woche und ein Ausblick auf die laufende:

Montag

6:30 Wecker klingelt. Im Bett Zeitung lesen (digital). Dauert ewig, bis diese heruntergeladen ist. Nummer 1 und Nummer 3 sind kränklich und bleiben zu Hause. Nummer 2 rafft sich in der kommenden halben Stunde zur Schule auf.

8:30 Nummer 4 bei der Tagesmutter abliefern. Wie an jedem Montag eine etwas sensible Angelegenheit.

9:00 Treffen mit meiner Mit-Katechetin zum Besprechen der Vorbereitung auf die Erstkommunion. Wir lernen uns kennen, trinken einen Kaffee zusammen, schlagen die Ordner auf und gehen die einzelnen Stunden bis Weihnachten durch. Es gibt viel zu besprechen. Am Ende reden wir noch über die Grundschule unserer Kinder und tauschen uns über Probleme aus.

12:10 Ende des Treffens und Fahrt zur Tagesmutter. Ab 13 Uhr wird meine neue Waschmaschine geliefert, die, wie auf Facebook mehrmals berichtet, eine ganz eigene und nervige Geschichte hat.

Ich kuschle mit Nummer 4, sehe nach Nummer 3 und beginne zu kochen, während die beiden Größeren nach Nummer 4 sehen.

14:00 Nummer 2 kommt aus der Schule und wäre auch lieber krank gewesen, statt zu lernen: Laune mies.  Es gibt Essen. Und ein bisschen Streit dazu. Wie öfter mal, seit die Großen einen Hormonschub erlitten. Oder mehrere. Die Kinder räumen die Küche und den Esstisch auf. (Nicht zu früh freuen: Sie lassen dabei dauernd etwas stehen und „vergessen“ immer, den Tisch abzuwischen). Nummer 4 macht Mittagsschlaf.

15:30 Die Waschmaschine kommt, kann nicht angeschlossen werden, weil der Anschluss seltsamer weise nicht passt. Ich fotografiere den betreffenden Teil aus der Bedienungsanleitung und bitte Mr. essential, das Teil abends noch zu kaufen. Ich nehme mir heraus, das nicht selbst zu tun, ich soll mich ja schonen und so. Nebenbei scheuche ich Nummer 1 und 2, Englisch zu üben. Komischer Weise haben sie darauf nur bedingt Lust, machen es dann aber.

16:00 Pause: 30 Minuten. Danach ein bisschen bügeln und um

17:00 Die erschöpfte Nummer 4 wecken, der irgendwie krank aussieht. Die Großen wechseln sich an den Nachmittagen ab, jeweils rund 2 Stunden Nummer 4 mitzubetreuen oder auch mit ihm spazieren zu gehen. Nummer 2 spielt mit ihm. Ich räume auf und staubsauge.

18:00 „Wie spät ist es eigentlich, Nummer 1?“ – „Sechs.“ – „Erst? Geht dieser Tag denn niemals um?“ Wir lachen. Ein Kaugummitag. Ich spiele mit Nummer 4 in dessen Zimmer. Er hat einen heißen Kopf.

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Mal wieder krank – wohl eine Runde Bazillen-Pingpong in der Familie gespielt?

18:40 Mister Essential kommt nach Hause, früher als sonst. Und dafür sogar mit der Verjüngung des Waschmaschinenanschlusses. Das Teil kommt dran, Nummer 4 „hilft“ dabei und zur Strafe für all den Ärger (Umtausch der zuvor neu gelieferten Maschine weil beide Schläuche Löcher hatten und der Aquastop undicht war -> Boden nun in Wellen, Versicherung des Anbieters muss kontaktiert werden…) muss sie sofort waschen, was ihre 9-Kilo-Trommel hergibt: Einmal eine 40-Grad-Ladung rein. Habe ja binnen sieben Tagen ohne Waschmaschine von uns sechs Personen genug Schmutzwäsche, um die Maschine sehr gründlich einzuweihen …

Wäschekammer

Juchu – es geht an die Wäscheberge!

20:00 Nummer 4 ist bettfertig und kuschelt mit uns, während er auf dem iPad eine Folge „Oonas Insel“ (Bei Netflix/sehr empfehlenswert) gucken darf. Danach gegen

20:25 geht er ins Bett, was er doof findet. Aber leider dennoch muss. Nach 10 Minuten mit Schimpfen, Beruhigen, Schimpfen, Schaukeln auf Schaukelstuhl, Schimpfend schläft er ein.

Gegen 21:00 Feierabend, Serie an. Ach Halt:

21:30 Waschmaschinenladung in den Trockner tun und nach 30 Minuten rausholen, aufhängen. Danach wieder hinpflanzen und weitergucken.

Dienstag

Dinge wie aufstehen, kochen und so weiter spare ich mir – die sind ja jeden Tag gleich. Während des Mittagsschlafs von Nummer 4 ist meist meine Online-Zeit irgendwann.

Am Dienstag habe ich nachmittags nicht viel außer dem Üblichen zu tun gehabt. Aber ich war spontan einkaufen und habe den Bofrost-Mann (Tiefkühllieferservice) vergessen. Dieser hatte den vorbestellten Pralinen-Adventskalender für Mister Essential vorbeigebracht, den ich für ihn orderte, damit er sich in meiner Abwesenheit damit vollstopfen die Einsamkeit versüßen kann.

Ich habe angefangen, ein Shirt für Nummer 4 zu nähen, habe einige Klamotten geflickt und eine Liste mit den Dingen, die ich für die Kur einpacken muss, geschrieben. Und mir eine Liste mit Sehenswürdigkeiten sowie Supermärkten in der Umgebung rausgesucht: Mal will man dort ja auch vielleicht etwas einkaufen. Spekulatius zum Beispiel.

Mittwoch

Morgens habe ich mich in mein Projekt vertieft.

Um 15:30 hatte ich mal wieder einen Termin beim Therapeuten – die habe ich alle paar Monate, so nach Bedarf. Mehr gibt es nicht, rein krankenkassentechnisch.

Danach bin ich zurückgeflitzt und um 18:00 startete der Martinszug von Nummer 3s Schule. Eineinhalb Stunden ging es durch den Ortsteil, raus in die windigen Felder und wieder zurück. Dann das geleierte Martinsspiel. Mister Essential kam wie jedes Jahr zu spät, suchte uns und eilte unserem Zug entgegen. Nummer 4 weinte und wollte zu Fuß laufen, was aber nicht ging. Am Ende packte ich ihn, Nummer 2 und Nummer 3 ein und Mister Essential stellte sich an der FresstütenMartinstütenausgabe an.

Um 20:00 saßen wir am Tisch und guckten auf das, was wir für die 10,- „Spende“ pro Tüte bekommen hatten. Unter Anderem eine ganz doll nützliche Stirnlampe mit Gummibändern. Ein Kilo Alibi-Vitamine und Smarties, eine Tafel Vollmilchschokolade und so Kleinkrams. Und natürlich den obligatorischen Weckmann. Wow. Begeisterung, Jubel. Ich habe mir dann einen Glühwein heiß gemacht. Nummer 3 hat wieder ein bisschen Fieber (na ja, erhöhte Temperatur) bekommen. Nummer 4 ist auch nicht fit.

Donnerstag

Vormittags Business as usual. Allerdings sind Nummer 4 und Nummer 3 zuhause, das verlangsamt das Business etwas.

15:20 Alle Kinder ins Auto, 30 Minuten zum Opa fahren, wo ich Nummer 1 und Nummer 4 parke, um mit den anderen beiden zum Zahnarzt zu fahren. Dort soll um 16:00 eine Fissurenversiegelung vorgenommen werden, was bei Nummer 2 gut klappt, aber Nummer 3 beginnt zu weinen und die nette Prophylaxespezialistin bricht die Behandlung ab. Ich bleibe noch ein wenig beim Opa, als ich die beiden abhole.

Auf dem Rückweg um 18:00 gibt es Stau, was lästig ist, weil ich mit Mister Essential noch den Wocheneinkauf machen muss. Vor 20 Uhr. Nummer 2 textet ihm, dass ich mich verspäte. Um 20:00 muss ich nämlich zum Treffen der Katechetinnen.

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Hurra: Stau auf dem Rückweg vom halberledigten Zahnarzttermin. Rücklichter als Wochenhöhepunkt?

Zuerst schnell nach Hause, Kinder raus aus dem Auto, Mister Essential rein ins Auto und los zum Discounter. Auf dem Rückweg lässt er mich am Restaurant raus.

Faule Erwachsene

Endlich mal wieder einkaufen: Donnerstäglich grüßt das Aldi-Tier.

20:05 fast pünktlich komme ich an, gesellige Runde, ziemlich lustig. Alles Nötige wird geplant und durchgesprochen. Da ich eine echte Zugezogene und ein totaler Outsider bin, weihe ich mich durch diesen Akt des Socialising ein bisschen ein.

21:40 bin wieder zuhause. Jetzt ein bisschen entspannen und – wie üblich – gegen 22:30 ins Bett.

Freitag

Ich freue mich auf einen Tag mit nur einem Termin: Kieferorthopädin mit Nummer 1.

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Glanzpunkte des Alltags. Hier als Beispielbild: Vorbereitung einer Wurzelbehandlung.

Nummer 1,3 und 4 sind vormittags wieder außer Haus, dafür ist Nummer 2 nun krank.

Ich kaufe ein bisschen in der Drogerie ein, nähe ein wenig weiter, bügle beim Hörbuch und so weiter. Es ist immer ziemlich schnell

12:15 und ich hole Nummer 4 ab.

Danach typischer Alltag. Mister Essential hat Homeoffice-Tag. Diesen hat er, wenn es sich einrichten lässt, jede Woche. Entweder donnerstags oder freitags.

Am Nachmittag bin ich im Nähzimmer und höre Hörbuch – das ist nahe an Wellness! Ich gucke auf die Uhr:

„Was? Schon 16:45? Mist, den Zahnarzttermin für Nummer 1 verpasst und Nummer 4 muss geweckt werden!“

Ich aktiviere Nummer 2, um den Minimann zu wecken und gucke gestresst auf den Kalender, als Nummer 1 lässig nach unten kommt:

„Fahren wir jetzt?“

Hinter ihr Nummer 2 mit einer ziemlich müde aussehenden Nummer 4 auf dem Arm.

Es war 15:45 … also reichte die Zeit, um schnell loszudüsen.

Eigentlich sollte abends Besuch kommen, aber der sagte leider ab, weil er irgendwie den Termin verschwitzt hatte.

Abends, gegen 19:45 fahren wir ins Kino und gucken „Spectre“.

Samstag

Wir frühstücken spät und ich fahre während Nummer 4 Schläfchen zum Ikea. Wir müssen noch unsere Garederobenecke im Flur einrichten.

Das tun wir, nachdem wir zurück sind und daraus ergeben sich, wie so oft, noch weitere Änderungen. Eine Kindergarderobe passte doch nicht wie geplant und so weiter. Wir planen, ändern und freuen uns auf den Feierabend.

Nach den Ereignissen in  Paris ist die Stimmung gedrückt und wir setzen abends irgendwie so gar nicht auf traute, intensive Zweisamkeit wie sonst, sondern setzen uns mit einem französischen Rotwein auf das Sofa und unterhalten uns. Dann sehen wir uns etwas später noch eine Serienfolge an. Der Wecker wird gestellt und wir gehen ins Bett.

Sonntag

7:30 Weckerklingeln. Ich quäle mich aus dem Bett, Mister Essential wirft die Kaffeemaschine an und weckt Nummer 3. Mit ihr geht es zum Vorstellungsgottesdienst der Kommunionskinder 2016. Nummer 1,2, und 3. Nummer 3 ist ganz chic und fragt nur irritiert, wieso ich ihr ein Stoffblümchen ins Haar stecke. Nach so etwas steht unserem kleiner Hulk nicht immer den Sinn. Dafür aber nach Religiösem, wie viele wissen.

8:30 Gottesdienst bis 9:30 danach

9:45 Kirchencafé im Pfarrheim mit Besprechung des Ablaufs und ein paar Keksen. Auf dem Rückweg holen wir beim Bäcker Hörnchen für die Daheimgebliebenen. Wir frühstücken zusammen.

Wir schrauben noch ein bisschen an der Garderobe herum. Mister Essential sicherte den hohen Gartenzaun wegen des Windes, ich nähte das Shirt fertig (Foto folgt) und Mister Essential kochte.

Nummer 3 traf sich mit Freundinnen. Während Nummer 4s Schläfchen guckte Mister Essential „Archer“ und ich nähte für den im Dezember anstehenden 80. Geburtstag von Mister Essentials Onkel einen kleinen Wappenrock mit Barett für Nummer 4. Der Geburtstag wird ein Rittergelage und wir als alt Mittelalterfans lassen uns nicht lumpen und gehen in Kostümen. Und werden auch noch mittelalterliches Liedgut einstudieren. Nur Nummer 4 besaß noch nichts Altertümliches. Jetzt schon, dank zweier Stoffreste in schwarz und gelb, sowie dreier vergoldeter Knöpfe.

Diese Woche

Diese Woche steht unter dem Stern ganz alltäglicher und innerlicher Vorbereitung auf die Kur.

Montag war ein ganz normaler Tag, war nachmittags im Spielzeugladen mit Nummer 3 und Nummer 2, um ein Geschenk für Nummer 3s Freundin und ein paar Kleinigkeiten zu kaufen. Habe viel gewaschen (Nachholbedarf wg. erwähntem Waschmaschinen-Ausfall) und gebügelt.

Schon mal Taschen und Koffer für die Kur herausgeholt, sowie einiges gepackt und rausgesucht. Passen Nummer 4s Schwimmwindeln noch? Wo ist die vorbereitete Tasche mit den Geburtstagssachen für ihn? Und so weiter.

Dienstag gab es um 11:00 ein Gespräch mit der Klassenlehrerin von Nummer 1 und 2. Wir besprachen, was die beiden in der Kur an Unterrichtsmaterial abarbeiten sollen und so Diverses (wenn Lehrer einen mal in den Klauen haben …), um 15:45 war dann der Logopädie-Termin von Nummer 3. Ich holte sie von der Schule ab – mit müder Nummer 4 im Gepäck – dann war gleich das nächste Lehrergespräch. Auch hier eine Kombi aus Elternsprechtag und Kur-Besprechung. Während die Großen eher faul und chaotisch waren, waren Nummer 3s Leistungen besser, ordentlicher und auf dem Weg nach oben. Seit der Noteneinführung waren diese nämlich etwas eingebrochen.

Das Gespräch mit der Lehrerin der Großen aber war so gruselig für mich, dass mir danach schwindelig war und Mister Essential etwas früher nach Hause kam, um eine Lagebesprechung einzuberufen: Fazit waren diverse Veränderungen des Alltags und ein Entzug der Unterhaltungselektronik, die nicht nur unterhält, sondern ablenkt zum Prokrastinieren verführt.

Mittwoch, also heute traf ich mich nach dem Wegbringen Nummer 4s mit einer Freundin um 9:00 zum Frühstück in einem Café, was sehr nett war. Mal wieder unter (einer) Gleichaltrigen, die nicht Mister Essential waren! Um 16:00 ist die erste Katechese-Stunde, während dieser passen die Großen auf Nummer 4 auf. Gegen 17:20 werde ich wieder zuhause sein. Ich muss noch nebenbei waschen und packen.

Um 20:30 treffe ich meinen längsten und lieben Freund. Ja, der Tag ist eigentlich zu lang (vor allem, weil Nummer 4 sich eine nächtliche Heulerei angewöhnt hat, die Mister Essential begünstigte und ihm nun abgewöhnen muss.)Aber ich möchte nicht alle meine Kontakte verlieren, weil ich Kinder habe und die mich so erschöpfen 😀

Donnerstag gibt es dann gleich um ca. 9:15 noch ein Außer-Haus-Frühstück: Mit Cathérine – sie wohnt im gleichen Ort wie unser Opa, 30 Minuten weit weg also. Ich fahre gleich nach dem Wegbringen durch. Um 20:00 die „Katechetinnen-Runde“ – hier werden in regelmäßigen Abständen die anstehenden Stunden des Kommunionsunterrichts erklärt und soweit besprochen. Das geht bis mindestens 21 Uhr. Ich nehme dann Unterlagen und Materialien mit, die ich Freitag zu meiner Mit-Katechetin bringe, bei die Stunden stattfinden.

Freitag sind Nummer 2 und Nummer 3 im Jugendkeller, wo sie mit anderen Kindern und einer ehrenamtlichen Mutter backen und spielen und eine Menge Fanta sowie Chips essen trinken werden. Dort bringe ich sie um 17:00 hin und hole sie um 19:00 wieder ab. Um 20:00 kommen unsere Rollenspiel-Freunde, die meistens bis 23:00 bleiben.

Samstag bringen wir die Kinder allesamt zum Opa. Dort wollten sie vor der Kur noch mal übernachten. Wir haben dann sturmfrei und werden – entgegen sämtlicher lustiger Eltern-Sprüche auf Facebook weder putzen und den Tag verschlafen, sondern die gemeinsame Zeit genießen.

Sonntag sollte ich eigentlich auch wieder um 8:30 in die Kirche, vor allem, da meine Mit-Katechetin da in den kommenden drei Wochen Präsenz zeigen muss. Mal sehen, wie ich das mit ihr abspreche.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Wocheneinkauf

Der Wocheneinkauf

Gestern schon mal als Foto getwittert, heute hinterher: Wie wir unseren Wocheneinkauf machen. Grundsätzlich ja ein ziemlich langweiliges Thema und – ja, wir geben es zu, auch uns begeistert das allwöchentliche Einkaufen nicht besonders. Aber wir haben zumindest ein paar Tricks, die uns einigen Stress ersparen.

1. Die patentierte Essensrotation

Ich habe (gegen den deutlichen Protest von Mrs. Essential, die sich jetzt schon vor der Rente fürchtet) einen Essensplan angelegt. Dieser Essenplans besteht aus einem Google Spreadsheet, in dem folgende Informationen vermerkt sind: Name des Gerichts, Zutaten, Speicherort des Kochrezepts (Chefkoch, ein eigenes Dokument oder gutes altes Papier), ob man die Zutaten im Discounter unserer Wahl bekommt oder was man woanders einkaufen muss, und ob es Fisch/ Fleisch enthält oder vegetarisch ist. Diese Rezeptliste enthält momentan so ca. 30 Rezepte, wobei auch totale Basics dabei sind für die es gar kein Rezept gibt. Vorteil dieser Liste: Man hat alle notwendigen Zutaten auf einen Blick und kann ohne viel Arbeit einfach ein paar Gerichte für die nächste Woche aussuchen, für die man dann einkauft.

2. Kenne Dein Geschäft

Ich persönlich hasse es, in Geschäften einkaufen zu müssen, die ich nicht kenne. Ich will einfach nicht suchen müssen. Ich will auch keine zu große Auswahl – wenn ein Supermarkt mir 100 Joghurtsorten offeriert, ärgert mich das. Für so was habe ich keine Zeit. Also schreibe ich den Einkaufszettel in der Reihenfolge auf, wie die Produkte auch im Geschäft arrangiert sind. Wenn sich Mrs. Essential um den Einkaufszettel kümmert, laufe ich wie ein betrunkener Maulwurf durch den Laden, weil sie solche „Einkaufen für Dummies“-Methoden offensichtlich nicht nötig hat.

3. Kaufe gegen den Strom

Wir machen unseren Wocheneinkauf normalerweise Donnerstag abends 20 Minuten bevor das Geschäft schließt. Niemand will um diese Zeit noch einkaufen – also kriegt man die besten Parkplätze und ist fast allein im Laden. Eine Zeitlang haben wir Samstags eingekauft und für das selbe Ergebnis meist 60 Minuten im Laden gebraucht. Wenn Donnerstag abends die Uhr tickt, brauchen wir nur ein Drittel der Zeit. Obwohl unser Wagen jede Woche bis zum Anschlag voll ist. Ich denke, die Kassiererinnen hassen uns ein wenig – aber wir sind immer vor acht wieder raus.

Kleiner Nachteil: Manche Sachen sind um diese Zeit schon mal weggekauft. Aber 40 Minuten Zeitersparnis machen das wieder wett.

Zuhause angekommen stürzt Nummer 4 sich dann auf die Einkäufe und sucht etwas, was er sich sofort einverleiben kann. Deshalb sitzt er auf dem Foto auch so mitten zwischen den Tüten.

Kinderlose als Kollegen? Mehr Fluch als Segen …

Kinderlose als Kollegen? Mehr Fluch als Segen …

Oben im Bild: Auch Eltern können Foodies. Heute: Brechdurchfalldiät der Tochter.

Disclaimer: Das hier ist – im Gegensatz zum verlinkten Originalartikel – natürlich Satire.

Ich arbeite in einer Branche mit vielen kinderlosen Kollegen. Wenn ich mich darüber mit anderen Vätern unterhalte, denken die meist: „Das ist doch super, da kannst Du immer vorschützen, dass die Kinder krank sind und früh nach Hause gehen!“ Weil – so das Klischee – Kinderlose ja sowieso immer bis Ultimo im Büro rumhängen. Ja, das kann man natürlich maaal machen. Aber wenn man es übertreibt, fangen die irgendwann an böse Briefe in der Brigitte zu schreiben.

Was viele dabei außer Acht lassen: Mit Kinderlosen zusammenzuarbeiten hat auch viele Nachteile. Montagmorgens zum Beispiel schleppt man sich nach einem arbeitsreichen Wochenende übermüdet und entkräftet ins Büro. Die Kinderlosen fragen einen: „Und? Wie war Dein Wochenende?“ und man antwortet: „Och ja, ganz okay …“. Dann erzählen sie davon, wie sie eine Städtetour nach Nizza gemacht, ein neues 8-Sterne-Restaurant ausprobiert oder einfach nur „mal gar nichts gemacht haben“. Dann erinnert man sich durch den Schleier der Müdigkeit, wie man selber das Wochenende verbracht hat: Man ist abends viel zu fertig und früh ins Bett gegangen, nur um morgens trotzdem noch viel zu früh geweckt zu werden. Danach füttert man die Kinder, reinigt den Essbereich mit einem Hochdruckreiniger, der Hochdruckreiniger fällt aus, man googelt nach „Hochdruckreiniger Test“, fährt in den Baumarkt und kauft sich (für das Geld, das man eigentlich in den nächsten „Urlaub“ investieren wollte) einen neuen Hochdruckreiniger. Währenddessen haben die Kinder schon wieder das Haus verwüstet, so dass man den Rest des Tages mit Besen und Müllsack verbringt, bis man schließlich in den Supermarkt startet, um neues Futter für die Meute heranzuschaffen. Abends fällt man völlig erschöpft ins Bett (nicht ohne dass die Kinder sich vorher noch lautstark getritten haben) und nimmt sich vor, am Sonntag mal nichts zu machen. Bis man sieht, dass mittlerweile das Unkraut im Garten die Vorherrschaft an sich gerissen hat und man den kompletten „freien“ Tag mit Machete und Heckenschere im Dschungel verbringt. Zwischendurch – nachdem man wieder zwei Meter freies Blickfeld hat – erkennt man dass das Gartentor schief hängt und die Dachrinne repariert werden müsste. Abends bespricht man mit seiner Frau die Pläne für die nächste Woche (Warum eigentlich? Der Plan ist doch eh immer „von morgens um 7 bis um abends um 9 durchzuackern für Haus, Hof und Kinder) und fällt erneut übermüdet ins Bett.

Aus diesen vielleicht deprimierenden, aber wenigstens bodenständigen Gedanken wird man dann durch Instagram-Fotos aus Nizza herausgerissen. „Und die machen ein Panna Cotta da in diesem kleinen Restaurant – einfach himmlisch …“ Man verkneift sich die Antwort, das man als Dessert immer das isst, was die Kinder auf den Boden werfen – und lächelt so gut man kann. Schließlich will man ja nicht der langweilige Spießer sein, der keinen Spaß mehr hat …

Auch in der Mittagspause kann es wirklich enervierend sein, mit Kinderlosen zusammenzuarbeiten. Während man als Vater die Investition von 150 Euro im Monat für „an jedem Arbeitstag Essen gehen“ nicht verantworten kann, kennen Kinderlose solche Probleme natürlich nicht und probieren auch in der Mittagspause alle neuen Bistros, Food-Trucks und Lieferservices in Büronähe aus, während man selber Getuppertes futtert. Am Schreibtisch, damit man abends schneller nach Hause kommt.

Apropos Abend – auch das ist natürlich ein Problem. Wie oft wird man gefragt „Kommst Du heute noch mit?“ und die Antwort lautet – natürlich – nein, weil man zuhause gebraucht wird. Wenn Kinderlose abends unterwegs sind, lassen sie die Sau raus – für Eltern sind das Überstunden. Sich betrinken kann man eh nicht, weil man aus der Stadt raus ins „Grüne“ pendelt (Unkraut!!!), was natürlich nur mit dem Auto geht. Während die Kollegen also tolle Fotos von irgendwelchen Events posten, wischt man zuhause den kranken Kindern hinterher und fragt sich, ob man irgendwann auch mal Spaß hatte.

Auch in den sozialen Medien machen sie einen fertig. Dauernd Fotos von irgendwelchen „geilen Konzerten“, während man sich mühevoll alle vier Wochen mal ein harmonisches Familienfoto zusammenkratzt, damit einem das eigene Leben nicht völlig außer Kontrolle vorkommt. Dauernd neue Freunde, während man seine bestehenden nicht mal treffen kann, weil die Kinder permanent krank sind. Dauernd neue Designermöbel und -klamotten, während man selber nur auf Ikea (preiswert und kratzfest) und H&M setzt (mit praktischer Teilzahlungsfunktion, wenn mal wieder alle Kinder gleichzeitig neue Sommerklamotten brauchen).

Es ist wirklich deprimierend. Ich will das alles gar nicht wissen. Manchmal frage ich mich, warum es eigentlich keine Spezialarbeitsplätze für Kinderlose gibt, wo sie sich gegenseitig mit ihren Freizeitvergnügungen und Konsumfreuden beharken können, anstatt hart arbeitenden Vätern wie mir damit die Laune zu versauen.

Die häufigsten Sätze …

  

„Ich war das nicht.“ (Kinder)

„Wo ist denn dasunddas?“ (Alle außer Mama)

„Dasunddas ist nicht hier!“ (Alle außer Mama)

„Doch, das ist da. Vielleicht musst du einfach mal was hochheben und drunter gucken!“ (Mama zu allen)

„Wer hat denn schon wieder das Klopapier leer gemacht und nicht nachgefüllt?“ (Mama+Papa)

„Wo ist Mama?“ (Alle)

„Eure Faulheit ist mit Abstand das Schrecklichste in meinem Leben!“ (Mama)

„Oh Mann, ist Nummer 4 süß!“ (Alle)

„Nein, wir fahren alleine einkaufen – das ist unsere romantische Pärchenzeit.“ (Mama+Papa)

„Benutzt euer eigenes Gehirn, nicht meins.“ (Mama)

„Räumt euren Krempel hier weg!“ (Papa)

„Wenn ich sage, es ist Schlafenszeit, meine ich nicht: Fallt wie tot auf dem Sofa um und rutscht dann wie knochenlos zu Boden.“ (Papa)

„Ham! Nam! Mama!“ (Nummer 4)

„Ist es echt erst halb Zehn am Freitagabend? Fühlt sich aber an wie 3 Uhr nachts.“ (Mama und Papa)

„Ich muss das nicht machen. Ich hab gestern schon was gemacht.“ (Nummer 1 und 2. Besonders Nummer 1)

„Lass den Staubsauger an!“ (Staubsaugende Personen zu Nummer 4)

„Nummer 1 liegt schon wieder im Bett und guckt Let’s Plays anstatt aufzuräumen!“ (Nummer 3)

„Hätte mir früher nie träumen lassen, dass ich gerne mal um Zehn im Bett liege, also abends.“ (Abwechselnd Mama und Papa)

„Das Leben ist eins der schwersten. Wobei, ich hatte schon schwerere.“ (Mama)

„Habt ihr schon die Treppe freigeräumt?“ (Mama)

„Wo ist meine Bürste? Ihr habt eure eigenen!“ (Mama)

„Darf ich duschen? Auch echt nicht wieder eineinhalb Stunden. Würklich nücht!“ (Nummer 3)

„Also ICH hab das noch nieee falsch gemacht. Bin ich jetzt der bessere Mensch?“ (Nummer 2)

„Ajo Wawa! Ajo Dada!“ (Nummer 4)

Danke, Mara, für die prima Idee und die Erlaubnis, sie nachzuahmen. 🙂

Segen ist der Mühe Preis oder: Das Grauen in 30 Strophen

Freut sich sicherlich, noch als Strafmaß Verwendung zu finden: Friedrich Schiller

Freut sich sicherlich, noch als Strafmaß Verwendung zu finden: Friedrich Schiller

Nummer 1 und Nummer 2 schreiben morgen eine Deutscharbeit. Beim Gute-Nacht-Sagen baten sie darum, wir mögen ihnen unsere Daumen drücken.

Ich: „Daumen drücken, aha. Okay. Ich habe durchaus bemerkt, dass ihr die Arbeit zwar in den Kalender eingetragen, aber nicht dafür geübt habt. Ihr wisst ja, was ich dazu sage?“

Nummer 2 (leicht leiernd): „Wenn wir eine Arbeit schreiben und nicht meinen, dafür üben zu müssen, dann darf sie nicht schlechter als eine Zwei werden.“

Ich: „Genau. Und damit das gut funktioniert habe ich mir etwas Formidables ausgedacht: Für den Fall einer Note Drei und schlechter zeige ich euch nun ein Gedicht, das ihr dann entweder abschreiben oder auswendig lernen müsst.“

Gebannte Blicke auf den Bildschirm. Ängstliche Vorahnungen lassen die beiden sich aneinander klammern.

Nummer 1: „Was ist denn das für ein Mist? Du scrollst und scrollst und das Gedicht ist nie vorbei…!“

Ich: „Ja-haa, meine Liebe. Das hier ist Schillers Glocke!“

Nummer 2: „Ein Albtraum ist das! Da schreib‘ ich lieber den Herrn der Ringe ab. Wie konnte dieser Schiller-Heini seine Lebenszeit bloß mit so einem Mist verschwenden?“

Mister Essential (ehrfurchtgebietend): „Das ist ein Monument deutscher Dichtkunst.“

Nummer 2: „Aber Mama hasst Schiller!“

Ich: „Eben darum wirst du ihn auswendig lernen. Das soll ja eine Strafe sein. Eine schmerzhafte Strafe. Eine demütigende Strafe. Die Göttin der Strafen!“

Nummer 2: „Aber das ist total ungerecht! Und außerdem total unpädagogisch! Man straft nicht für schlechte Noten. Ihr habt immer gesagt, dass das unpädagogisch ist!“

Mister Essential: „Das war früher. Wir glauben nicht mehr an Pädagogik. Wir glauben nur noch an Furcht!“

Ich habe keine Freizeit, ich habe Kinder

Das habe ich letztens so sinngemäß bei Twitter gelesen und das ist thematisch so ziemlich bei mir eingeschlagen. Ich meine, dass man als Eltern in der Abendplanung deutlich eingeschränkter ist als ein kinderloses Paar oder gar ein Single – geschenkt. Aber bei uns ist es so, dass wir buchstäblich gar keine freie Zeit mehr haben, seit Nummer 4 auf der Welt ist.

Ich habe letztens in der Brand Eins gehört (Hörmagazin auf der Fahrt zur Arbeit – Zeitoptimierung), dass Deutsche im Schnitt pro Werktag 6,5 Stunden Freizeit haben. Diese Zahl ist zwar utopisch – hoffe ich zumindest – aber wir haben so maximal eine Stunde pro Werktag echte Freizeit. Wenn wir Glück haben. Häufig verwenden wir diese zum Bloggen 🙂

Das Blöde daran ist, dass wir nicht zu den Menschen gehören (wenn es die denn gibt), die ihr eigenes Leben mit der Geburt des ersten Kindes freudig an den Nagel hängen. Wir wollen unser Bett möglichst bald wieder für uns haben, wir verlangen von unseren Kindern, dass sie halbwegs funktionieren und dass sie uns – irgendwann, irgendwo – auch mal unsere Freiräume lassen. Trotzdem reicht es einfach nicht.

Letzte Woche bekam ich nach einem beruflichen Termin in Hamburg eine Push-Nachricht von Wunderlist. „Praxis Dr. Stromprobleme anrufen“. Ich beömmelte mich im Fahrstuhl und erklärte den fragend blickenden Kollegen, dass ich gerade eine lustig autokorrigierte Nachricht aus der To Do-Liste meiner Frau bekommen habe.

„Ich finde es ja eigentlich lustiger, dass Ihr Euch überhaupt per Wunderlist unterhaltet“, meinten sie.
„Manchmal haben wir tagelang so wenig Zeit miteinander zu reden, dass wir uns nur per Kalendereintrag und To Do-Liste unterhalten.“

Mir war die Befremdlichkeit dieses Vorgehens echt nicht klar. Wir wollen unsere paar Minuten am Abend nicht darauf verschwenden, nur Alltags-Organisationsscheiss zu besprechen, also machen wir das so. Aber bei genauerem Nachdenken … hätte ich auch blöd geguckt, wenn man uns das vor zehn Jahren erzählt hatte.

Aber was will man machen? Ärzte, Lehrer, Handwerker und die Arbeit fordern ihren Tribut, die Kinder sollen auch nicht komplett zu kurz kommen, und selber will man ja auch noch irgendwo bleiben.

Laut Freizeitforschern hat Helmut Kohl uns das eingebrockt.

„Zukunft ist wichtiger als Freizeit“, hat der nämlich gesagt.

Damals richtete sich das gegen die 35-Stunden-Woche. Heute ist es wohl eher das Motto der meisten Eltern.

Memo an unser Leben

Memo an unser Leben

Ohne hier zu sehr auf all das Chaos eingehen zu wollen, was momentan unser Leben ist, möchte ich doch mal ein paar Eindrücke teilen. So sieht es momentan bei uns im Badezimmer aus:

Badezimmerboden IMG_1590

Toll, nicht? Zusätzlich sind auch noch diverse Wände im Flur einfach weg, das Parkett im Erdgeschoss ist abgetragen (teilweise), die Fliesen im Gästebad wölben sich und die Treppe ist mit Wasserflecken übersät …

Und das beste: Obwohl das eigentliche Leck beseitigt ist, können wir das Wasser momentan nicht aufdrehen, da irgendwas mit der Druckprüfung nicht richtig funktioniert. 

Aber das ist natürlich noch nicht alles:

  • Einer unserer Kater hatte sich ziemlich übel an der Brust verletzt (so „man guckt auf die Wunde und einem wird ein wenig schlecht“-übel) und musste operiert werden
  • Unsere Familienkutsche hatte einen Platten und wir hatten durch unsere unzuverlässige Werkstatt eine Woche lang kein Auto, in das wir zu sechst überhaupt reinpassen
  • Eine Frau warf sich auf der Landstraße ohne nach links und rechts zu schauen so vor unser Auto, dass ich nur mit einer Alarm für Cobra 11-mäßigen Vollbremsung inklusive Ausweichmanöver einen sehr, sehr schlimmen Unfall verhindern konnte (einen Tag später war unser Reifen übrigens platt …)
  • Meine Frau war (vermutlich wegen all diesen Dingen) mit Herzrasen beim Arzt. Diagnose: Stress.

Wir werden manchmal gefragt, warum wir das alles noch so (relativ – siehe Herzrasen) entspannt hinnehmen können. Die Antwort ist einfach: Wir haben schon viel Schlimmeres zusammen durchgemacht. 

Spaß macht das aber trotzdem nicht. 

Memo an unser Leben: Ich finde, das reicht jetzt auch erstmal.

Alles was Du hast

Kennt Ihr falsche Filmzitate? „Ich bin Dein Vater, Luke“ und so?

Eines meiner falschen Lieblingszitate ist:

„Alles was Du hast, hat irgendwie auch Dich.“

Das Original lautet:

„The things you own, they end up owning you.“ (Fight Club, 1999)

Ich kann mich aber nicht umgewöhnen und ich finde eigentlich meine Version auch sinnvoller. Da ist nämlich nix mit irgendwann, kauf Dir irgendwas und es hat Dich sofort. Zumindest sofern es einen gewissen Wert hat.

Ich sage diesen Spruch, wenn eine Röhre aus unserer Solaranlage verrutscht ist, wenn die Autos Reparaturen brauchen, wenn ich mal wieder sehe was wir eigentlich noch alles „machen müssten“. Ich habe mittlerweile eine ganze Menge Zeug, das mich hat. Bilanz dieser Woche beispielsweise?

  • Auto Nummer 1 für 1.000 Euro repariert, 400 Euro stehe noch aus.
  • Auto Nummer 2 muss noch für 800 Euro repariert werden, 700 stecken schon drin.
  • Währenddessen wuchert das Unkraut durch meinen Rindenmulch – und der Gärtner, den meine Frau mir letzte Woche andrehen wollte, kam einfach nicht.
  • Nummer 2 hat irgendwann diese Woche den Passcode ihres Handys vergessen (und wer darf rausfinden, wie man das wieder in Gang kriegt? Ratet mal.)
  • Der komische Grünstreifen neben unserem Grundstück, der nicht (!) uns gehört, ist bald mannshoch zugewuchert – daraus lerne ich: auch Sachen die ich nicht habe, haben mich.

Ich höre jetzt mal auf, ich glaube das Prinzip ist verständlich. 

Ich komme übrigens nicht zum bloggen momentan, weil ich so viel arbeiten muss, damit ich das Geld verdiene, von dem ich mir dann Sachen kaufe die … you name it. 

Wie ging noch das zweite berühmte Zitat aus Fight Club? 😉

Klopapier und Rosen

Ich habe ja schon langsam das Gefühl, Euch mit unserer aktuellen Vorliebe für The Middle zu langweilen. Aber leider ist die Show so unglaublich lebensnah, dass sich manche Sprüche bei uns regelrecht in den Alltag einschleichen.

Wie zum Beispiel Klopapier und Rosen. Hm, okay, eigentlich wird Klopapier und Rosen dort nie wirklich gesagt – aber wir fanden es so unglaublich treffend, wie der Vater am Valentinstag in der Tür stand, in der einen Hand Rosen, in der anderen … Klopapier.

„Ist das cool“, meinte meine Frau. „Genauso ist es doch in echt, man hat nicht mal Zeit in Ruhe Rosen zu kaufen, weil zuhause währenddessen das Klopapier ausgeht.“

Es gibt wirklich deutlich bessere Zeiten für Romantik als die Babyzeit. Jedenfalls ist Klopapier und Rosen seitdem unser Synonym für die zahlreichen Liebestöter des Alltags mit kleinen Kindern.

So auch heute morgen. Ich sitze im Auto und mir fällt ein, dass Nummer 3 Geld mit in die Schule nehmen muss. Also nehme ich schnell eine Sprachnachricht per Whatsapp auf, um meine Frau nochmal daran zu erinnern. Ihre Antwort:

„Da dachte ich, ich bekomme eine romantische Nachricht von Dir – und was kriege ich? Klopapier und Rosen.“

Meine Antwort: „Na ja, in diesem Fall eigentlich nur Klopapier.“

Ein weiteres Beispiel: Samstags fahren wir momentan nur mit Nummer 4 in den real und kaufen an. Manchmal will eines der Mädels mitkommen. Dann antworten wir:

„Nein, der samstägliche Einkauf ist im Moment unsere einzige Pärchenzeit, da nehmen wir Euch nicht mit.“

Das hat sich zwar durch aktuellen Babyeinfluss verschlimmert, aber Babys sind nicht die einzigen Treiber für diesen Effekt. Wie oft waren die Mädels bei meinem Vater und wir sahen uns einem kinderfreien Freitagabend oder sogar Wochenende gegenüber.

„Und? Was machen wir heute abend? Wir könnten Essen gehen oder eine Flasche Wein aufmachen…“

„Essen gehen? Klingt ziemlich weit … ich bin sooo fertig …“

„Okay, vielleicht bestellen wir uns einfach was und gucken einen Film?“

„Aber das können wir doch jeden Abend machen … wobei … lass uns einfach beim nächsten Mal rausgehen. Okay?“

Ihr könnt Euch denken, was beim nächsten Mal passierte. Klopapier und Rosen. Man kann sich gar nicht vorstellen, was es für Unmengen an Alltagsscheiss gibt, die einen von den schönen Dingen des Lebens abhalten, nicht wahr?

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Es gab auch andere Zeiten – und die kommen irgendwann auch wieder …