Produkttest: Der Babycab David von Babywalz

Heute gibt es bei uns mal einen Produkttest.

Wir haben mit dem Babycab David einen Buggy aus dem Haus Baby Walz getestet.

Kurzbeschreibung des Babycab:

Der Buggy ist ideal für Familien, die einen praktischen und wendigen Buggy suchen, der klein zusammenzulegen ist. Natürlich ersetzt er keinen stabilen Buggy, mit dem man durch Wälder und über Feldwege flitzen kann, aber als Begleitbuggy im Auto ist er bestens geeignet. Es gibt ihn in den Farben Grau und Navy, er verfügt über ein sehr großes Verdeck (ein „Versteck-Verdeck“) mit einer Tasche für Portemonnaie etc, einen angebrachten Flaschenhalter, einen Einkaufskorb, einen abnehmbaren Spielbügel und ein anzippbares Regenverdeck.Er ist sehr weich gepolstert und natürlich kann man Rückenlehne und Fußstütze verstellen.

Eckdaten des Babcab (alle laut Hersteller):

Funktionen: dreifach verstellbare Rückenlehne, Doppelbereifung, justierbare Bremse an der Hinterachse, Teleskopfederung, abnehmbarer Bügel, 5-Punkt-Gurt mit Polsterung, geringes Gewicht

Gewicht: 7,5 kg

Belastbarkeit: bis 15 kg

Altersempfehlung: ab 6 Monaten

Räder: doppelte Kunststoffräder, vorne schwenkbar, hinten abnehmbar

Lieferumfang: Sport-Aufsatz, Einkaufskorb, Flaschenhalter, Regenverdeck

Der Test

Im Test befand sich unsere Nummer 4 mit den Eckdaten: 2,5 Jahre alt, rund 13 Kilo schwer  (also gerade noch im vom Hersteller erlaubten Gewicht) und 97 Zentimeter groß. Nummer 4 ist ein ausgemachter Tragling – ja, immer noch. Er bleibt ungern in Kinderwagen sitzen und will entweder laufen oder eben getragen werden. Aber für Tests und Neues ist er sehr aufgeschlossen.

Er half mit den Buggy aufzubauen, was sehr einfach ist, da man nur die Räder aufstecken und den Spielbügel anbringen muss. Da er das neue Gefährt quasi erstellt hatte, wollte er es auch sofort ausprobieren. Das ging sehr gut, denn es regnete junge Hunde. Große junge Hunde.

„Wie praktisch!“ dachte ich mir, da unterziehe ich doch gleich den Regenschutz einem Test. Nummer 4 saß, ordnungsgemäß angeschnallt und das Verdeck wurde mittels Reißverschluss angebracht, was sehr gut funktionierte.

Ups …

Raus ging’s und Nummer 4 streckte im Wagen die Beine aus, wodurch er sich recht leicht gegen das Regenverdeck stemmte. Hierbei riss dieses sofort oben beidseitig aus der Stoffeinfassung aus. Es war komplett kaputt an zwei Seiten und so regnete es rein.

Ich habe die schadhaften Stellen des Schrägbands aufgetrennt, den abgerissenen schmalen Teil als Verstärkung genommen und beides aufeinandergelegt wieder eingefasst. Zur Sicherheit habe ich es dann mit engeren Stichen gesteppt und abschließend mit einem Zickzackstich gesichert. Nun scheint es zu halten. Die Stiche zuvor hatten – trotz ihres weiten Abstands – auf die Folie wie eine Perforation gewirkt – man kennt das von Coupons und Ähnlichem: „Bitte an der Perforation abtrennen“ – ja, das hatte gut geklappt!

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Nach diesem Eindruck hatte der Buggy natürlich etwas wiedergutzumachen. Und das hat er absolut geschafft!

Details des Tests:

Die weichen Polsterungen an den Griffen und das geringe Gewicht sowie die Wendigkeit machen das Schieben und Manövrieren sehr angenehm. Wir wohnen idyllisch ländlich und konnte somit nicht nur Asphalt und Bürgersteige, sondern auch etwas rumpelige und unbefestigte Wege testen und selbst da hielt er sich erstaunlich gut.

Wir waren auf einem Naturwanderpfad, in der Stadt, sind am Rhein entlang und den Deich hinauf. Alles ging ganz wunderbar.

Die Fußstütze und Rückenlehne lassen sich supereinfach verstellen. Natürlich baumeln bei größeren Kindern die Unterschenkel herunter, wenn man die Fußstütze hochstellt. Dabei wollte unser kleiner Tester die Beine dann anwinkelt und dabei die Füße aufstellen – da war dann aber der Sicherheits/-Spielbügel im Weg. Entfernt man diesen, baumelt das Stoffstück herum, durch welches das Kind zusätzlich gesichert ist.

Die Gurte funktionieren sehr gut. Die Schulterpolster sind leider (wie bei zu vielen Wagen) nicht an der Rückenlehne befestigt und rutschen dadurch lustig bis zum Bauch herunter. Dafür ist das Kind blitzschnell an – und abgeschnallt, die Gurte sind sehr gut zu bedienen.

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Ausreichend Platz, ein Flaschenhalter, wenige Räder und ein großes Einkaufsnetz

Das extragroße Verdeck schützt vor Sonne und Wind. Im Liegen kann man es wie eine kleine Höhle ausfahren und das Kind durch das kleine Sichtfenster dennoch sehen, was beiden Seiten gut gefällt. Nummer 4 schläft in Kinderwagen eigentlich nicht – vor allem, weil er nie lange genug darin sitzt. Aber hier hat er sich immerhin gerne eingekuschelt und entspannt, was er als sichtbar angenehm empfand.

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*Schwupps*…. ist das Kind vom Verdeck verschluckt worden 

Man kann ihn sehr einfach zusammenlegen und aufbauen. Der Buggy passt sehr gut in den Kofferraum. Gut, unser Kofferraum ist eine Art Zweiraumwohnung aber er passt ebenso in einen Kleinwagen. Zudem sind die Hinterräder abnehmbar, falls es doch eng werden sollte, weil man mit Tante Elfriede und den fünf Kindern in Urlaub fahren möchte und einfach kein Platz mehr neben der Hutschachtel ist.

Zu den Äußerlichkeiten jenseits der inneren Werte:

Der Buggy ist nicht in quietschpink oder auch andersartig bunt gemustert erhältlich. Ich empfinde das als etwas Positives, aber das ist eine klassische Geschmacksfrage. Wenn man gerne gegenderte Kindersachen hat, dann sind die Farben Grau und Navy wohl eher der Männlichkeit zuzuordnen. Ich finde sie einfach als sehr angenehm und hatte schon immer eher Kinderwagen in den Farben Braun, Navy, Khaki, Schwarz und Co.

Er sieht ganz und gar nicht futuristisch und schnittig aus, sondern eher klassisch und bequem. Das Verdeck ist von innen teilweise gesteppt und der Sitz ebenfalls. Dies sorgt für eine gewisse Dichtigkeit und Polsterung, sieht aber auch eher zeitlos als modern aus. Insgesamt wirkt das Design (nein, ich werde niemals „Dessin“ schreiben!) zurückhaltend und stilvoll.

Anmerkung:

Wir sind eigentlich keine Fans klassischer Kinderwagen mit vorwärtsgerichteten, niedrigen Sitzen für die Kinder und unser allergeliebtester Wagen (inzwischen an sehr liebe Freunde verkauft) war der Xplory von Stokke, weil das Kind sehr hoch sitzt und in beide Richtungen schauen kann. Dennoch hat ein faltbarer Buggy – besonders für größere Kinder – einige Vorteile, wenn man ihn nicht stundenlang verwendet. In diesem Rahmen ist der Babycab David ein wirklich sehr guter Kinderwagen.

Er wurde mir von BabyWalz zur Verfügung gestellt, wofür ich mich bei Sparbaby.de beworben hatte. Den Test diesen tollen Buggys wollten wir hier gerne veröffentlichen.

 

Produkttest: Kiddy click’n move 3

Produkttest: Kiddy click’n move 3

Wir testeten den kiddy click’n move 3.

Der Kinderwagen wurde uns zur Verfügung gestellt von der Firma kiddy und der Test entstand mit Unterstützung von mibaby.

Wir haben den Kinderwagen ein paar Wochen lang gründlichen Tests unterzogen. Er trat in unserem kritischen Haushalt gegen eine nicht gerade kleine Konkurrenz an, denn sonst schieben wir ja den Stokke Xplory – nicht gerade die billige Wackelkarre unter den Kinderwagen. Hatten wir uns ja ganz bewusst gegönnt, als Nummer 4 kam.

Wie sollte ich die Testphase ohne meinen geliebten Coffee-To-Go-Halter nur überstehen? Und überhaupt sitzt ein Kind ja sehr niedrig in normalen Kinderwagen – wie würde Nummer 4 das finden? Wie viel Platz nimmt der zusammengeklappte Wagen in der Familienkutsche weg?Lässt er sich auch einhändig schieben und ist sehr wendig? Wie ist die Federung? Und wie die generelle Handhabung?

Der Wagen war superschnell aufgebaut und die Farbe Apple zusammen mit Schwarz erinnerte die Großen und mich hier irgendwie an die fiesen Creeper aus Minecraft. Das kam gut an.

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Der Wagen hat diverse Features, die ich mal eben aufzählen will:

  • Riesiges Verdeck, das man innen per Druckknopfriegel in der Größe regulieren kann, so dass man es auch einfach kleiner lassen kann.
  • Dreifach verstellbare Rückenlehne (geht butterweich ohne irgendein Klacken oder Einrasten)
  • Großer Einkaufskorb mit innenliegenden Klettverschluss-Seitenfächern und vor allem einer Abdeckung mit Reißverschluss
  • Fußstütze mehrfach verstellbar
  • Große und stabile Räder
  • Abnehmbarer Spielbügel
  • Durchdachtes Gurtsystem, ähnlich wie im Autositz/in der Babyschale
  • Im Spielbügel befindet sich ein faltbarer Regenschutz für die Beine.
  • Der Sitz kann in zwei Richtung aufgesetzt werden
  • Höhenverstellbarer Schieber
  • Verschließbares Dachfenster im Verdeck
  • Der Kinderwagen ist optional mit separat erhältlichen Babywanne oder Babyschale fahrbar
  • Kleines Reißverschlussfach am Verdeck für Schlüssel/Handy/Geldbeutel

Nach dem schnellen Aufbau wollten wir loslegen. Nummer 4 schlief noch, aber kaum war er unten bei uns, stürzte er sich auf den Kinderwagen. Irgendwie gefiel ihm die Farbe wohl. Oder das ganze Design – wir konnten ihn ja nicht fragen. Und wir ahnten nicht, dass er von da an mehrmals täglich brummend und fordernd am Wagen hängen würde, um uns zum Spaziergang aufzufordern …

Der Wagen fuhr sich sehr gut, ich musste mich allerdings wegen des Schiebers umstellen – den Xplory schiebe ich, indem ich da irgendwie lässig meine Hände verkeile. Das ging hier nicht. Dafür ist der Griff schön gepolstert und ich habe ich schnell umgewöhnt.

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Wir sind über Kopfsteinpflaster, Feldweg und Asphalt spaziert und es schien im Wagen immer sehr angenehm zu sein. Die Federung ist sehr gut. Nummer 4 liebte den Wagen sofort und die Großen zankten sich, wer ihn als nächstes schieben dürfe.

Die Rückenlehne lässt sich geräuschlos mittels eines Bügels verstellen. Diesen zieht man leicht an und schon kann man die Liegeposition auswählen. Nummer 4 guckt sich immer gerne um und verzichtet auf das Liegen – auch wenn seine Augen ganz verdächtig klein sind.

Das große Verdeck ist klasse – wir haben keinen Sonnenschirm vermisst bisher – aber auch diesen gäbe es im passenden Design. Man kann es an der Innenseite an mehreren Druckknopfbändern so zusammenklicken, dass man es in der Größe reduzieren kann. So reicht ein Griff und einmal Ziehen, um das Verdeck entweder riesig oder eben normal groß nach vorne zu befördern.

Diese Regenverdeck-Geschichte fanden wir alle besonders gelungen:

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Nummer 4 fand diese dadurch entstehende „Höhle“ sichtlich gemütlich und ich kann mir vorstellen, dass leichter Regen sehr gut davon abgehalten wird. Wenn man beim Stadtbummel von ein bisschen Regen überrascht wird, dann reicht dieser Schutz aus.

Der Wagen lässt sich sehr gut navigieren und ebenfalls gut einklappen. Okay, wenn man den Dreh raus hat. Es dauerte ein bisschen, bis das bei uns der Fall war: Man schiebt den Wagen eher in sich zusammen, als dass man ihn klappt. Dazu gibt es zwei „Hörnchen“ an denen man ihn greift. Wir sahen beim ersten Ausflug mit dem „kiddy click’n move 3“ etwas blöd aus, wie wir ihn auf dem Parkplatz des Vergnügungsparks auf allen Seiten drehten und zerrten … aber gut, so haben wir auch noch die anderen Eltern dort gut unterhalten. Wenn man aber weiß, wie es geht, dann ist die Handhabung sehr gut.

Unser Fazit:

Der Kinderwagen macht einen richtig stabilen Eindruck und wir sind so zufrieden, dass wir ihn sehr gerne als (besonders von Nummer 4 geliebten) Zweitwagen einsetzen. Ich habe prompt eine fabrlich passende Wickeltasche dazu genäht 😀

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Wer nicht selber nähen kann oder will, kann aber auch eine passende Tasche im Zubehör der Firma kiddy finden.

Die ganzen Staufächer sind ganz große Klasse! Man kann den Einkaufskorb unten auch offen lassen, wenn man etwas Größeres darin transportiert – ansonsten ist alles sauber und sicher verstaut.

Der Wagen wiegt knapp über 12 Kilo, was in Ordnung ist, lässt sich auf ein normales Staumaß zusammenklappen (schieben!), bietet ausreichend Sitzfläche und Komfort für den kleinen Mitfahrer/die kleine Mitfahrerin und ist in sehr vielen schönen Farben erhältlich.

Die Federung ist, auch auch Holperwegen, sehr gut und schaukelt das Kind höchstens angenehm. Das Polster ist abnehm – und waschbar. Man kann aber auch sehr gut Keksschmier mit einem Lappen entfernen. Auch das durften wir testen^^

Einzig störend ist, dass die Gurtpolster dauernd herunterrutschen, auch während das Kind die Gurte angelegt hat.Diese könnte man ruhig am Futter des Rückenteils anklicken – vielleicht wären da ein paar Druckknöpfe hilfreich:

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Alles sehr durchdacht, aber gut, der Wagen hat auch den Plus X Award bekommen  – verdient, wie wir finden.