Gerade in der Küche

Ich: „Es wird wahrscheinlich bis zum Wochenende dauern, bis ich die Kiste mit meinen Sommersachen im Schlafzimmer ausräumen kann. Morgens gehe ich aus dem Haus, bevor das Baby wach ist, und abends liegt er auf mir drauf bis ich ihn rüberbringe …“

Meine Frau: „Das ist mir ganz egal, was im Schlafzimmer rumliegt. Von mir aus kannst Du da auch eine Eidechsenzucht eröffnen. Ich bin Existenzialistin geworden.“

Ich: „Müsstest Du dann nicht versuchen, besonders viel Spaß zu haben?“

Sie: „Sind das nicht die Hedonisten?“

Ich: „Ich glaube Hedonisten und Existenzialisten sind miteinander verwandt, Existenzialisten glauben doch dass es außer der Existenz nichts gibt und dass sie deshalb Spaß haben müssten …“

Sie (grinsend): „Also sind sie Antichristen…“

Ich: „Nein das waren noch mal andere.“

(kurze Pause)

Sie: „Oh verdammt. Eigentlich meinte ich Expressionisten.“

Ich: „Was haben die denn jetzt mit unserem Schlafzimmer zu tun?“

Sie (bedrückt): „Ich dachte ich würde ein witziges Wortspiel mit Kunst machen. Aber jetzt fällt mir auf, dass ich einfach wieder reif für einen Übermüdungspost bin.“

Blinkende Wodkafee

Momentan machen meine Frau, Nummer 4 und ich Samstags immer den Wocheneinkauf zusammen. Damit wir alles in einem Geschäft bekommen, fahren wir meistens in den Real. Okay, einer der Gründe ist auch, dass der Real 20 Minuten entfernt ist und wir uns auf der Fahrt dann mal ungestört unterhalten können. Das ist quasi unsere romantische Zweisamkeit – Nummer 4 schläft dann nämlich immer.

(Ja, ein Wunder, wie sehr Babys einen auf das Essenzielle reduzieren, nicht wahr?)

Jedenfalls trafen wir diesen Samstag im Real auf die blinkende Wodkafee. Es handelte sich um ein Promo-Girl im Eisprinzessinnen-Outfit, das den Vertrieb einer neuen Wodkasorte ankurbeln sollte. Leider war sie für den Job scheinbar nicht extrovertiert genug – anstatt die Einkäufer anzusprechen, stand sie nur etwas deprimiert in ihrer Wodkabude. Meine Frau bemerkte das und stieß mich an:

„Guck mal da, ist die nicht niedlich?“
Ich: „Auf jeden Fall – die sieht auch noch aus wie dieses eine Mädel aus dem Narnia-Film.“
Meine Frau: „Dann geh doch mal hin und trink einen Wodka.“
Ich: „Ich möchte Samstags morgens keinen Wodka trinken.“
Meine Frau: „Ich trinke überhaupt keinen Wodka – aber ich überlege wegen ihr ernsthaft, damit anzufangen.

Wir nannten sie unsere blinkende Wodkafee, denn der Wodka, den sie anpreisen sollte, blinkte in der Flasche. Die Marke haben wir aber um ehrlich zu sein vergessen.

Ich wollte sie fotografieren, aber ich glaube das hätte Probleme mit den Bildrechten gegeben.

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Der Doofperativ ist dem Imperativ sein Tod

McDoofperativ

Ja, liebe Human Resources-Abteilung von McDonald´s, ich verstehe dass Ihr jungen Leuten gerne eine Chance geben wollt. Aber bitte, bitte lasst doch nicht die Praktikanten die Texte machen.

Oder ist das ein Bibelzitat?

„Wer ohne Modesünde ist, entwerfe das erste Kleid?“

Nachtrag: Müde.

Fünf Stunden geschlafen, davon jede Stunde geweckt oder von alleine aufgewacht (örnks!). Seit 5.00 Uhr wach und seit halb acht im Büro – und jetzt gerade wiedergekommen. Ich habe fertig für heute.

Nur damit Ihr versteht warum ich hier nix Vernünftiges auf die Reihe kriege … 😉

Soundtrack-Nerds

Nummer 1 war gestern bei einer Eiskunstlauf-Vorführung ihrer Freundin und hat uns völlig begeistert eine DVD mitgebracht, die wir gerade ansehen. Wirklich eine sehr schöne Show („Märchenpunsch on Ice“, Krefelder Eislaufverein). Vor allem aber fällt mir auf, dass meine Frau und ich echte Soundtrack-Nerds sind: Während der ganzen Show rufen wir uns die Titel der Lieder zu, die für die Show verwendet werden.

Das kann naheliegend sein:

„Concerning Hobbits von Howard Shore!“
„He’s a Pirate von Klaus Badelt!“

Aber auch etwas abwegiger:

„Dethrone the King von X-Ray Dog!“
„Ebla von E.S. Posthumus!“

Irgendwo schlägt es sich doch nieder, jahrelang Tischrollenspiel-Sessions vertont zu haben.