Aus der Versenkung – ein Brief an Euch

Ihr Lieben,

die letzten Monate waren schön, aufregend, anstrengend und wunderbar.

Endlich können wir uns hier zurückmelden. Wir wollen ein paar Fotos aus unserem neuen Zuhause zeigen und erzählen, wie unser Leben sich seit dem Umzug im August verändert hat.

Was bisher geschah

Der Umzug ist nun rund sieben Monate her und wir fühlen uns, als würden wir schon viel länger hier leben.

Hier ein Bild vom Umzug. Morgens um 8. Fertig waren wir um 1:30 Uhr…

Zwischen April und August haben wir über 500 Stunden mit der Renovierung unseres neuen Zuhauses und den Umzugsvorbereitungen verbracht. So quasi „nebenbei“ habe ich den Inhalt des „alten“ Hauses sortiert, zum Teil verkauft und in Umzugskartons gepackt (90 Stück an der Zahl).

Die Renovierungsarbeiten verliefen gut und waren ein richtiges Familienprojekt. Wir schafften es, das Haus soweit vorzubereiten, dass wir einziehen konnten- den Rest wollten wir danach fertigstellen.

Dann kam der Umzug. Er begann morgens um 8 Uhr und endete um 1:30 Uhr in der Nacht. Wir hatten eine uns bereits bekannte Umzugsfirma gebucht.

Ich war die ganze Zeit sehr aufgedreht und glücklich. Als ich endlich im Bett lag, kam ich kaum zur Ruhe.

Mister Essential hatte drei Wochen Urlaub und so hatten wir viel Zeit, uns einzurichten und restliche Arbeiten zu erledigen.

Wir fuhren am nächsten Tag zurück ins alte Zuhause – die beiden Kater waren am Umzugstag verschwunden und unauffindbar gewesen.

(K2 nach dem Umzug. Sichtlich erfreut.)

Auch am Folgetag ließen sie sich nicht anlocken. Wir informierten die neuen Hausbesitzer, die bereits das Haus betraten und Renovierungsplanungen vornahmen. Sie wollten uns anrufen, wenn sie die Kater entdeckten.

Wir führen wieder hin und schnappten uns die sich wehrenden Herren. Die Fahrt empfanden die Beiden als Zumutung und äußerten dies lautstark.

Verwandlung

Wir haben innerlich ausgeatmet und uns Zeit genommen, uns einzurichten.

Wir haben unsere Küche aufgebaut. Ja, von Ikea. Ja, sie bestand aus gefühlt einer Million Einzelteilen. Es war etwas, bei dem ich den den Spruch einer alten Dame aus der Nachbarschaft meiner Kindheit denken musste. Diese hätte gern gesagt: „Na, das ist ja eine Arbeit für einen, der Vater und Mutter erschlagen hat.“

Ungefähr so war das.

Da wir mehrfach gebeten wurden, eine Vorher-Nachher-Show zu machen, werden wir dies in diesem Artikel gerne umsetzen:

Hier für Euch die Evolution der Küche:

Wir widmeten uns natürlich auch allen anderen Zimmern.

Gleich neben der Küche liegt das Wohnzimmer. Hier dessen Verwandlung:

Die „Bar-Ecke“, die ich gern zum Lernen nutze- dann aber ohne den „Bar-Anteil“. Den nutzen wir ohnehin eher selten. Vorher war dort eine Bar und wir haben das als Idee so übernommen.

Das Schlafzimmer mag ich auch richtig gerne. Es hat eine große Verwandlung hinter sich:

Das Bad (wunderbar direkt ans Schlafzimmerfenster angeschlossen):

Viel Spaß hatten wir dabei, die Kinderzimmer zu gestalten.

Aber unser Nachwuchs möchte diese nicht öffentlich vorstellen. Das respektieren wir natürlich.

Dafür gibt es noch Gartenfotos. Der Garten ist unser neues Projekt. Sowie der große Kellerraum, den wir als Gäste-/Rumhäng-/Partyraum nutzen wollen.

Das letze Foto zeigt Fundstücke aus dem Garten und dem Gerätehaus:

Wir werden die Grundform lassen, den Teich etwas mit Kies aufschütten und zum Wasserspielplatz umgestalten. Bei schlechtem Wetter können wir dann fröhlich den Kellerraum verputzen…

Das neue Leben

Die neue Schule stellte sich schnell als wahrer Segen heraus.

Der Umgang dort ist von tiefer Wertschätzung den SchülerInnen gegenüber geprägt. So etwas habe ich in dieser Art noch nie erlebt. Es gibt viele Angebote der Unterstützung, schöne Veranstaltungen und der Austausch mit den LehrerInnen ist ganz toll. Wir sind echt dankbar.

In den Wochen nach dem Umzug lebten wir uns gut ein. Ich fühlte mich wirklich schnell zuhause.

Nummer 3 war die Einzige mit Heimweh – wir schenkten ihr viel Aufmerksamkeit und Trost, luden Freundinnen aus dem vorigen Wohnort ein und päppelten sie auf, wenn sie trauerte.

Nummer 4 kam in den Kindergarten und gewöhnte sich schnell ein.

Auch der Kindergarten ist ganz großartig.

An manchen Tagen dachte ich:“Das ist alles so unfassbar gut und alles fügt sich so herrlich zusammen und ineinander. Viele Begebenheiten und Begegnungen schienen zu bestätigen: „Wir haben eine sehr gute und richtige Entscheidung getroffen.“

Inzwischen

Seit dem Umzug sind sieben Monate vergangen.

Wie feierten hier Geburtstage. Weihnachten, Silvester und bald auch das erste Osterfest.

Wir sind viel entspannter und glücklicher.

Es war ein echter Kraftakt, sich für einen Neubeginn zu entscheiden. Und es hat sich sehr gelohnt, allen Befürchtungen zu trotzen!

Wir danken Euch für all Euren Zuspruch, Euer Mitlesen und Eure lieben Nachrichten und Mutmach-Kommentare. Vor allem aber auch für Eure Geduld, auf diesen Post zu warten- wir hoffen, die vielen Fotos entschädigen Euch etwas ❤️