Der Umzug steht vor der Tür: Hausrenovierung, Teil 4

Endspurt

In einer Höhle aus Umzugskartons lebte ein müdes Wesen: Ich

Mit mir leben fünf weitere Wesen gemischter Gefühls- und Energielage. Alle haben wir allerdings eines gemeinsam: Wir sind aufgeregt, freuen uns und befinden uns im Endspurt.

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Hier war ich noch mitten im Packen. Inzwischen bin ich fast fertig

Die Wochenenden waren wieder gefüllt mit Tapezieren, Acryl auftragen, zum Baumarkt fahren (weil etwas vergessen wurde), zum Baumarkt fahren (weil sich ergab, dass wir doch noch etwas brauchten), zum Baumarkt fahren (weil etwas überraschend aufgebraucht war) und Putzen.

Letzteres wird auch den kommenden Sonntag bestimmen. Aber immer der Reihe nach.

Diese Mischung aus Wochenenden voller Arbeit, Wochentag voller Räumen, Packen und zusätzlich den üblichen Terminen (Kieferorthopäde, Schulabschied, Gespräche und Schnuppertag an der neuen Schule …) ist wirklich knackig.

Ein Wochenende (Freitag und Samstag) war ich in einem wunderschönen Kloster zu einer Zusatzausbildung. Da ich meine Praxis mit dem Themenschwerpunkt Familie gestalten möchte, habe ich mich für eine Ausbildung zum Familienbiographischen Coach entschieden. Das war unglaublich interessant, die Gruppe war wunderbar (ich hab immer Glück mit meinen Gruppen – bin sehr dankbar dafür) und die Selbsterfahrung war sehr heftig. Schließlich ist meine Familienbiographie alles anderes als lustig. Beim Familienbiographischen Coaching geht man vor, indem man einen Stammbaum seiner Familie erstellt. Die einzelnen Personen und ihre Lebensdaten werden genau betrachtet. Allein dies löst viele Gefühle aus. Man merkt schnell, dass jede Familie ihre eignen Themen hat, die auch die eigenen Themen darstellen.

Man lernt, dass man verstorbene Menschen ersetzt. Und dies nach einem festen Muster. So ver-rückt man sich innerhalb des Familiensystems aus lauter Liebe, um Geschwister zu ersetzen oder auch Großtanten oder ein fehlendes Geschlecht in der Geschwisterriege.

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Ein wunderschöner Ort zum Lernen, Entspannen und zur inneren Einkehr: Das Nikolauskloster in Jüchen (Hier gibt es auch Kaffee und selbstgemachten Kuchen. Ein tolles Ausflugsziel mit Park und Spielplatz)

An diesem Wochenende war ich somit nur am Sonntag im Haus fleißig.

 

Und was haben wir geschafft?

Wir haben das Schlafzimmer tapeziert. Der Teppichboden folgt dieses Wochenende, ebenso die 54 Meter Fußleisten, die wir ingesamt noch anschrauben müssen. Diese wurden heute endlich geliefert und liegen nun sperrig im Flur hier herum …

 

Das habe ich zusammen mit Nummer 2 gemacht. Es war echt sehr nett. Auch wenn man die Teenies immer wieder von ihren Smartphones zerren und daran erinnern muss, wie sehr sie sich diesen Umzug wünschen, damit sie mithelfen. Hüstel.

Hier sind die Wände des Essbereichs fertig:

 

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Jippie.

Dann stand der Tag an, vor dem Nummer 3 richtig Angst hatte: Der Abschied von der Grundschule. Sie hatte vorher schon viele Tränen des Abschieds vergossen. Und ihre Abschlussfahrt in ein Heuhotel mit Raftingfahrt und vielem mehr erlebt.

Nun war es soweit und wer war nicht mit dabei? Die Mama. Ich absolvierte ein weiteres Seminar von morgens bis abends. Es ging EFT (Emotional Freedom Techniques) und so ließ ich mir Videos und Bilder schicken, denn der liebe Herr Vater hatte sich natürlich Urlaub genommen. Und es wurde geweint. Sehr viel geweint. Sie tat mir so leid und ich konnte sie letztlich abends noch ganz gut auffangen, sowie in den kommenden Tagen immer wieder.

Ich sagte ihr, dass all die Tränen einfach  herauskommen sollen, denn wenn man einem Gefühl erlaubt, sich ganz bis zur Neige zu zeigen, dann erst sei Platz für das gegenteilige Gefühl. Und so war es dann auch. Sie war sehr geknickt, dass ihre beste Freundin überraschend nicht zum Abschiedstag gekommen war, weil ihre Eltern lieber mit ihr früher in Urlaub fahren wollten. Die beiden waren somit um ein gemeinsames Ritual gebracht worden, auf das sie sich sehr gefreut und innerlich vorbereitet hatten. Sie betrauerte diesen Umstand ganz besonders. Und auf einmal, am Montagmorgen, kam sie gut gelaunt aus ihrem Zimmer und teilte mit, nun sei sie bereit für den Neuanfang.

 

 

 

 

 

 

 

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Das sind die gestrichen Wandabschlussprofile, die wir später anbrachten

Im Wohnzimmer kam der Trockenbauer gut voran. Hier auf dem Bild sieht man die Rigipsplatten vor dem Spachteln und dem Anstrich.

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Ist total wohnlich, oder?

Dann widmeten wir uns der Küche.

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Erst einmal wurde der Boden von Dreck, festklebender Spachtelmasse und Spachtelmassenschleifstaub befreit.

Für die Küche haben wir uns für einen englischen Landhausstil (Grau und Weiß) entschieden. Sie wird zwei Tage nach dem Einkauf geliefert.

Passend dazu mussten die Wände der Essecke zweigeteilt tapeziert werden, mit Dekorprofilen mittig sowie auch Wandabschlussprofilen

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Stilechtes Karo (Tartan) – englische Vliestapete

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Und schwupps war die untere Hälfte da. In Wirklichkeit dauerte das leider eher 3 Stunden …

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Hier sind die Abschlussprofile zum Teil dran – mit Nägeln fixiert, denn die Wände sind sagenhaft schief … (Ist allerdings ein Architektenhaus. Das gerät zum Runnig Gag: „Kauf ein Architektenhaus und alles wir gerade und super sein …“)

Das habe ich zusammen mit Nummer 2 gemacht. Es war echt sehr nett. Auch wenn man die Teenies immer wieder von ihren Smartphones zerren und daran erinnern muss, wie sehr sie sich diesen Umzug wünschen, damit sie mithelfen. Hüstel.

Hier sind die Wände des Essbereichs fertig:

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Jippie.

Dann stand der Tag an, vor dem Nummer 3 richtig Angst hatte: Der Abschied von der Grundschule. Sie hatte vorher schon viele Tränen des Abschieds vergossen. Und ihre Abschlussfahrt in ein Heuhotel mit Raftingfahrt und vielem mehr erlebt.

Nun war es soweit und wer war nicht mit dabei? Die Mama. Ich absolvierte ein weiteres Seminar von morgens bis abends. Es ging EFT (Emotional Freedom Techniques) und so ließ ich mir Videos und Bilder schicken, denn der liebe Herr Vater hatte sich natürlich Urlaub genommen.Ich hatte ihr für den Abschiedstag ein keines Täschchen gemacht mit Taschentüchern und ein bisschen Soulfood und einem kleinen Geschenk. Die Taschentücher waren wohl überlegt: Es wurde geweint. Sehr viel geweint. Sie tat mir so leid und ich konnte sie letztlich abends noch ganz gut auffangen, sowie in den kommenden Tagen immer wieder.

Ich sagte ihr, dass all die Tränen einfach  herauskommen sollen, denn wenn man einem Gefühl erlaubt, sich ganz bis zur Neige zu zeigen, dann erst sei Platz für das gegenteilige Gefühl. Und so war es dann auch. Sie war sehr geknickt, dass ihre beste Freundin überraschend nicht zum Abschiedstag gekommen war, weil ihre Eltern lieber mit ihr früher in Urlaub fahren wollten. Die beiden waren somit um ein gemeinsames Ritual gebracht worden, auf das sie sich sehr gefreut und innerlich vorbereitet hatten. Sie betrauerte diesen Umstand ganz besonders. Und auf einmal, am Montagmorgen, kam sie gut gelaunt aus ihrem Zimmer und teilte mit, nun sei sie bereit für den Neuanfang.

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Auf dem Schulabschied: Jedes Kind knotete einen Wunschzettel an den Ballon und dann ließen alle gemeinsam ihren Ballon los …

 

Fortschritte und das Gefühl, nicht vorwärts zu kommen

Irgendwie zogen sich die Tage der Renovierung dahin. Gefühlt schmierten wir stundenlang nur Acryl in die Fugen von Wandabschlussprofilen und standen beratend in der Gegend herum. Schließlich hatten wir jüngst festgestellt, dass unsere Rolläden kaum zu bedienen waren. 40 Jahre alt und nie ausgetauscht worden. Man konnte sich an die Riesenteile wie ein Glöckner dranhängen und hatte danach blutleere Klauen statt Hände.

Wir besprachen dies mit der Vorbesitzerin, die irgendwie nichts zu wissen schien, wie ärgerlich das sei, ein Haus mit dem Ausstattungsmerkmal „Rolläden“ zu kaufen und dann erstmal neue kaufen zu müssen. Was ja nicht gerade billig ist. Letztlich gab sie sich jedoch einsichtig und möchte sich ein bisschen beteiligen.

Vor allem dies, weil wir jede Menge Ärger und Probleme mit dem Kauf von der Erbengemeinschaft hatten. Im Exposé aufgeführte und somit mitgekaufte Möbel wurden von den Erben plötzlich frühmorgens rausgeholt (auf Nimmerwiedersehen, denn auf Kontaktversuche gehen Besagte nicht ein), dabei wurde die Hautür beschädigt und, und und …

Die dysfunktionale Familie war für mich ein berufliches Lehrbeispiel. Und mehr will ich dazu gar nicht schreiben, denn ich konzentriere mich wie üblich auf das Gute und Erfreuliche. Den Rest muss man eh irgendwie lösen. Da nützt Ärger sehr wenig.

Jedenfalls bekamen wir zwei Angebote von Rolladen-Fachgeschäften und mussten noch ein wenig verändern und verhandeln. Letztlich haben wir nun ein Angebot wahrgenommen. Die alten, braunen Plastik-Rolläden werden gegen silberne Alu-Pendants ersetzt und diese erhalten Rohrmotoren. Diese wiederum werden eingebunden in ein Smart-Home-System, von dem wir alten Nerds schon lange träumen. Dieses mussten wir auch noch aussuchen und entschieden uns letztlich für Loxone. Unser toller Haustechniker, der uns hier im „alten“ Haus schon immer gut betreut hat, arbeitet damit und wird das für uns programmieren. Mit Wetter-App-Automatik-Steuerung und so weiter. Auch die Beamer-Leinwand und das Licht werden irgendwann dort eingespeist. Dazu kommt dann noch eine Funktion, die man sich ein wenig wie Siri vorstellen kann, nur nicht so störungsanfällig. Wir wollen gerne „Film gucken!“ sagen und dann gegen die Rolläden runter, die Leinwand fährt herunter, der Beamer schaltet sich an und, und, und wir sind eine Mischung und Snobs und Geeks 😀

Was haben wir noch gemacht?

Wir wollen hinter unserem Bett eine indirekte Beleuchtung schaffen. Hierfür war ein breites und hohes Holzbrett auf einer Unterkonstruktion gedacht, das wir tapezieren und mit einer LED-Beleuchtung in Warmweiß versehen wollen. Der Anfang war so: Nay…:

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Tausend Bohrversuche. Dauernd stießen wir auf etwas Undurchdringbares ..

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Irgendwann ging es dann doch voran…

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Mit fachmännischer Unterstützung geht doch alles besser: Mister Essential und Nummer 4

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Es leuchtet! Und hat sogar eine Fernbedienung! Supi!

Während der Akku des Schraubers immer wieder aufladen musste, brachten wir die Wandabschlussprofile an (die bekommen dann am kommenden Wochenende ihr Acryl. (Auch so ein Wort, das ich nicht mehr hören kann :D)

Letztlich ist diese Beleuchtung soweit gediehen, dass wir sie nur noch zu tapezieren brauchen. Wir haben eine sehr coole Tapete entdeckt. Die präsentieren wir dann im nächsten Update.

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Irgendwie ist die Qualität mies. Aber Ihr könnte es Euch sicher vorstellen…

Dann haben wir das Wohnzimmer aufgeräumt und die vier Tische mit den diversen Utensilien und Werkzeugen auf zwei zusammengefasst. Denn die Wohnzimmerdecke war bis zum ersten Anstrich gekommen:

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Urgs, ist der Boden noch staubig. Und dabei wurde er drei Mal gefegt …

Einen der nun übrigen Tisch stellten wir in die Küche, um endlich nicht mehr auf dem Schoß essen zu müssen:

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Ist das nicht eine hübsche Essecke? Wir empfinden es als gemütlich- Denn bisher diente der Tisch als Ablagetisch. (Irgendwie sieht der Sauger aus wie ein kleiner Dalek, fällt mir gerade auf …)

Zum Thema Aufräumen: Da erwartet uns noch Einiges. Dies ist beispielsweise die Terrasse:

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Das kommt alles noch weg

Am kommenden Wochenende werden wir also die Beleuchtungswand im Schlafzimmer tapezieren, den Teppichboden dort verlegen, Acryl (da ist dieses Wort ja schon wieder) in die Profilfugen schmieren, die erwähnten Fußleisten anbringen und vor allem Putzen. Überall liegt Schleifstaub, auf jeder Oberfläche. Nummer 1 hat schon richtig toll unser Elternbad gereinigt. Sie hat echt Talent, das werde ich zu nutzen wissen har-har … aber der Rest ist echt noch nicht so dolle. Das machen wir noch.

Nach dem Umzug warten dann die Badmöbel und ihr Aufbau, wir haben noch keinen Schlafzimmerschrank (hatten hier ja einen kleinen begehbaren Kleiderschrank), Nummer 1 braucht einen neuen Schrank, ein (antiker) Schrank soll zum Garderobenschrank umfunktioniert werden – braucht also Kleiderstangen und dann soll ein anderer alter Schrank statt Kleiderstangen Regalböden erhalten und natürlich muss man sehen, welche Gardinen man verwenden kann und welche man neu braucht und was sonst noch alles fehlt und der Wintergarten braucht noch ein neues Glasdach und die Metallteile müssen geschliffen und neu lackiert werden und, und, und …. wir freuen uns immer noch tierisch auf all das.

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