Toddler Traces und ihre Verwandten …

Die Reihe der Toddler Traces kennt Ihr ja schon ganz gut.

Heute präsentiere ich zwei weitere Meisterwerke Nummer 4s:

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Das hier ist unsere Ofenbank. Die wunderschöne Verzierung stammt von einem Hämmerchen …

... und das ist unsere Reaktion darauf - ein schonender Filzstopper.

… und das ist unsere Reaktion darauf – ein schonender Filzstopper.

Hier hat Nummer 4, der gerade die unteren Eckzähne bekommt, in meinen neuen Korbsessel gebissen:

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Hier hat Nummer 4 in meinen neuen Korbsessel gebissen.

Wer aber nun denkt, das Kleinkind als solches sei die einzige Personengruppe, die im Haus Spuren hinterließe, der irrt natürlich gewaltig. Genau so viele werden durch die Heranwachsenden verursacht.

Daher präsentiere ich heute die Verwandten der Kleinkindspuren:

Die Teenie Traces:

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Hier fanden die Teenies, es sei nötig, verbotener Weise im elterlichen Bett Kekse zu essen …

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Dieses Foto illustriert die Tatsache, dass die größeren Kinder niemals in der Lage sind, eine Toilettentür nach Benutzung hinter sich zu schließen. Dies gilt ebenso: Toilettenbürsten werden stets ignoriert und wenn man zur Benutzung gezwungen wird, dann lässt man die Brille unten, um sie vollzutropfen. Auch nach über einem Jahrzehnt Übung. Und Toilettendeckel bleiben natürlich stets oben. Leeres Toilettenpapier …

... wird auf diese Weise ersetzt: Genervte Mutter stellt neue Rolle hin. Diese wird (auch nach dauernder Ermahnung) niemals in den Halter gespannt. Nein, man stellt oben drauf und verwendet es von dort aus ...

… wird auf diese Weise ersetzt: Genervte Mutter stellt neue Rolle hin. Diese wird (auch nach dauernder Ermahnung) niemals in den Halter gespannt. Nein, man  verwendet es die Rolle von dort aus, wo Mama sie so schön nonverbal-kommunikativ abstellte …

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Hier sieht man die Treppe, die in das ausgebaute Dachgeschoss führt, das die beiden großen, hellen und schönen Zimmer der Teenies beherbergt. Davor habe ich versammelt, was a) zuvor von mir auf die Treppe gelegt wurde, damit es mit hochgenommen und das dann einfach (wie üblich) durch die Stufen heruntergetreten wird und b) jener Müllsack aus Nummer 2s Zimmer, der exakt 4 Wochen vor ihrer Zimmertür stand und den ich dann unübersehbar unten platzierte. Dazu noch ein Bademantel, der völlig sauber in die Wäsche geworfen worden war – wegen akuter Unlust, diesen auf einen Haken im Bad zu hängen (was näher gewesen wäre als die Wäschetonne) und c) ist da noch der Wäschekorb mit frischer Wäsche, den die beiden in ihre Schränke einräumen sollen. Dauer des späteren Einräumens: Circa 14 Tage.

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17 Gedanken zu “Toddler Traces und ihre Verwandten …

  1. Ich krieg Angst….. die Toddler Traces hielten sich bei uns echt in Grenzen (außer der „Wachstumsleiste“ aus Fingerabdrücken an einer Stelle im Wohnzimmer). Aber so Teenies können einen wahnsinnig machen, fürchte ich. (zumal ich mich schon darüber aufrege, dass mein Mann seine Jogginhklamotten und sonstige Kleidung gerne überall verteilt….)

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    • … wenn Dein Mann Kleidung verbreitet, dann erinnere ihn doch immer daran: Kinder leben nach Vorbild 😀

      Bei den drei Großen hatte ich weniger Toddler Traces – nur Nummer 4 rockt ziemlich die Bude.
      Nummer 2 hat sehr viel erforscht und dabei zerstört. Wir hatten da immer aus Spaß so „Schadenslisten“ geführt. Vor einer Weile fanden wir eine dieser Listen, ich las sie Nummer 2 vor – sie musste ziemlich lachen und fragte dann:“ Ich finde, das geht noch für ein ganzes Jahr, Mama“ Und ich: „Moment, äh, nein hier steht: JANUAR 2004“ 😀

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      • Bisher ist die kleine Große sehr ordentlich. Aber Pubertät ist nunmal was ganz anderes.

        Zerstörungsliste Januar 2004 ist großartig, ich hab mich prompt am Kaffee verschluckt 🙂

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      • Hihi … oh nein – zum Husten bringen wollte ich Dich nicht 🙂
        Nummer 2 ist in ihrem Zimmer sehr ordentlich. Bloß der Rest des Hauses (und meine Nerven) liegen ihr wohl nicht so am Herzen. Nummer 1 war früher das Chaos pur – ein Albtraum war das. Nummer 3 liegt in der Mitte: Normale Härte, würde ich sagen. Nummer 4 ist klein, aber sehr strukturiert. Ist etwas am falschen Platz, räumt er es auf oder weist darauf hin. Noch… 😀

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  2. Lol, ich brauche heute noch immer ca. 14 Tage, um meine Wäsche wegzuräumen. Mein Mann wird da immer total kirre und ich ziehe mich einfach direkt vom Wäscheständer an… Oder schmeiße alles auf meinen Stuhl im Schlafzimmer. Ich befürchte, da muss ich dringend an mir arbeiten, damit wir in ein paar Jahren nicht in frischen wäschebergen ersticken…

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    • Hihi … klingt, als würden meine beiden Großen sich bei Dir sehr wohl fühlen – die lieben einen sehr, seeehr entspannten Umgang mit Wäsche.
      Der ist allerdings wohl besser für die eigenen Nerven, da hast Du mir etwas voraus 😀

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      • Ich habe einfach seit meinen Teeniejahren nichts dazu gelernt… Nur mein Mann bekäme dann mit Sicherheit die Krise, denn wenn ich meine Wäsche doch mal wegräume dann nur, weil er tagelang gemotz und sie mir immer wieder aufs Kopfkissen gelegt hat… 😉

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  3. Gnihihihi…..sehr gut. „Noch“ kann ich da so nicht mitreden bei einem Kind, ABER: ich musste spontan an meine „jungen“ Kolleginnen denken in der Praxis-da ist es doch ganz genauso!!!!eine Kollegin (Mittvierzigerin und mehrfach-Mama) und ich stehen nicht selten so „😳“ in der Praxis, wenn Sachen verlegt wurden, keiner(!) das Loch in die Wand gemacht hat, keiner einen Termin (außer der Mamas) für das monatliche Team findet, die klorollen auf dieselbe o.g. Weise nachfüllen usw. Ich habe deinen Blog bei einem Glas Tee mit ihr geteilt-wir hatten einen tollen Abend 😄

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    • 😊😊 haha, freut mich, dass Ihr beiden Euch so amüsiert habt 😄
      Irgendwie heftig, dass Erwachsene ähnlich sind, oder?
      Ich erinnere mich da an die Büroküche, in der dauernd Tassen nicht in die Spülmaschine eingeräumt wurden, die dann „niemandem“ gehörten und die oft total versaut wurde…
      Ich hoffe, meine Kinder werden später nicht solche Kollegen😳..,
      Ich habe ja noch ein bisschen Zeit, Ihnen da etwas zu vermitteln (die Hoffnung stirbt zuletzt…)

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  4. Wir hatten echt Glück, was solche „Spuren“ angeht. Einzig in den Kinderzimmern wurde mal Tapete angemalt oder abgeknibbelt.

    Was die Ordnung angeht bin ich selbst kein gutes Vorbild. Ich -um dem Stereotypen Mann gerecht zu werden 😉 – lasse nach Aussage meiner Frau auch alles rumliegen. Jetzt wo ich mich aber regelmäßig über unsere beiden aufrege, achte ich selbst etwas mehr darauf.
    Ich bin aber auch ein erblich vorbelastet, da meine Mutter auch eine absolute Chaotin ist.

    Was das Thema Wäsche angeht, halten wir es beide wie Fledermama: wir leben faktisch aus dem Wäschekorb bzw. vom Wäscheständer. Es ist aber auch ein Teufelskreis mit der Wäsche. Sobald man den inneren Schweinehund überwindet und sämtliche Wäschekörbe im Keller mit sauberer Wäsche zusammenlegt und bügelt nimmt man sich vor, es nie wieder soweit kommen zu lassen, dass es sooo viel ist. Nach einer Woche des Müßiggangs (bei der Wäsche) ist die zu bewältigende Menge wieder so groß, dass der innere Schweinehund wieder den Sieg davon trägt. Der Wäscheberg sauberer Wäsche wächst und wächst und wenn der „Leidensdruck“ zu groß ist, geht wieder ein halber Tag für die Wäsche drauf :-D.

    Die schmutzige Wäsche ist bei unserem Sohn (7) immer ein Thema für sich. Würden wir ihn lassen, hätte er im Zimmer schnell einen Teppich aus schmutziger Wäsche und das obwohl wir ihm täglich sagen, er möge seine schmutzige Wäsche in die Wäschetonne bringen (3-4m Fußweg). Er hat es auch schon fertig gebracht, schmutzige Wäsche einfach unten in den Kleiderschrank zu stopfen.

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  5. Hallo Marc,

    das Verstecken schmutziger Wäsche kennen wir hier auch. Unter Kopfkissen oder auch unten im Schrank – weil die zwei Meter zur Wäschetonne unzumutbar sind. Irgendwie schräg, wie faul Kinder sein können.

    Und da, so finde ich, kommt der Leitsatz mit dem „elterlichen Vorbild“ auch in eine Schieflage: Ich habe tatsächlich keine überquellenden Wäschekörbe und bügle immer sofort alles von der Leine, bzw. falte es weg. Sonst würde ich bei der ganzen Wäsche von sechs Personen auf jeden Fall wahnsinnig werden.
    Ich bin ordentlich und räume meinen Kram weg. Von mir liegt nicht überall Kleidung oder so herum – aber meine Kinder lassen dennoch alles Möglich rumliegen und stopfen ihre Schmutzwäsche unter’s Bett.
    Habe mal gelesen, dass Kinder auch gerne durch ihr Verhalten einen Protest ausdrücken. Also so: „Mama ist so ordentlich, das find ich kacke und ich zeige ihr mal, wie es anders geht.“ Also habe ich beobachtet, ob ich ordnungsneurotisch bin und zu viel Wert darauf lege – aber den Eindruck konnte ich dann auch nicht gewinnen. Zudem ist unsere Nummer 2 in ihrem Zimmer sehr ordentlich, also da bricht das ganze System dann wieder.

    Die Großen haben bei uns echt als Kleinkinder nicht so viel Zerstörung angerichtet. Ob das daran liegt, dass der Jüngste als Nachzügler merkt, dass er sich ein bisschen mehr herausnehmen kann? Oder an seinem Forscherdrang? Oder letztlich daran, dass er männlich ist (wobei ich das für eine gewagte These halte, also dass Männer per se zerstörerischer sind)?

    Liebe Grüße 🙂

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  6. Na ich war ja lange nicht hier.
    Aber trotzdem….nun ja in Ermangelung eigener Kinder hab ich ja reichlich Patenkinder und kenne so etliche Experimente aus er Rubrik: „Was hält das alles aus?“
    Das meiste find ich ja zum Brüllen komisch. Vor allem die Logik dahinter. Na ja ich gen zu, meist erst zwei Tage danach.
    Und Eure Nummer 2 und 4 sind eben experimentierfreudig. Muss man positiv sehen. Alles was jetzt getestet ist, muss man nie wieder testen.
    Und ja, an der mehr männlichen Experimentierzerstörungsfreudigkeit, also da kann sehr wohl was dran sein. 🙂 . Sagt die Tante von drei Jungs.
    Liebe Grüße
    Sylana

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  7. Hallo liebe Lareine ;),

    da bin ich ja froh, dass das nicht nur bei uns so ist. Und dann muss man den Hausdrachen spielen und sich anhören, dass man immer nur schimpft. O-Ton „Du musst mir nicht immer alles 3mal sagen. Ich weiss schon selber, was ich machen muss.“ Ach so….

    Sie hat kürzlich selbst einen Plan für die ganze Familie angelegt, wo man ein Kreuzchen erhält, wenn man etwas gemeinnütziges getan hat. Z.B. kochen, abräumen, etc. Aber die Kinder machen sich jetzt schon Kreuzchen, wenn sie nur schon ihre eigenen Schuhe ins Regal stellen, statt davor abzustellen. Aber immerhin nur für Paare, nicht pro einzelnen Schuh, ….

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  8. Haha, liebe Nicola, die Geschichte mit den Kreuzchen find ich genial 😀
    Da frage ich mich, wie viele Kreuzchen Du Dir schon hättest machen können 😉

    Die Hausdrachen-Rolle nervt mich auch gewaltig. Zugleich hört dem Drachen eh niemand zu. Oder auch so: Man sagt etwas nett und wird überhört. Man sagt es etwas deutlicher und wird überhört. Man sagt es sehr direkt und: „Immer meckerst du gleich rum!“

    Grrr …

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