ElternRat: Familienbett

Es ist nicht nur die Aussicht, auf ein virtuelles Croissant mit Cappuccino in der Villa Schaukelpferd, die mich dazu bringt, zu diesem Thema zu schreiben.

Schon länger wollte ich das Thema Familienbett aufgreifen.

Vorweg möchte ich natürlich sagen, dass dieses für viele so sensible Thema ein individuelles ist. Niemand kann entscheiden, was einer fremden Familie guttut und was sie braucht – das entscheiden die Familien ganz alleine. Wieso ich das ganz überzeugt so sehe erkläre ich am Ende des Artikels.

Wie stehen wir zum Thema Familienbett? Welche Erfahrungen haben wir gemacht?

Familienbett

Kuschelig zu Sechst: Das imaginäre Essential-Familienbett. Man achte auf Papas Gesichtsausdruck: „Immer weiter lächeln und Augen hoffnungsvoll gen Himmel wenden“

Wir haben mit keinem einzigen Baby eine Nacht zusammen im gemeinsamen Bett verbracht. Und auch nicht mit größeren Kindern.

Neugeborene lagen bei uns immer mit im Schlafzimmer. Dies allein schon hat meinen Schlaf sehr unruhig werden lassen, aber es war dennoch die beste Lösung für uns alle. Schließlich geht es darum, dass alle möglichst gut schlafen. Und so war das für uns umsetzbar.

Die ersten beiden schliefen im Babybett, bzw. im Stubenwagen gleich neben unserem Bett. Die beiden Jüngsten hatten einen Babybalkon an Elternbett. Als die beiden Großen geboren wurden, waren die Balkone für uns nicht verfügbar, weil nur von einer teuren Marke erhältlich – es gab noch keine günstigen Nachahmungsprodukte und wir in der armen Studiumsphase hatten für so etwas schlicht keine Kohle.

Bettchen

Später Luxus: Das zum Babybalkon verwandelbare 4-in1-Bettchen mit Eulen-Druck.

Bei Nummer 4 sind wir ins benachbarte Wohnzimmer auf die Couch umgezogen, während er in seinem Balkönchen das Schlafzimmer okkupierte, weil er von jedem Atemzug seiner Eltern einen unruhigen Schlaf bekam und alleine einfach besser ausruhen konnte. Das war eine der berühmten Instinktentscheidungen: Ich spürte, dass er völlig Ruhe brauchte, um kurz zu sich zu finden und dann schlafbereit zu werden. Er hatte große Probleme mit dem Schlafen, war unruhig und ängstlich, wenn er müde wurde. (Wegen seiner Unruhe haben wir auch das Begleitete Weinen gemacht)

Er schlief die erste Zeit niemals im Liegen ein, bzw. nur auf meinem Körper. Nach circa 60 Minuten konnte man ihn umbetten. Auch nachts. Erst stillte ich in rund 45 Minuten und dann saß ich noch mal 60 Minuten mit ihm in der Dunkelheit und Stille und starrte auf die Wand vor mir. Nur dann schlief er tief genug, um abgelegt zu werden. Also meine Nächte waren schon mal ätzend, ehrlich gesagt. Neben mir schlummerte Mister Essential – dafür war er aber der, der mitten in der Nacht mit dem weinenden Kleinen durch das Dorf spazierte, damit dieser wieder einschlief. Das kam in der Tat auch vor.

Morgens schlief er (Nummer 4, nicht Mister Essential) aber sehr gut, wenn ich mir mit ihm auf dem großen Schlafsofa eine Art Nest baute. Er lag in meinem Arm, ich las eine Zeitung auf dem Tablet und er schlummerte. Abends ging das nicht. Da brauchte er eine bestimmte Art, in der er geschuckelt wurde, damit ihm die Augen zufielen. Danach wieder 45 Minuten auf dem Papa liegen, dann erst in das Bettchen. Im Liegen schlief er zu diesem Zeitpunkt gar nicht ein. Weder alleine, noch zwischen uns – nix zu machen.

Alle Kinder zogen mit rund drei bis vier Monaten (sobald sie durchschliefen) in ihre Zimmer um. Dort schliefen sie zusammen mit ihren Geschwistern – aber alle in ihren eigenen Betten. Außer Nummer 4, der hat ein Einzelzimmer – dies ergab sich einfach dadurch, dass wir nach dem Umzug für jedes Kind ein eigenes Zimmer hatten. Er schlief auch erst mit neun Monaten durch und somit erst später in sein Zimmer als die großen Schwestern.

Nummer 3 schlief bis vor Kurzem sehr gerne bei Nummer 1. Als diese dann den pubertären Wunsch nach mehr Privatsphäre hatte, gab es einen sehr tränenreichen Abschied. Nummer 3 bekam aber ein neues Bett, das eh nötig war und so zog sie wieder in ihr Zimmer. Äußerst ungern allerdings.

Unser Reich

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Im Mittelalter schlief man übrigens nicht immer zusammen, wie oft behauptet wird. Das hier ist ein Ehebett. Die Kinder hatten eigene Betten. Aus Angst vor SIDS schliefen Kinder meist in Wiegen – das nur als kleiner historischer Exkurs.

Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir alleine zu Zweit schlafen wollen, wenn die Kleinen uns nachts nicht (oder fast nicht) mehr brauchen. Das hat verschiedene, persönliche Gründe:

– Wir beiden lieben Nähe nicht besonders. Wir liegen nicht oft Arm in Arm zusammen herum. Weder auf dem Sofa, noch im Bett. Und wir schlafen sogar dann schon nicht so dolle, wenn wir nur zu zweit sind. Da wir aber für unsere große Familie und unsere Aufgaben des Tages fit sein müssen, sorgen wir für die Art von Schlaf, die uns am meisten Energie liefert – und die ist für uns jenseits von Knderknien in unseren Rippen.

– Wir sind gerne für uns, wenn wir nach oft pausenlosen 14 Stunden Feierabend haben

– Wir haben inzwischen viele Diskussionen zu diesem Thema gelesen. Wir haben auch noch den sympathischen Kommentar von Patricia (Das Nuf) im Kopf, in dem sie sich ein bisschen über den „Sofa-Sex“ der Familienbett-Schläfer*innen amüsierte.

Und den wollten wir nie. Auch die zahlreichen Foren/Facebook-Kommentare mit den verheißungsvollen Zwinker-Smileys bezüglich der vielen anderen Orte, an denen sexuelle wirklich kreative Eltern im Haus oder der Wohnung Sex haben, reizten uns auch im Nachhinein nicht. Die nutzen wir ja auch selbstverständlich und natürlich alle gerne. Aber wir wollen einfach nicht flüsternd in unser Bett steigen. Erst Recht nicht, nachdem wir eventuell diese ganzen vielen erotischen Orte des Hauses nutzten.

Woran das liegt? Das weiß ich nicht. Ich bin nur froh, dass Mister Essential und ich da einer Meinung sind und die gleichen Empfindungen haben.

Bedürfnisorientiert?

Ja, wir leben mit unseren Kindern bedürfnisorientiert zusammen. Unsere eigenen Bedürfnisse kommen dabei naturgemäß öfter mal etwas zu kurz, aber die Kinder haben einen guten Rahmen für ihre eigenen.

Wir folgen in unserer Aufmerksamkeit für die individuellen Bedürfnisse weniger den inzwischen berühmten Punkten (Still-Dauer nach Bedarf, Familienbett, Tragen etc.), sondern ganz frei der familiären Atmosphäre, den Kindern und unseren persönlichen sowie familiären Möglichkeiten.

Dabei heraus kamen durchaus Stillen und Tragen, aber auch Wegwerfwindeln, Gläschenkost im Wechsel mit Selbstgekochtem, „Sauberwerden“ (den Ausdruck mag ich eigentlich nicht) nach kindlichem Impuls, viel Nähe und Kuscheln, Zuhören, die Kinder nicht belügen (auch das empfinde ich als Bedürfnis der Kinder), gesunde Ernährung, sexuelle Aufklärung, Impulse setzen, Hinterfragen, begleitetes und bewusst gemeinsames Meistern von schwierigen Situationen (wie Tod und Krankheit), das Beantworten ausnahmslos aller kindlicher Fragen und Einiges mehr, das wir als menschliche und insbesondere kindliche Bedürfnisse ansehen.

Dadurch dass sie Geschwister haben, werden sie automatisch in der Bedürfniserfüllung auf natürliche Weise begrenzt. Daher können wir ihnen eine Menge geben, ohne dass sie sich wie kleine Majestäten fühlen oder verhalten. Dazu ist der Thronsaal hier einfach zu voll.

Ich sehe an ihrem Verhalten – und höre dies auch als Feedback von Lehrer*innen, Freund*innen, Erzieher*innen: Sie sind wohl sehr in Ordnung so, wie sie sind.

Sie kennen ihre Rechte und auch ihre Grenzen. Sie fühlen sich geliebt und vertrauen mir sehr persönliche Dinge sowie Probleme an – sie haben Vertrauen und fühlen sich akzeptiert. Auch wenn wir Kritik üben oder ihnen Anregungen für ihre Entwicklung geben. Sie sind selbstbewusst genug, ab und an Selbstironie zu üben, was mich immer wieder verblüfft.

Obwohl ich das Stillen nie besonders mochte (was rein psychologisch gesehen an meiner persönlichen Biographie liegt), habe ich ihnen selbiges ermöglicht, bis sie es nicht mehr wollten. Da sie eine Einheit mit mir bildeten, war das meist vor einem Ablauf von sechs Monaten so – vermutlich haben sie einfach meine innere Abwehr gespürt. Trotzdem haben sie dann all die Abwehrstoffe und die Nähe erhalten, die zum Wert des Stillens beitragen.

Eine kurze erklärende Bemerkung zur Andeutung bezüglich meiner Biographie: Ehemalige Opfer sexualisierter Gewalt haben oft Probleme mit dem Stillen, da es sich für sie sehr unangenehm anfühlt, intime Körperteile jemand Anderem auf dessen Verlangen zur Verfügung zu stellen (ja, auch beim eigenen Kind). Ihre eigene Grenzsetzung und Intimsphäre lernten sie oft erst mühsam wieder zu schützen und es fällt verständlicher Weise schwer, diese wieder aufzugeben.

Ich kann sagen, ich kenne diese vier Individuen sehr gut.

Sie dürfen sich sehr frei entfalten – aber nicht in meinem Bett.

Ausnahmen?

Ja, wenn Mister Essential auf Geschäftsreise ist. Dann darf immer eines der drei Mädels zu mir ins Elternbett. Und darauf freuen sie sich, weil es etwas Besonderes ist. Ich finde das auch immer sehr gemütlich. Aber nach den üblichen zwei bis vier Nächten (in denen sie sich abwechseln) reicht es mir dann auch wieder.

Wenn sie Albträume hatten, dann kamen sie selbstverständlich auch zu uns. Sie wurden getröstet und wenn es ihnen wieder gut ging, dann entließen wir sie aus unserer Fürsorge in ihr eigenes Bett. Weil: Wenn wir sie bei uns ließen, dann wurden wir in den folgenden Nächten sehr oft wegen einer mysteriösen Serie von Albträumen geweckt und waren schnell übermüdet und gereizt. Denn: So etwas spricht sich bei Geschwistern oft schnell herum und prompt öffnet sich die Schlafzimmertür dann eben drei Mal pro Nacht – wenn man Pech hat drei Mal pro Nacht und Kind.

Horror Bild

Klar: Kinder, die so etwas zeichnen, haben vermutlich oft Albträume. (Schul-Kunstprojekt „Total gruselig“, von Nummer 2)

„Ja, dann lasst sie doch alle gleich in euer Bett, da schläft man besser“ wäre da wohl der Rat der gerne gemeinschaftlich Schlummernden. Nee, das wollen wir nicht. Wir lagen meist auf 1,40 m oder 1,80 m und dann mit drei Kindern dabei: Hm, reizte uns irgendwie nicht, der Gedanke.

Sobald sie etwas brauchen, sind wir für sie da.

Manchmal kam Nummer 2, weil sie über etwas grübelte und deshalb nicht schlafen konnte. Dann sprachen wir mit ihr. Immer freundlich und geduldig, auch nachts. Und dann ging es wieder ins Bett.

Der Weg zurück ins eigene Reich war uns nicht nur wegen unseres Schlafes wichtig, sondern auch, weil er ein Stück weit zur Selbstverantwortung dazugehört. Seine Gefühle (und dazu gehören nun auch Ängste) in den Griff zu bekommen ist – soweit situativ und individuell zumutbar – sehr wichtiger Bestandteil des Großwerdens.

Unsere Erfahrung zeigte: Wenn man zu lange zuhörte, sich kümmerte und gab, dann hörte das Nehmen nicht auf. Auch nicht nach Wochen – während derer man immer weniger geben wollte, weil man irgendwann sehr angestrengt war.

Und auch das ist in einem bedürfnisorientierten Zusammenleben sehr wichtig: Alle haben Bedürfnisse. Und auch wenn Erwachsene selbstverständlich den Bedürfnisaufschub besser beherrschen, sollte ihr Leben nicht weitestgehend daraus bestehen. Kinder sollten lernen, dass Eltern ebenso ein Recht auf die Erfüllung ihrer Bedürfnisse haben. Leider wird (besonders von uns Müttern) immer wieder erwartet, dass wir diese hintenan stellen oder am besten und gleich ganz abgewöhnen. So vermitteln wir den Kindern doch aber ein falsches Bild von Beziehung und Zusammenleben, denke ich.

Zudem wird man abhängig, wenn man sich in seinen Gefühlen auf jemand Anderen fallenlässt. Wenn man sehr klein ist, dann ist das auch genau richtig so. Aber während des Großwerdens sollte dies abnehmen. Hier kann man niemanden zwingen und sollte auch nicht vor dem Kopf stoßen. Wer aber über seine Grenzen hinaus dauernd gibt, der wird gereizt – das spüren die Kinder und es wirkt auf sie genau so, wie ein grenzsetzendes Wort – da kann man auch bereits eine Grenze setzen, sobald sie spürbar ist.

Am Ende hat man nicht mehr unbedingt Geduld und wenn man mehrere Kinder hat, dann muss man seine Ressourcen einteilen. Weil man am Ende dann eh entnervt sein wird. Da ist es sinnvoll, dann seine Grenzen aufzuzeigen, wenn man sie nahen spürt und nicht erst, wenn sie niedergerissen wurden und man ganz gereizt ist.

Mouth to mouth

Die MtM-PR des Familienbettes hat uns zusätzlich darin bestärkt, unseren Weg weiterzugehen. Denn: Die meisten persönlichen Berichte waren eher negativ, während es online alles ausnahmslos rosig klang. Das machte uns misstrauisch. Es schien im Internet nur Begeisterung zu geben oder eben Ablehnung. So etwas wie „Joa, wir schlafen zusammen, aber es strengt mich an und ich hätte es langsam lieber wieder anders“ las man fast gar nicht. Und da dachten wir uns heimlich, dass vielleicht und eventuell da ein Bisschen etwas verschwiegen oder beschönigt wird. Vielleicht weil man seien Entscheidungen eben lieber untermauert als zu sagen: „Ma ehrlich? Dat war  nix:“  Und genau das machte uns Angst.

Wir waren sicher: Es muss, wie bei allen Dingen, auch hier negative Seiten geben. Und wenn man von denen nie etwas liest, dann stimmt etwas nicht. Dann hat es vielleicht eine Menge davon und wenn man sie alle erst kennengelernt hat, dann ist man schon mittendrin und kommt nicht mehr raus? Das Opfer einer früheren Entscheidung. Und das wollten wir nicht. Angsthasen, die wir sind.

Freunde, die mit den Kindern zusammen schliefen oder länger als ein Jahr das Schlafzimmer teilten, erzählten von nächtlichem Weinen und Schreien in der Entwöhnungsphase, waren viele Wochen oder Monate wie gerädert und völlig entnervt. Weil sie eben doch nicht, wie zuerst angedacht, das Kind bei sich lassen würden, bis es selber in sein Zimmer umziehen will. Sondern weil es ihnen vorher schon reichte. Das hatten sie ja nun nicht wissen können und mussten dann zusehen, wie sie mit der Situation zu Rande kamen.

Manche hatten es satt, stumme Liebesspiele im Elternbett zu erleben, während das Kind im Babybett daneben schlief und wollten das Zimmer wieder für sich. Vielleicht weil all die vielen anderen verheißungsvollen erotischen Orte zu nahe am Zimmer des größeren Geschwisterkindes waren? Eventuell. Oder weil man abends im Bett schon mal auf die Idee kommt, die Nähe zu intensivieren. Da wollten sie vielleicht nicht extra wieder aufstehen und das Wohnzimmer, die Küche, das Bad oder die Garage sowie den Keller zu frequentieren.

Andere Eltern mochten es nicht, dass es am Ende so ablief: Papa schlief bei Sohn im Zimmer, Mama bei Tochter. Und das dann zwei Jahre lang. Beziehung wurde auf eine Probe gestellt, alles anstrengend.

Foto 1

Gemeinsam schlafen verbindet – auch Paare als ebensolche.

Ansonsten haben wir nicht so viele Freunde mit Kindern. Manche bekommen gerade ihr Erstes. Und so kann ich nicht auf viele Erfahrungsberichte meines Umfelds zurückgreifen. Die wenigen aber bestätigten mich. Man neigt ja nämlich immer zum schlechten Gewissen, wenn man argwöhnt, man gäbe den Kindern etwas nicht, dass sie aber sicher brauchen. Wie eben die Nähe beim Schlafen. In Wahrheit entscheidet man nicht einfach nach seinem Bedarf und gut is. Man muss eine innere Befreiungsaktion anwerfen – gleich nachdem man gründlich recherchierte, ob man sich diese Gewissenserleichterung überhaupt herausnehmen darf.

Was denke ich generell über das Familienbett

Ich verstehe total, dass es Eltern gibt, die das warme und kuschelige Familienbett sehr genießen. Ich hab mich auch gern morgens mit Baby Nummer 4 hingekuschelt und noch etwas gedöst oder eben etwas gelesen.

Dennoch wäre es kein Konzept für mich, das mir auf Dauer zusagen würde. Vor allem, da die Kinder die Dauer bestimmen würden und nicht ich. Denn das würde ich dann so erleben wollen: Richtet sich das Projekt nach den kindlichen Bedürfnissen, dann endet es auch exakt dann, wenn die Kinder das Bedürfnis danach haben. Denn „Klar, schlaf bei uns, Schnubbelchen“ sollte meines Erachtens nach nicht enden mit „Und jetzt reicht es uns, schnell an’s eigene Bett gewöhnen!“ Da müsste ein Einklang her, damit das harmonisch und genießbar ist. Und zwar für alle. Und den könnte ich nicht gewährleisten. Da ich ahnte, dass es so ablaufen könnte, habe ich es lieber gleich sein gelassen.

Nun sind wir ja einiger Maßen viele hier im Haus und ich las auch davon, dass Familien mit 3+ Kindern auch Matratzenlager statt eines Ehebettes haben. Das macht dann sicherlich Sinn. Wir möchten aber unser hübsches Bett mit dem schnieken Himmel darüber nicht gegen eine Matratzenburg tauschen. Über unserer schneeweißen Kommode hängt ein großes erotisches Foto in einem barocken Schnörkelrahmen, auf der Fensterbank stehen meine Schmuckkästchen und die Statuette zweier sich umarmender Liebender. Ganz ehrlich: Da passt doch kein Matratzenlager hin, oder? An Hand der beschriebenen Details ahnt man es schon: Weil es eben nicht zu uns, Mister Essential und mir, passen würde. Es würde uns nicht glücklich machen. Also lassen wir es.

Liebe zwischen Windeln und Hausaufgaben - nicht einfach ... aber möglich

Unser Rückzugsort vor der Horde bleibt unser Fort Sleep – mit Ausnahmen

Das Familienbett hat keinen Wert an sich. Es ist eine Geschmacksfrage, eine Idee und eine Entscheidung. Aber kein moralisch fesselndes Element perfekter Elternschaft. Manchen tut es gut, anderen nicht und beide sind dennoch gleich gute Eltern. Weil sie nachdenken und überlegen, was für alle gut sein könnte. Und auch darin kann man irren. Manchmal merkt man das erst Jahre später. Daher ist es immer mutig, wenn Eltern etwas entscheiden, denn die Verantwortung ist groß und die Folgen längst nicht immer so absehbar, wie zeitgenössische Erhebungen, Zeitungsartikel und Fachbücher mitteilen.

Anmerkung zum Schluss

Über die bedürfnisorientierte Erziehung wollte ich ohnehin noch einen gesonderten Artikel schreiben und werde das zukünftig auch tun. Ich befürworte diese, lebe sie jedoch in weiten Teilen anders aus, als im Moment in Mode – wie weiter oben auch erwähnt.

Ich habe in meinem Beruf als Familienpflegerin sehr intensiv in völlig unterschiedliche Familien hineinsehen dürfen. (Soll ich dazu eigentlich auch mal etwas schreiben? Würde Euch das interessieren?)

Und da habe ich gelernt, wie jede ihren Weg geht. Dieser ist, so lange niemandem ein Schaden zugefügt wird (leider musste ich auch das öfter erleben), immer erst einmal akzeptabel. Wenn man sich lange mit einer Familie befasst, dann erspürt man sie – ihren Umgang, ihre eigene Sprache, ihre Geheimnisse und ihre Wertvorstellungen. Am Ende begriff ich immer: Was zu Beginn vielleicht seltsam wirkte, war genau richtig für diese bestimmte Familie.

Deshalb: Es gibt kein Besser oder Schlechter. In diesem Sinne: Schlaft alle gut, ihr lieben Eltern – ob zu Zweit, alleine oder gemeinsam mit Euren Kindern. Wer zufrieden aufwacht, der hat sich gut gebettet – und nur das zählt ❤

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26 Gedanken zu “ElternRat: Familienbett

  1. Für uns stand bereits vor der Geburt unseres ersten Kindes fest, dass dieses dann auch beim Erreichen der Durchschlafphase in das eigene Zimmer (direkt nebenan) zieht. Soweit sind wir aber gar nicht gekommen: bereits nach den ersten Nächten haben wir beide gemerkt, dass sowohl meine Frau als auch ich nicht wirklich fest schlafen konnten und wir den Eindruck hatten, dass es unserer Tochter ähnlich erging. Es war keine wirklich wohlige Atmosphäre sondern war eher ein permanentes aufeinander horchen und unruhig umherwälzen.
    So haben wir uns entschieden, dass unsere Tochter nach (ich glaube) 8 Wochen im eigenen Zimmer schläft und wir die Türen offen stehen lassen. Das Ergebnis sprach für sich: sie hat in der ersten Nacht im eigenen Zimmer das erste Mal durchgeschlafen, während wir Eltern -verrückt vor Sorge- allenthalben rübergeschlichen sind, um die Lage zu checken.
    Bei unserem Sohn sind wir ebenso verfahren, wobei er nachts eh wenig geschlafen hat (Schreikind über mehr als 3 Monate) und ich Abends mit ihm Fliegergriff durch die dunkle Wohnung geschlichen bin.
    Ausnahmen gibt es keine. Wenn die Kinder schlecht träumen oder draußen ein Gewitter tobt (davor haben beide große Angst) können sie natürlich zu uns ins Bett (ich bin als Kind immer sehr forsch in mein Bett geschickt worden). Sobald sich aber die Situation und Kinder beruhigt haben, geht es wieder ins eigene Bett.
    Auch bei Krankheiten schlafen die Kinder in ihren eigenen Betten, denn wir sehen es so, dass die Tage mit kranken Kinder lang und anstrengend sein können und da ist weder den Kindern noch den Eltern geholfen, wenn letzere völlig übermüdet sind.

    Bei einem Arbeitskollegen ist es so, dass die Tochter fast jede Nacht ins elterliche Bett krabbelt und mein Kollege nicht wirklich schlafen kann. Dies sieht man ihm auch oft an und bestärkt mich in unserem Handeln diesbezüglich.

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  2. Hi Marc,

    das ist ja ähnlich wie bei uns:
    Zusammen waren alle Beteiligten eher nervös – bis wir dann beim vierten Kind als Eltern aus dem eigenen Zimmer auszogen (vor allem, weil wir dann gleich nebenan schlafen konnten – das wäre bei seinem eigenen Zimmer nicht möglich gewesen).

    Ich kenne eine Menge übermüdete, teilweise gequält-übellaunige Eltern – auch lange nach der Babyzeit. Irgendwie muss man doch einen Weg finden können, auf dem alle ihre Erholung finden.

    Bei uns wacht Nummer 4 manchmal nachts noch auf, aber eher selten. Dann gehen wir hoch und kümmern uns um ihn.

    Unsere Ausnahmen sind ja auch wie bei Euch: Krankheit und Albträume, aber nach dem Beruhigen wieder in das eigene Bett.

    Liebe Grüße

    Lareine

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  3. Ein schöner Text, der doch leider in Abschnitten nach Rechtfertigung klingt. Das hätte es nicht gebraucht. Denn, wie du sagst, die Bedürfnisse aller sind gleich wichtig, auch wenn ein kleines Baby nicht mit der Befriedigung seines Bedürfnisses allzu lang warten kann. Generell finde ich es sehr problematisch, wenn sich nur alles nach dem Kind richtet, denn seinen wir ehrlich, nicht das Kind ist die Hauptperson der Familie, sondern der Erwachsene, der die Hauptsorgearbeit macht. Meist also die Mütter. Geht es der Mutter gut, geht’s dem Rest automatisch auch ganz gut. Und Schlaf gehört nunmal ganz grundlegend zur Gesundheit des Menschen. Derjenige, der die Familie zusammen und am Laufen hält, der mit den Emotionen und Bedürfnissen aller jonglieren muss, der muss fit sein. Ist ne einfache Rechnung. Und bei 3+ Personen in einem Ehebett ist das schlicht nicht drin.

    Beeindruckend finde ich die Beschreibung des Schlafzimmers. Ich würde nie auf die Idee kommen, mein Schlafzimmer romantisch statt rein funktional zu gestalten ;-D Witzig, oder? Unsere Wohnungen unterscheiden sich bestimmt sehr.

    Lustiger Weise hat sich das Familienbett aber in einer Hinsicht für uns als echter Erfolg herausgestellt. Weil Papa oft lange arbeitet, kleben die Kinder nachts an ihm. Und ich muss nach dem Abstillen keine einzige Nacht ran, egal ob Zahnen oder Erkältung. Nur, wenn ich eh zufällig aufs Klo muss, etc. und ein Kind unruhig ist, dann kraule ich es, bis es wieder tief schläft. So kann ich persönlich sagen, für mich ist unser Familienbett tatsächlich super. Der Papa tut sich mit der Aussage wohl etwas schwerer…

    Bei uns funktioniert das aber auch so gut, weil bisher alle Kids immer super gut schliefen. Das war schon fast unheimlich. Nachts rumtragen oder in den Schlaf schuckeln gab’s bisher noch nie. Ich wünsch mir auch, dass das so bleibt.

    Traurig finde ich, wie gesagt, dass man oft einen pädagogischen Hintergrund da hinein interpretiert. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich sinnvoll ist, um jedes Detail im Zusammenleben so ein Gedöns zu machen. Vor allem, weil ja oft Sachen verdreht werden. Wissenschaftliche Fragestellungen entstehen ja aus der Frage heraus, wie Dinge, die man so vor sich sieht, überhaupt funktionieren und wie sie entstanden sind. Die Erkenntnis wird also von bereits bestehendem Verhalten abgeleitet, nicht anders herum. Die Natur funktioniert ja nur, weil sie auf Pluralität ausgelegt ist und nicht auf die Frage, was denn optimal sei. Darum finde ich es ein ganz übles Verständnis von Wissenschaft, zu sagen ‚Wissenschaftler haben herausgefunden, dass xyz so funktioniert. Also ist das Richtig und daraus kann man schließen, dass dieser Mechanismus für jeden Menschen optimal ist.‘ Wer so denkt , sollte sich einem religiösen Guru anschließen, um glücklich zu werden. Wissenschaft kann sich immer nur an dem schon Vorhandenen orientieren. Zu bewerten, was wann wie besser ist oder schädlich, ist nur bedingt wissenschaftlich möglich. Denn streng genommen bewerten da die Wissenschaftler und noch strenger genommen spekulieren die dabei. Ein Mathematiker würde bei solcher Art Wissenschaft einen Herzkasper bekommen. Darum müssen Aussagen ziemlich allgemein gültig gehalten werden, wie etwa ‚Körperliche Gewalt führt oft (in x% der untersuchten Fälle) zu psychischen Beeinträchtigungen (Aufzählung der häufigsten Probleme) bei Betroffenen.‘ Konkreter darf’s – rein wissenschaftlich gesehen – tatsächlich nicht werden. Wie will man da überhaupt irgendeine sinnvolle Aussage über Pädagogik in Bezug darauf machen, wer wann in welchem Bett schläft. Die ganze Diskussion ist eine einzige Kakophonie persönlicher Meinungen, gespeist von Erfahrungen, Verallgemeinerungen und Ideologien.

    Ich kenne genügend Geisteswissenschaftler, die über diese unsachliche, machtausübende Art der Diskussion über den Umgang mit Mitmenschen Heulkrämpfe bekommen. Es bleibt einem eigentlich nur, es selbst besser zu machen und so auch seinem Kind ein Vorbild zu sein.

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  4. Ich persönlich mag das Familienbett ganz gerne. Allerdings bin ich auch alleinerziehend mit meiner Tochter und so bleibt in unserem (meinem!) Bett genug Platz dafür. Zwischendurch hatte ich die Kleine mal ausquartiert, führte aber nicht zu sonderlich tiefen Schlaf bei ihr und somit zu vielen Schlafunterbrechungen bei mir.

    Erst vor einigen Tagen habe ich ihr Gitterbett endgültig abgebaut. Ist ja Platzverschwendung und sie hat dafür jetzt eine Tobe-/Kuschelecke. Allerdings arbeite ich schon an einem Plan sie bald endgültig an ihr Zimmer zu gewöhnen. Dafür spare ich die nächsten Monate und dann bin ich frei. 😉

    Ganz ehrlich : manchmal ist es echt schön mein Bett für mich zu haben. Und wenn sie dann bei Oma oder Papa übernachtet, kann es dann doch sein, dass ich die Kleine neben mir vermisse.

    Zum Thema Familienpflegerin: bitte, bitte schreib was dazu!!! Was du machst, wie man an solche Hilfen kommt, was du an deinem Beruf magst, was nicht, usw.

    Liebe Grüße!

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    • Hey, danke für Deinen Kommentar.
      Ich kann mir gut vorstellen, dass man sein Kind im Familienbett vermisst. Aber ebenso gut verstehe ich, dass Du gerne mal Deine Privatsphäre hast und alleine im Bett liegst, wenn sie irgendwann „ausquartiert“ wird. Manches ist einfach für eine Weile schön und sinnvoll und endet dann wieder.
      Klingt auf jeden Fall schön und irgendwie kuschelig, dass Ihr zusammen schlaft. Und es ist in der Tat zu Zweit sicherlich ausreichend Platz da. Wieso sollte man den nicht für diese Zeit nutzen? 😊

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  5. Liebe Rosalie,

    ja, ich bemerkte bereits, dass es rechtfertigende Anklänge gibt – aber die haben ich im Artikel belassen, weil ich sie anscheinend ja spüre. Immer mal wieder habe ich das bei Themen, die mir suggerieren, ich würde den Kindern etwas elementar Gutes vorenthalten.
    Und ich glaube, manche andere Mutter empfindet ähnlich – deshalb habe ich es stehen gelassen. Fühlt sich ja gut an, mit etwas Bestimmtem nicht alleine zu sein 😉
    Sehr gut, dass Du mich daran erinnert hast, dass es keinen Anlass für Rechtfertigungen gibt – danke dafür!

    Und was Du zur (un)wissenschaftlichen Diskussionskultur sagst, das kann ich nur freudig unterschreiben!
    Ich bekomme da auch das Grausen. Jahrzehntelang hieß es beispielsweise:
    „Studien beweisen, dass Stillen gesundheitlich betrachtet ultimativ das Beste ist!“
    Daraufhin gab es massiven Druck auf alle jungen Mütter. Neulich gab es eine Langzeitstudie mit über 4.000 Kinder. Zur Hälfte gestillt, zur Hälfte mit Flasche gefüttert. Ergebnis: Kein Unterschied. Weder weniger Allergien, noch sonstige medizinische Vorteile. Auch nicht weniger emotionale oder psychische Auffälligkeiten. Die Stillkinder hatten häufiger Asthma. Dieser Punkt wird wohl noch genauer untersucht – das könnte eine Scheinkorrelation sein.
    Diese Studie wurde jedenfalls kaum beachtet. Weil sie wohl vielen nicht in den Kram passte.

    Weiteres Beispiel: Es wird belegt, dass es die „Mondsucht“ nicht gibt. Jegliches Wachliegen und alle Schlafprobleme während des Vollmondes sind rein subjektiv und nicht dem Mond geschuldet.
    Wenn man dies schreibt (wie ich gestern bei Twitter) ist die Reaktion (so wie gestern wieder) eher so:
    „Ja, aber hier ist das so in meiner Familie. Als ob die Wissenschaft mehr weiß als die Erfahrung einer Familie.“
    Ich bekomme dann so etwas wie mentales Kopfhautjucken.

    Irgendwie gibt es viele Menschen, die denken, sie als Laie könnten zusammen mit befreundeten Laien jegliche Langzeitstudien führender Wissenschaftler außer Kraft setzen – ist das Hybris oder Unwissenheit?

    Themen wie „Bindungsprobleme von Heranwachsenden durch Frühbetreuung“, „Verhaltensauffälligkeiten und negative Neigungen von Scheidungskindern“ und Ähnliches werden gerne so betrachtet:
    „Solange mich die Studien bestätigen, hole ich sie hervor. Sagen sie das Gegenteil, winke ich ab.“

    Das ist wohl das Gleiche wie bei diesen Tarotkarten: „Sagt man mir Reichtum und Liebe voraus, glaube ich an diesen Spuk. Geht es um Krankheit oder Tod, dann halte ich es für Blödsinn.“

    Man hat eben die Neigung, sich zu beflunkern oder nicht bereit zu sein, konsequent seiner Linie zu folgen: Entweder, ich vertraue Studien (wenn ich ihre Quelle und Vorgehensweise geprüft habe) oder eben nicht. Ansonsten kann man es gleich lassen. Letztlich werden lediglich Zusammenhänge hergestellt – manche gefallen einem und andere nicht. Oft spielt einfach nur Angst eine Rolle.

    Angenommen, früh fremdbetreute Kinder wiesen in einer Mehrzahl der Fälle wirklich als Teenager Bindungsprobleme auf. Dann wäre es doch gut das wissen, wenn man früh fremdbetreute Kinder hat, um Maßnahmen ergreifen zu können. Indem man die Studie geistig verwirft, erreicht man im Grunde ja nichts.
    Darauf bilden sich dann auch die Ideologien, die Du erwähnt hast. Diese sollen vermutlich die eigene Meinung unterstützen. Denn wie Du schon schriebst: Wie soll man denn herausfinden, welche emotionale Konstitution Kinder haben, die im Familienbett schliefen? Man kann ja gar nicht die gleichen Bedingungen schaffen. Vielleicht wirkt das Zusammenschlafen individuell verschieden auf die Kinder? Oder das Wohlbefinden hängt mit dem Platzangebot der Familie im Bett zusammen oder, oder, oder …

    Ach – ich fragte eben unsere Nummer 2 (11 J.), nachdem sie den Artikel zum Familienbett gelesen hatte: „Na, was sagst du denn zum Thema?“
    Sie: „Macht das echt jemand? Jahrelang? Zusammen schlafen?“
    Ich: „Klar, viele mögen das gerne.“
    Sie: „Bläh! Ich stelle mir das grausig vor. Total eng, viele Körper an meinem und dann rutscht Nummer 3 am besten noch das Nachthemd hoch und ich hab ihren nackten Popo am Arm! Nee, danke!“

    Ich wette, Nummer 3 fände das schön, zusammen zu schlafen. Nummer 1 empfindet Nähe auch eher als eine diskussionswürdige Angelegenheit und bei Nummer 4 muss man abwarten, wie er so ist. Aber er schlief ja als Baby schon besser, wenn wir Eltern uns verkrümelt haben …

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    • Danke für deine ausführliche Antwort. Vielleicht wissen eben nur Wissenschaftler, dass Wissenschaft durchaus relativ ist. Eine Korrelation oder eine Beobachtung in die eine Richtung, muss nicht unbedingt das Gegenteil als logischen Umkehrschluss haben. Jedenfalls nicht in der Biologie, in Mathe und Philosophie vielleicht manchmal schon. Es ist ein schweres Thema. Und dennoch, beim Schlafen ist es eben genau so eine Sache.

      Jemand ist super mit seinen Kindern und schläft in getrennten Zimmern und jemand hat ein Familienbett, ist aber unausgeschlafen und motzt nur am Kind rum. Und jetzt kann ich genau gar nix beurteilen. Und schon gar nicht als Außenstehender. Und wenn man nix Gehaltvolles beizutragen hat zu fremden Betten, darf man ruhig mal die Klappe halten. Man fragt sich auch manchmal, ob die Menschen wirklich keine konkreten anderen Probleme haben, als andere schlecht zu machen wegen solcher aus dem Kontext der Familie gerissenen Einzelfakten wie Schlafsituation. Und am wenigsten interessieren sich die Kids dafür. Die wollen nämlich nur, dass Mama und Papa sie lieb haben. Muss man das wirklich extra betonen, dass sich lieb haben im Zweifelsfall schon viel hilft und Details manchmal gar nicht entscheidend sind?

      Ach und ein Wissenschaftler würde sich tunlichst hüten seine beobachteten Fälle im Rundumschlag auf alles und jeden zu verallgemeinern. Denn dann kommt morgen der nächste und beweist das Gegenteil. Und zwar unabhängig von dem, was denn nun ‚wirklich‘ zutrifft. Allein die gewählten Methoden, die Auswertung und die beobachtete Gruppe – also der gesamte Versuchsaufbau – ermöglichen es ein vorgegebenes Ergebnis zu erzielen. Laien sehen darin oft den Fehler, die Fehlbarkeit der Wissenschaft. Dabei ist genau das ihre Stärke, denn die ‚Realität‘ ist nunmal redundant und so wird sie durch unterschiedliche Studien auch recht gut beschrieben. Das ist leider nur nix für Menschen, die gerne einfachen Wahrheiten glauben wollen – warum auch immer. Es nimmt unserer Gesellschaft viele Möglichkeiten. Ich hoffe es meinen Kindern anders vermitteln zu können.

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      • Das kannst Du ihnen bestimmt vermitteln.

        Es muss ja auch nicht jeder ein Wissenschaftler sein, aber Wissenschaft so zu drehen, wie man sie gerade zu brauchen meint, ist nicht zielführend.

        Selbst so leichtverdaulich publizierte Untersuchungen, wie man sie oft liest, enthalten oft viele (Denk-)Ansätze.
        Und auch diese werden dann manchmal bald (oder Jahre später) widerlegt.

        Ich frage mich auch, was Menschen dazu treibt, sich in das Schlafverhalten oder andere private Entscheidungen fremder Personen einzumischen.

        Eventuell ist es Langeweile oder der Wunsch, seine eigene Entscheidung zu legitimieren oder zu untermauern, indem man möglichst viele versucht, durch moralischen Druck auf seine Seite zu befördern?
        Dazu wäre nun eine psychologische Untersuchung gefragt 😉

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  6. Liebe Lareine,
    mal wieder ein toller Artikel. Uns geht es auch so. Beide Kinder haben bis 7 Monate im Beistellbett geschlafen und sind dann in ihr eigenes Zimmer umgezogen. Die Große ist jetzt 5, die Kleine 15 Monate und beide schlafen besser alleine. Familienbett kam für uns nie infrage und so haben wir jetzt relativ entspannte Nächte. Zudem habe ich nicht das Gefühl, dass unsere Kinder etwas vermissen. Ich finde das mit der Pädagogik immer schwierig… Letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden. Danke jedenfalls, dass Du diesen Artikel geschrieben hast. In unserem Bekanntenkreis scheinen wir nämlich die einzigen zu sein, die das hochgelobte Familienbett nicht praktizieren (und haben uns immer heimlich gefragt, ob das ok ist oder wir nur egoistisch). Und ja, ich würde gerne über Deinen früheten Job lesen und darüber, wie es Euch in der Kur ergeht.
    Liebe Grüße
    Michi

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    • Liebe Michi,

      danke für das schöne Feedback.

      wir hatten auch manchmal das latent schlechte Gewissen, bzw. den stummen Vorwurf des Egoismus, aber wo käme man hin, wenn man nicht entscheiden dürfte, wie man (für sich am besten) schläft?
      Wie ich ja schrieb: wenn etwas so „hcohgelobt“ ist, dann werde ich misstrauisch. Ich frage mich dann, warum niemand über Schattenseiten spricht. Denn die gibt es ja bei allem. Und wenn man mit diversen Kindern das Bett teilt, dann wird es doch Nachteile geben – so einer unserer Gedanken.

      Letztlich passt es nicht zu uns. Und so, wie ich meine beiden Großen kenne, würden sie es nicht mögen. Die Kleine vielleicht schon. Aber mein Mann und ich eben nicht.

      Inwieweit sich das Familienbett auf die kindliche Entwicklung oder Bindung auswirkt, werden die kommenden Jahre und Jahrzehnte zeigen. Denn es ist (so in kulturell ganz anders gelagerten Ländern oft praktiziert) in unseren Breitengraden etwas Neues. Und wirkt auf unsere Kinder anders als auf Kinder in einem Urwaldvolk.

      Jede Familie ist wirklich einzigartig und sollte ebenso entscheiden dürfen.

      Ich schreibe dann demnächst mal etwas zur Familienpflege – obwohl ich den Beruf nicht mehr ausübe. Doch habe ich vielfältige Erfahrungen gemacht und kann ein paar Dinge dazu schreiben, die vielleicht ganz interessant sind.

      Ganz liebe Grüße

      Lareine

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  7. Hallo Lareine,
    Du kannst so wunderbar freundlich und offenherzig schreiben, selbst zu Themen, die andernorts zu schlimm aufgeladenen Kontroversen führen würden. Kompliment dazu!

    WIr sind passive Opfer des Familienbettes geworden 😀
    Als ich mit unserem ersten Kind schwanger war, war ich fest davon überzeugt, dass es niemals bei uns im Bett schlafen sollte. Ich hatte nämlich Angst vor dem plötzlichen Kindstod.
    So einfach.
    Und ganz rational entschlossen.
    Stubenwagen, ein altes Familienerbstück, stand bereit.
    Das Kind wurde in einer Sommernacht geboren, ich war überwältigt von meinen Muttergefühlen, die ich so nie erwartet hätte.
    Wir fuhren noch vor der Morgendämmerung wieder heim, legten uns ins Bett – und ich fühlte ohne den geringsten Hauch eines Zweifels und übermannt von archaischen Instinkten:
    Dieses kleine Menschlein, soeben noch so dicht bei mir gewesen, nun in die Welt geboren, kann überhaupt nirgendwo anders diese seine erste Nacht verbringen, als ganz dicht bei mir.
    Zack: War das Kind im Elternbett. Und da blieb es auch.
    Was soll ich tun?
    Das zweite Kind wurde geboren, es wurde ein Gitterbett mit einer Gitterseite abmontiert angestellt und wir schliefen zu viert.
    Das dritte Kind wurde geboren – nun stand ein Etagenbett neben dem Ehebett und wir schliefen zu fünft.
    Ich weiss, es klingt sehr absonderlich. Aber wenn man so drin ist, in der Situation, merkt man es gar nicht mehr 😀
    Und tatsächlich war das Modell für uns gut.
    Das vierte Kind machte sich auf den Weg. Wir zogen in ein größeres Haus.
    Inzwischen gab es Auflösungstendenzen für das Familienbett:
    Der ältere Sohn wollte im eigenen Zimmer schlafen und tat es.
    Die große Tochter schlief mit der kleinen Tochter im „Mädchenschlafzimmer“.
    Wir zwei Eltern allein mit Babykind Nummer 4 – ungewohnt 😉
    Dann kam der ältere Sohn in die Schule und die neue, verunsichernde Situation trieb ihn zurück ins Familienbett.
    Die große Tochter entwickelte (wirklich schlimme) nächtliche Ängste und suchte unsere nächtliche Präsenz.
    Es wurde etwas eng.
    Mein Mann legte sich also im Mädchenzimmer zur jüngeren Tochter.
    Die jüngere Tochter wünschte sich ein Hochbett im eigenen Zimmer und schlief dort dann allein
    usw.
    Unsere Schlafsituation unterliegt ständigem Wechsel, ständiger Fluktuation und einer großen Dynamik.
    Aber so klar, wie es für euch so gar nicht ginge, so klar könnten wir es nicht anders handhaben.
    Da sind wir unserer Eigenart hilflos ausgeliegert ;D
    Und doch, ich würde es exakt wieder so machen.
    Weil ich, weil wir nicht anders können.
    So wie oben ein Kommentator schrieb, das Kind im Elternschlafzimmer hätte ein ständiges Aufeinanderhorchen zur Folge gehabt, so tritt dieser Effekt bei mir genau dann ein, wenn die Kinder *nicht* in meiner Nähe schlafen. Jedenfalls die Kleinen. Bei den großen relativiert sich das dann wieder 😉

    Und – Du hast so vollkommen recht:
    Darauf kommt es an: Sich nicht zu verbiegen, nicht der öffentlichen Erwartung oder irgendeinem Ratgeber entsprechen zu wollen, sondern den persönlich stimmigsten Weg zu finden.

    Liebe Grüße!

    Esther

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    • Liebe Esther,

      herzlichen Dank für Deinen Kommentar und das liebe Kompliment.😊

      Das klingt wirklich nach Eurer persönlichen Lösung – so meinte ich das auch: Da sich in jeder Familie andere Individuen „zusammentun“, sollte sie gemeinsam Wege für das ureigene Zusammenleben finden.

      Man spürt ja, ob eine Sache – wie hier das Familienbett – einem guttut oder eben nicht. Der eine findet kaum Schlaf direkt neben dem Baby und der andere bekommt kein Auge zu, wenn es nicht in Sichtweite ist. Beides finde ich verständlich.
      Ich hab unseren Kleinen immer vermisst, wenn er da so alleine im Schlafzimmer lag. Aber wenn ich neben ihm lag, fanden wir beide keine Ruhe.
      Daher mochte ich es, morgens noch mal ein bisschen mit ihm auf dem Sofa zu schlummern 😊 Da ging das dann wunderbar.

      Ich finde Eure Schlafsituation sehr interessant – vor allem die beschriebene Fluktuation. Wie sich immer wieder ändert, wer wo schläft und am besten schlafen kann.
      Danke für diesen Einblick!

      Liebe Grüße
      Lareine

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  8. Ja, wir haben ein Familienbett (die Kids schlafen in ihren Betten im Kinderschlafzimmer ein, kommen aber nachts oder früh zeitig zu uns ins Bett) seit 4,5 Jahren. Davon haben wir 3,5 Jahre erst zu dritt auf 1,40m und dann zu viert auf 1,40m+Babybalkon geschlafen, neuerdings haben wir 1,40m+0,9m Anbaubett zu viert. Ja, ich schlafe besser (durch), wenn kein Kind zwischen uns liegt…
    Aaaber: Die Kids (4,5 und 2 Jahre) kommen beide alleine zu uns rüber ins Bett und unter unsere Decke gekrabbelt. Die Nächte, wo ich wirklich mal aufstehen muss, kann man im Jahr an einer Hand abzählen… Knie und andere Körperteile, die mich stören, werden von mir zur Seite geschoben oder es wird auch mal ein Kind weggerollt. Wer zu wild rumstrampelt, wird darauf hingewiesen und dann entweder in den Anbau mit eigener Decke verfrachtet oder das Kind hat die Wahl wieder ins eigene Bett zu gehen.
    So, muss ich mich nachts höchst selten unter meiner Decke hervorbegeben und bin auch meist innerhalb weniger Minuten wieder eingeschlafen. Es kommt auch vor, dass keiner von uns mitkriegt, wenn ein Kind zu uns kommt…
    Für uns persönlich wäre es viel anstrengender, nachts die Kinder in ihren Betten zu beruhigen, evtl. beim Einschlafen zu begleiten oder auch irgendwelche Gespräche nachts mit den Kindern zu führen…
    Von daher kann ich der Rechnung von Rosalie nicht ganz folgen, dass man mit 3+ Personen im Bett nicht fit für den nächsten Tag werden kann. Ich wäre viiiel unfitter, wenn ich die Kids nachts nicht reinlassen würde.

    Von daher: Jedem das Seine und mir das Meine :o)

    Alles Liebe ♥
    Nadine

    Ps.: Und ja, unbedingt bissel was über deine Arbeit als Familienpflegerin erzählen und über euer ‚andere‘ bedürfnisorientierte Erziehung…

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    • Liebe Nadine,

      genau so meinte ich das: jeder macht es so, wie es für ihn am besten passt.
      Unsere Kinder kommen nachts so unglaublich selten, dass es für mich okay ist, mal ab und an ein bisschen müder in den Tag zu starten. Kämen sie aber oft, dann würde ich mir das mit dem Aufstehen auch überlegen 😀

      Vielen lieben Dank für den Einblick in Euer Schlummerverhalten – es ist doch interessant, wie viele Möglichkeiten und Lösungen es so gibt!

      Ich schreibe jetzt bald etwas über die Familienpflege. Und gerne auch über unsere Art, bedürfnisorientiert zu leben – war auch ein guter Tipp von Dir! Danke ❤

      Liebe Grüße

      Lareine

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  9. Pingback: ElternRat – Familienbett: Ja oder Nein? | Villa Schaukelpferd

  10. Liebe Lareine,

    lieben Dank für’s Mitmachen (ich hoffe, Croissant und Cappuccino haben gemundet? ;))
    Der Abschnitt über Bedürfnisorientierung hat mir besonders gefallen. Vielen Dank auch für deinen Mut, einen Einblick in deine eigene Biographie zu geben!
    Ein sehr authentischer Artikel! Und erst die Bilder!! Beim Foto der Königsfamilie ganz oben habe ich geschrien vor Lachen 😀 Wirklich durch und durch gelungen.
    Danke nochmal.
    Liebe Grüße
    Christine

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    • Liebe Christine,

      mein virtuelles Croissant war köstlich 😉
      Ich freue mich sehr, dass Dir mein Beitrag so gut gefallen hat – der Elternrat ist aber auch eine wirklich gute Idee!

      Ganz liebe Grüße

      Saskia

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  11. Liebe Lareine,
    danje für diesen Text, Du sprichst mir aus der Seele. Schön, das mal so zu lesen, denn mich plagt oft ein schlechtes Gewissen, wenn mir wieder jemand erzählt, die Kinder würden die nächtliche Nähe doch brauchen. Da tut es gut zu lesen dass wir nicht die einzigen sind die das Schlafen im Elternbett restriktiver handhaben und gut damit fahren.
    Danke also und ein schönes, hoffentlich auch bei Euch goldenes, Herbstwochenende (unsere Zwillinge werden heute vier Jahre alt, ich kann es kaum glauben!)
    LG Birte

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    • Liebe Birte,

      oh wie toll! Schon vier Jahre! Happy Birthday für die großen Kleinen 🎂🎁🎈
      Ja, wir fahren wirklich sehr gut damit. Tagsüber und auch beim abendlichen Kuscheln bekommen unsere Kinder sehr viel Nähe. Aber eine ganze Nacht wäre uns zu viel, vor allem, wenn es dann für Jahre so wäre.
      Unsere schliefen auch immer viel ruhiger, wenn sie alleine im Raum waren. Wir haben sie ab und an mal beruhigt, wenn sie schlecht träumten – so wie beschrieben – aber wir haben nicht wer weiß wie viele Nächte durch das Haus zu den Kinderzimmern wandern müssen.
      Das kann man an höchstens vier Händen abzählen – binnen 13 Jahren.

      Ich wünsche Euch einen ganz schönen Sonntag mit Sonnenschein für Eure Geburstagskinder!

      Lareine

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      • Danke sehr! Wir hatten viel Sonne zum Kindergeburtstag heute.
        Bei uns hat in „normalen“ Zeiten das Kinderschlafen im eigenen Bett immer gut funktioniert. Gekippt ist es bei der „Großen“ mal als ich während der Zwillingsschwangerschaft vier Wochen im Krankenhaus war – aber das ist ja kein Wunder, da wankt ja irgendwann auch das Weltbild so eines 18-monatigen Mäusekindes… muss heute noch schlucken…
        Aber zurück zum Bett: Ja, wir mussten eine Zeit lang schon eine gewisse Energie investieren, auch nachts, um das Elternbett als Elternbett durchzusetzen. Gefühlt war es auch oft viel Energie. … nachts fühlt sich ja vieles schwerer an als tagsüber. Es wäre oft einfacher gewesen, das jeweilige Kind einfach mitzunehmen. Aber es war uns trotzdem die „Mühe“ wert, die Kinder nachts so zu beruhigen, dass sie gut bei sich weiterschlafen konnten. Und kuscheln tun wir dann am Tage 🙂

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  12. Ich kann deine Gedanken ganz gut nachvollziehen! Mit der ersten Tochter konnte wir nicht wirklich in einem Zimmer schlafen, da sie von jedem Geräusch aufgewacht ist und auch in den Schlaf geschaukelt werden wollte. Da ich nach der PDA unter starken Rückenschmerzen leide hab ich auch das begleitete Weinen durchmachen müssen. Mein Herz hat geblutet aber ich war am Ende… Und schon nach kürzester Zeit hat sie selber friedlich geschlafen.. Das hat sie wohl gebraucht. Die Kleinste schläft noch bei uns im Zimmer da sie erst 2 Monate jung ist und auch geschaukelt werden will. Mal sehen wie lange ich es diesmal aushalte, aber ich hoffe dass sie bald selber genug von meinen Schaukeleinheiten hat. Im Familienbett schläft sie aber nicht da ich sonst kein Auge zukriegen würde. Sie selber mag das auch nicht, da gibt es nur Geschrei…
    Liebe Grüße
    Tanjushka

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    • Hallo Tanjushka,

      danke für Deinen Kommentar 🙂
      Ich bin ganz sicher, dass es niemals DIE Lösung gibt, weder für einzelne Menschen noch für eine ganze Familie. Natürlich gibt es immer wieder Strömungen und Ideen, die als die beste aller Lösungen präsentiert werden und wenn man diese inhaltlich nicht für sich brauchen kann oder will, dann muss man sich irgendwie differenziert damit auseinandersetzen. Mehr sogar, als wenn man sie einfach übernimmt.
      Und es ist für mich sehr interessant, dass Du ähnliche Erfahrungen gemacht hast – es gibt Kinder, die sind gerne alleine. Auch im Schlaf. Nicht den ganzen Tag natürlich – Gott bewahre! Aber immer mal wieder. Introvertierte Menschen zum Beispiel. Aus diesen besteht unsere Familie überwiegend. Und wir alle schlafen besser, wenn wir alleine sind. Nur Nummer 3 ist da eine Ausnahme.
      Sie will dauernd Gesellschaft und dauernd Nähe und würde auch bestimmt mit 17 noch mit mir zusammen schlafen wollen.
      Da müssen wir immer schauen, wie wir ihre und unsere Bedürfnisse in Einklang bringen, was nicht immer möglich ist und Abstriche bedeutet. Das wiederum finde ich gut. Man lernt, zu geben und seine Grenzen wahrzunehmen zugleich lernt sie auch, dass nicht alle Bedürfnisse durch anderen Menschen erfüllt werden (können) und wir dennoch ihre Bedürfnisse in unserer Wahrnehmung haben.

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