Mein #Mutterkoerper: Jubel und Tränen

Das Thema ist für mich nicht einfach – das sage ich zu Beginn.

Auch habe die vier (eigentlich sechs) Schwangerschaften immer mit gemischten Gefühlen begonnen. Ich mochte es nicht immer, mir meinen Körper zu teilen, nach der ersten Geburt fürchtete ich das für mich so nervtötende und schmerzhafte Stillen, ich hasste es, wie taub und wabbelig sich der Körper nach der Geburt anfühlte. Und dann diese tausend Dinge, die nie vorher mal jemand ausspricht oder einem sagt. Ich hatte immer Angst vor den Geburten und beschreibe sie bis heute als überwältigende Ereignisse. Jede auf ihre Art.

Nein, der Zustand, immer heftiger werdender Wehen mit Aussicht auf Steigerung, nackt auf allen Vieren bei der Hausgeburt vom Bad ins Wohnzimmer kriechen, das taube Gefühl beim ersten Pieseln nach der Geburt und Dammnähte, die sich anfühlten als reichten sie bis in den Nacken –  oder bei der vierten und mit Abstand heftigsten Geburt, als ich lakonisch dachte: „Hey, schlimmer kann es nicht mehr werden, weil ich nicht mehr lauter schreien kann“ – all das macht es für mich nicht zum „schönsten Tag in meinem Leben“.

Nur der Moment, in dem man den neugeborenen Menschen zum ersten Mal umarmt – der ist absolut überwältigend einmalig. Da wären dann also die schönsten Momente im Leben.

Der Rest kann mir gestohlen bleiben. Ja, ich war total stolz auf mich – besonders nach der ersten Geburt, während der ich den Wunsch unterdrückte, um einen Kopfschuss zu bitten. Der ganze Sermon rund um „ich hab es ohne Schmerzmittel durchgehalten“ gilt auch für mich. Drei Mal weil ich keine Schmerzmittel brauchte (oder im Geburtshaus/Hausgeburt hätte haben können) und einmal weil es dafür schon zu spät war. Hab mich ganz brav ganz tapfer geschlagen – so, wie es von uns Frauen verlangt wird. In der modernen Zeit, in der man sich des Naturalismus bedient, wann immer es en vogue erscheint (ausschließlich beim Kinderkriegen- und haben!)

So viel zu der Zeit vor dem „After Baby Body“ (Was’n Wort, würg)

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Bauchmuskeln ohne Ende – nutzen aber nix: Geht genau so wenig in die Form zurück wie der Überraschungsei-Inhalt …

Mutterkörper

In unserem Urlaubs-Beitrag habe ich ein Bikinifoto von mir veröffentlicht. Darüber habe ich natürlich vorher ein Bisschen nachgedacht. Dann aber entschieden, dass es eine gute Entscheidung ist. Für mich war es ein Schritt, etwas selbstsicherer mit meinem Körper umzugehen. Das Foto selbst war dann sogar Anlass für Resonanz – damit hatte ich nicht gerechnet. Und sie war sehr positiv für mich. Es war für mich echt ein weiter Weg bis zu diesem Foto.

Ich habe nach der ersten Schwangerschaft – ein paar Tage nach der Geburt – nackt vor dem Spiegel gestanden und einen infernalischen Schock bekommen, der verzweifelt versuchte, sich in einem Weinkrampf Luft zu verschaffen.

Ich war bis vor der Schwangerschaft eine Frau, die ihren Körper sehr mochte und gerne zeigte. Echt jetzt: Es gibt eine Menge Nacktfotos von mir. Deshalb kann ich meine Fotoalben nur einem ausgewählten Publikum zeigen. Weil ich die einfach da rein geklebt hab. Zwischen „Ausflug zum Strand“ und „Netter Nachmittag mit Freunden beim Picknick“ bin ich halt auf manchen Fotos nackt irgendwo auf einer Wiese oder alten Ruinen – da finde ich nichts dabei.

Ich gefiel mir und das fühlte sich sehr gut an. Und dann das. Dieser Anblick – das war der blanke Horror für mich. Ich dachte:

„Das war’s. Dein Körper ist hinüber und du bist gerade mal Mitte Zwanzig.“

Und dieses Gefühl blieb. Keine weitere Schwangerschaft beeinträchtigte meinen Körper weiter. Das hat alles die erste arrangiert.

Ich hatte zusätzlich noch viel zu viel zugenommen und fühlte mich einfach grauenhaft. Dann gab es da ja auch noch diesen kleinen Menschen, der mein Leben neu durchstrukturierte und der gefühlt pausenlos an diesem geschundenen Körper schmerzhaft herumsaugen wollte – ich kam kaum dazu, mich in diesem derangierten Etwas zu arrangieren. Nachts lief die Milch so stark aus meinem Busen, dass ich immer unter einen nassen Decke aufwachte, auf der Seite schlafen ging nicht, weil meine Brüste zu prall gefüllten, gefühlt kiloschweren Melonen geworden waren.

Ich fühlte mich in diesem von Milch überquellendem Körper, der sich um mich herum anfühlte wie ein geweiteter Ballon, aus dem man die Luft abgelassen hatte, mehr als unwohl: Einfach nicht zuhause.

Es war alles in allem eine körperlich gesehen nicht wirklich bereichernde Phase, echt nicht.

Ja klar, das Baby war süß und ich liebte es sehr. Das verstehst sich ja von selbst – ich finde nicht, dass man das dauernd betonen muss. Aber ich wusste, dass ich für immer verändert aussehen würde. Negativ verändert. Für immer.

Skalpell und Co

Vor einigen Jahren – da war Nummer 3 bereits im Kindergarten und ich hatte längst mein Idealgewicht zurück, suchte ich einen Facharzt für plastische Chirurgie auf. Er ist einer der renommiertesten in unserem Wohnumfeld und ich erhielt dennoch recht schnell einen Termin. Dann saß ich da zwischen lauter Frauen, deren Gesichter erstaunlich gefühlvoll straffgezurrt worden waren. Mir wurde Kaffee und Gebäck gebracht – im Riesenfernseher an der Wand lief eine Nachrichtensendung.

Ich sprach mit dem Arzt. Er bat mich, meinen Bauch freizumachen und sah sich das Ganze an. Er fasste (das ist mal erhebend!) in die überschüssige Haut und zog sie etwas vom Körper weg.

Ich, scherzend: „Das machen sie sicher nur, damit man sich in jedem Fall FÜR eine Operation entscheidet, oder?“

Er, schmunzelnd: „Nein, das geht nicht anders, um den Körper, also die Hautbeschaffenheit zu beurteilen.“

Dann sah er mich an, strich rechts und links über meine Taille, blickte an mir rauf und runter, lächelte und sagte mit strahlenden Augen:

„Sie haben perfekte Körperproportionen, Frau Essential. Sie haben einen wunderschönen Körper. Ihr Schultern-Taille-Hüftverhältnis ist nahe an der Perfektion. Unglaublich. Ich möchte ihren Körper nicht operieren.“

Ich guckte ihn vermutlich an, als hätte er gerade spontan seinen Namen getanzt. Er ließ sich nicht beirren:

„Wissen sie, das, was sie da stört, das ist nichts – ich würde es lassen. Wenn sie die Dehnungsstreifen stören, dann verstehe ich das. Und sicher könnten sie die irgendwann irgendwo lasern lassen. In Düsseldorf geht das, glaube ich. Aber ganz im Ernst: Meine Frau sieht genau so aus. Sie hat besonders viele Streifen an den Oberschenkeln. Mehr als sie. Und ich finde es eigentlich traurig, einen Körper, der so viel geleistet hat, das sich dann zeigt, wieder zurückbasteln zu wollen. Ich tue das, wenn sie das unbedingt wollen und mir sagen, dass ihr Seelenheil davon abhängt. Dieses Seelenheil bekommen sie dann für 7.186 Euro. Ich werde ihren Bauchnabel ausschneiden und die Haut drumherum straffen und wieder annähen. Dann gibt es einen Schnitt für den Nabel, dort fügt man ihn wieder ein. Die Streifen aber kann man nicht passgenau wieder zusammenfügen. Das wird man sehen können – sie verlaufen nicht perfekt ineinander.“

Den nicht unerheblichen Betrag schrieb er während der Erklärungen bedeutungsschwer auf einen Klinikflyer und schob ihn mir hin.

„Möchten sie, dass ich das tue?“

Und ich hörte mich sagen: „Nein.“

Er lächelte zufrieden und verabschiedete mich.

Perfekte Proportionen. Oh Mann, ich brauchte eine Zigarette – aber ich bin Nichtraucherin. Also musste ich so klarkommen.

Mr. Essential grinste nur während meines abendlichen Berichts des Erlebnisses und sagte:

„Das hätte ich dir auch ohne Termin sagen können.“

Und ich dachte mir: „Nahe an der Perfektion. Klang gut. Trotzdem irgendwie verhunzt, dieser Körper. Weit weg von Perfektion. Ganz weit.“ Komplimente oder fachkundige Feststellungen scheinen nicht viel zu helfen.

Schlank zu sein hilft mir. Ich fühle mich gut, wenn ich in die meisten Sachen, die ich in die Umkleide schleppe, hineinpasse. Vielleicht ist das auch schon brainwashed – wer weiß das schon? Aber ich empfinde eine gewisse Kilozahl als Wohlfühlgewicht. Und ich fühle mich damit dann in der Tat wohl. Ich bekomme Komplimente wie: „Vier Kinder und so eine Figur? Wow!“ Aber ich denke mir dann immer: „Tja, Schätzchen, IN den Klamotten sieht das gut aus.“

Man kann so hart zu sich sein …

Gedanken und Geschichte

Ich habe Freundinnen mit und ohne sichtbare Schwangerschaftsspuren. Und bei einigen anderen weiß ich nichts darüber, denn man fragt ja nicht danach. Ist nach wie vor ein Tabuthema, viele schämen sich (ich!) …

Ich finde es übrigens immer wenig tröstlich, wenn ich lese, wie jemand schreibt: „Ja, ich fühle mich irgendwie unglücklich mit meinen Streifen/meinem Bauch/meinem Busen aber dafür habe ich ja ein/zwei tolle Kind/er.“

Ich möchte dann ketzerisch rufen: „Ja, die Kinder haben auch andere – und die sehen aus wie vorher! Was soll des das für ein Trost sein, hä?“

Oder beliebt bei mir auch: „Da muss man sich mal in der Schwangerschaft nicht so gehen lassen, dann passiert das nicht.“ Blödsinn. Es gibt dünne und dicke und mitteldick/dünne Frauen, deren Körpern man die Schwangerschaften ansieht.

In einer Welt, in der man es einfach akzeptieren würde, in der wäre es leicht.

Es gab sie mal – das war unsere. Ist aber schon lange her. Ich kenne durchaus viele mittelalterliche Gemälde und Holzschnitte. Und viele sind ehrlich. Man sieht hängende Brüste und Bäuche und Schwangerschaftsstreifen. Man ging zusammen ins Badehaus, da schämte sich keine für ihren Körper. Das war eben einfach so.

Frauen bekamen weit mehr Kinder als die heutigen 1,3 – das wird man ihren Körpern wohl auch angesehen haben. Die Minderheit der Frauen geht ohne Spuren durch diese tiefgreifenden und beeindruckenden körperlichen Veränderungen. Das war früher nicht anders. Zudem begannen die Frauen mit dem Gebären in einem Alter zwischen 12 und 16 Jahren. Und hörten damit auf – äh, wenn sie fast starben. Was im Schnitt mit spätestens 50 Jahren (bei der Landbevölkerung mit 45 Jahren) der Fall war. Ein junger Körper reagiert der Sache nach heftiger auf eine Schwangerschaft. Also gab es eine Menge Tigerinnen mit Stripes – wie manche Amerikanerinnen Dehnungsstreifen nennen: „Tigerstripes“

Ehrlichkeit

Ich beneide ganz offen all jene, die makellos aussehen und sich darüber beschweren, dass ihr Popo eventuell einen Zentimeter tiefer sei als vor der Schwangerschaft. Eventuell.

Ich beneide es, dass sie sich gerne zeigen, nicht schämen (wieso zur Hölle tut man so etwas eigentlich?) und … äh … dennoch nicht zufrieden sind (wieso zur Hölle tut man so etwas eigentlich?)

Und zugleich möchte ich keinen Laser und kein Skalpell. Weil ich trotzig bin. Ich bin zu wütend auf diese ignorante Welt, die uns eintrichtert, dass wir uns zu schämen haben. Dass wir gefälligst Leben schenken sollten, ohne zu Murren und nach festen Vorgaben (selbstbewusst, Modus: spontan, schmerzmittelfrei, danach bloß nicht Jammern, weil das Baby anstrengend ist und immer schön 24/7 glücklich sein) und anschließend gefälligst noch unsere „Fuckability“ (Danke, Du großartige Caroline Kebekus) zu erhalten.

Wir habe verflucht noch eins das Wichtigste zu erhalten, das wir darstellen: Makellose Schönheit. Diese soll verdammt noch mal da bleiben. Damit wir mit über 60 auch so sexy wie die Stars sind (die waren alle bei meinem Arzt in der Klinik!).

Im Ernst: Wisst Ihr, was es alles für Möglichkeiten gibt? Mommy Makeover: OPs und Laser für zigtausend Euro. PersonalTrainer, Ernährungsberater …

Aber vor allem kann man sich für viel Geld jeden einzelnen be*** Schwangerschaftsstreifen mit kleinen Nadeln wegsticheln lassen. Aber nein – das machen unsere zweifelhaften Zwangsvorbilder nicht! Quatsch! Die schlafen einfach nur mehr und essen während der Schwangerschaften einen verdammten Reiscracker am Tag! Das ist so ein Schwachsinn!

Ich mochte ein Interview mit Kate Winslet besonders gerne. In diesem kramte sie ihr Bäuchlein raus, zeigte die Stretchmarks und sagte grinsend: „Kampfnarben.“ So einfach ist das. Kampfnarben – so etwas erwirbt man sich, Ladies – das gibt es nicht geschenkt. Kampfnarben haben Leute, die etwas geleistet haben. Vielleicht sogar mehrere Male! Seht her – ich habe welche! Das drückte sie mit diesem Wort aus und ich mag es. Was ’ne Mutige. Ich bin da schissiger. Und verschämter.

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Tigerstripes: Verdient man sich wie das Lametta an ’ner Gardeuniform (?)

Die Mehrheit aller Mamas sieht aus wie Menschen, die Kinder in sich trugen. Und die Körper sagen: „Uff, Collagenketten sind schwer zu halten, wenn sie in alle Richtungen derart gedehnt werden …“

Es gibt einfach Frauen, deren Körper das gut wegstecken und diese dürfen sich herzlich gerne freuen – es sei ihnen doch gegönnt. Und jene, bei denen es anders ist – tja, wir sollten zusammenhalten und uns daran erinnern, dass es ganz normal ist.

Vielleicht wäre es einfacher, wenn man mal drüber reden „dürfte“ statt sich zu schämen. Man müsste einfach mal drüber reden.

Oh, hey, dazu hatte Bettie ja eingeladen.

Ein dickes Küsschen dafür, liebe Bettie ❤ 

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22 Gedanken zu “Mein #Mutterkoerper: Jubel und Tränen

  1. Ich habe Dehnungsstreifen schon bekommen, als ich noch im Wachstum war. Hinten in den Kniekehlen.
    Mein Bauch schillert demnach auch in allem Farben, aber es macht mir nicht wirklich was aus, weil es eh nur mein Mann sieht, und er mich mit oder ohne Streifen, dünn, dick (in der SS sehr dick), und und und liebt. Klar fände ich mich mit festem Bauch und so auch schöner. Aber pöh, ich bin 42, habe sieben Schwangerschaften (fünf Geburten und Stillzeiten) hinter mir. Da muss nicht mehr alles perfekt sein.
    Mein Mann hat immer noch einen flachen Bauch und straffe Haut, dafür habe ich mehr Haare auf dem Kopf. 😋
    In unserem Alter und mit unseren Erfahrungen zählen doch andere Werte. Und so lange es angezogen noch gut aussieht, hahaha…

    Eine Freundin erzählte mir mal: „Ich war immer so froh, dass ich keine Schwangerschaftsstreifen habe… bis zu dem Tag, als ich mich zufällig mal nackt von hinten im Spiegel sah.“
    Ich wüsste nicht, warum es ein Tabu sein sollte darüber zu reden, ich habe das immer als ganz normal betrachtet.

    Gefällt 2 Personen

    • Eigentlich sollte es ganz normal sein, aber faktisch rückt kaum eine Mutter im persönlichen Gespräch mit solchen Details oder ihren Gefühlen zu ihrem Körper heraus.

      Haha, ja, wir haben in der Tat immer Haare auf dem Kopf. Zudem gibt es genug Männer, die körperlich auch ohne Schwangerschaften mit den Jahren nachlassen …

      Ich freue mich, dass Du einen so schönen und entspannten Umgang damit hast – sind inspirierende Worte 🙂

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  2. Hm-schämen: NEIN – ich hab ja was geleistet (wenn auch mit PDA 😉 )
    Dennoch finde ich das was übriggebliebene ist nicht den Burner – es fühlt sich halt auch nicht so dolle an wenns schwabbelt (vor allem beim Liebesakt *grusel)….unabhängig von dem was die Werbung uns zeigt find ich blöd…
    Vielleicht würde ich zu gegebenem Zeitpunkt etwas machen lassen, vielleicht auch weil ich die super Ergebnisse regelmässig live sehen kann (in der Klinik)…
    Wenn man sich für eine Seite entscheidet, verteufelt man oft die Gegenseite und umgekehrt.
    Das Credo bleibt doch: Fühl ich mich wohl und werde ich geliebt (und liebe ich mich!) – dann ist das für oder wider OP doch hinfällig, oder ?!

    Gefällt 1 Person

    • PDA zählt auch 😀 (Hätte bei Nr 4 echt gern eine gehabt…)

      Äh ja, das Schwabbeln ist grausig. Ganz gleich, ob beim Joggen/Rennen/Sex/Hüpfen. Das kann ich nicht ertragen.

      Mich würde am ehesten noch das Lasern interessieren. Darüber denke ich nach. Aber eine richtige OP…bin unsicher. Irgendwie denke ich manchmal:“ So sehe ich halt aus. Das bin ich und es gehört dazu.“ Dann wieder nervt es mich , das als „Lohn“ für’s großzügige Leben-Schenken bekommen zu haben…

      Finde es klasse, dass Du Dich null schämst. Vielleicht bin ich auch zu sehr auf’s perfekte Aussehen gedrillt worden. War meiner Mutter immer sehr wichtig… Hm, da werd ich mal drüber nachdenken.

      Danke für Deinen Kommentar und liebe Grüße! 😊

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  3. Pingback: #Mutterkörper – Mein Körper und ich – eine Geschichte voller Missverständnisse | needless to say

    • Hallo Louisa,

      das freut mich aber!
      Traurig, dass man sich erst einmal lernen muss, selbst zu akzeptieren, nachdem man Leben schenkte. Zur Belohnung sollte man noch viel schöner aussehen 😀
      Im Ernst: Ich brauche da auch schon lange Jahre – habe mir gesagt, ich solle einfach nicht so eitel sein. Dann spürte ich, dass ich das Ganze als eine Art Missgestaltung oder Entstellung empfand. Wir Brandwunden nach einem Unfall oder Narben nach einer Operation. So, als sei man ganz man selbst und mutierte binnen kurzer Zeit körperlich zu jemand fremdem. Das fand ich sehr schwierig.

      Es ist ja aber in der Tat so, dass man das neue Aussehen (welches man nun mal nicht als Verbesserung empfindet) annehmen muss. Ein schwieriger Prozess in einer Welt, die so viel Wert auf körperliche Perfektion legt und von Müttern insgesamt viel zu viel erwartet.

      Ganz liebe Grüße 🙂

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    • Liebe Kerstin, was kann ich für Dich tun? Welche Art von Twitterhilfe brauchst Du denn? Nicht, dass ich eine geborene Expertin wäre, aber ich tue natürlich, was ich kann ❤

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  4. Ich folge dir und anderen Bloggern und kommentiere fleißig 😋 aber es wird gar nicht drauf reagiert-so als ob ich nix geschrieben hätte???
    Nachrichten kann ich ja wohl nur Leuten schreiben die mir auch folgen,oder?

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  5. Du kannst @-Mentions an jeden machen. Also z.B. „@essentialunfair“. Antworten kannst Du natürlich, indem Du auf Antworten klickst, sonst bekommen die Personen das gar nicht mit.

    Personen, die Dir nicht folgen kannst Du einen Tweet schicken, aber keine Nachricht. Wie ist denn Dein Twittername? Dann testen wir das einfach mal aus 🙂

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  6. Ach der Mutterkörper…ist es nicht generell der Frauenkörper? Als Teenager war ich unsicher. Ist mein Hintern zu dick? Mein Busen zu klein? Dann hatte ich lange das Thema Haut. Eigentlich hätte ich mich freuen müssen. Keine Pickel oder ähnliches. Ich war makellos weiß. Und da lag der Hund begraben. Entweder ich verbrannte in der Sonne, was echt unangehm war, oder ich musste mich mit Sonnencreme einschmieren. Was hörte ich STÄNDIG? “ Tja, wenn du dich immer so eincremst, kannst du ja nicht braun werden. “ Es war mir immer egal gewesen, bis eben diese Teenager Sprüche kamen und alle ihren Bräunungsgrad verglichen. Irgendwann mit 20 wars mir dann egal. Ich funktioniere im Meer als leuchtende Boje :-D, dafür kann ich ziemlich elegant am abend aussehen.
    Mit Ende 20 begriff ich auch, dass meine Figur total in Ordnung ist und ich mich überhaupt nicht verstecken muss. kaum im neuen Lebensgefühl angekommen, bekam ich Kinder. Ich habe Glück gehabt, denn bis auf die Dehnungsstreifen an Hüfte und Knie (weiß der Kuckuck wieso da) die ich schon als teenagerin hatte, hat sich nicht viel verändert. Außer, dass mein kleiner Busen nun garnicht mehr da ist. Da musste ich erstmal schlucken und dann habe ich mir halt eine Batterie Bustiers gekauft, die alten BH s in eine Kiste verstaut und finde das jetzt einfach mal ok so.
    Richtig schade hingegen finde ich, dass meine Nippel tatsächlich irgendwie ziemlich maltretiert und ausgeleiert von der Stillerei sind. Das sieht total doof aus.
    Und ich traue mich nicht mehr in die Sauna, weil ich an einer ziemlich delikaten und unangenehmen Stelle eine riesen Krampfader in der letzten Schwangerschaft bekommen habe. Die hat sich zwar weitestgehend wieder verdünnisiert. Aber bei großer Hitze, da merke ich wieder eine leichte Schwellung. Und die möchte ich auf keinen Fall dauerthaft produzieren.
    Aber als Trost für alle Mütter…ich habe beobachtet, dass Mütter im Vergleich zu Singelfrauen oft viel jünger wirken. Ach was sage ich, auch die Väter. Man bleibt am Puls der Zeit. Ich habe schon oft über das Alter diverser Eltern gestaunt und hätte sie nie auf ihr wahres Alter geschätzt. Sondern immer jünger. Ausnahmen gibt es natürlich immer. Aber was machen schon ein paar körperliche Blessuren, wenn man mit 50 oder 60 oder noch älter, noch frisch und aktiv und auch attraktiv UND up to date unterwegs ist?

    Gefällt 1 Person

      • Liebe Kerstin,
        Die Frage habe ich mir auch gestellt und befunden, dass mir ganz übel wird bei der Vorstellung das an der Stelle machen zu lassen. Am Bein würde ich nicht lange zaudern, aber da ist sie ja nicht. Kommt der Tag, an dem es sich nicht mehr vermeiden lässt, werde ich es über mich ergehen lassen. Aber bis dahin vermeide ich den Gedanken und komme auch gut ohne Saunagänge zurecht.
        (An dieser Stelle, stelle man sich ein lachendes Smily mit Zähnen vor. Ich kann nur das hier:-D)
        Lg

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  7. Liebe Bea,

    ja, generell sind des die Frauen, die dauernd beurteilt, beobachtet und bewertet werden. Es ist schrecklich.

    Ich bin auch so eine fluoreszierende Boje. Im Dunkeln sah man mich echt immer weiß leuchten. Zu den schwarzen Haaren aber passt es gut: Roter Lippenstift dazu und man „verkauft“ es unter der Marke Schneewittchen 😀

    Irgendwie hat jeder etwas an sich, das ihn stört – das hatte ich vor den Schwangerschaften natürlich auch. Ich fand meinen Bauch immer zu dick. Ansonsten war ich sehr zufrieden, aber das nervte mich.
    Danach aber war nichts mehr da, das ich besonders mochte. Es drehte sich quasi von „leben mit einem Makel“ zu „nur noch Makel“ und das war ein Schock, dem ich durch diesen Artikel zum ersten Mal detailliert Ausdruck verliehen habe. Ich war in mir selbst nicht mehr zuhause.

    Allerdings war mein Busen größer als vorher. Auch nachdem ich abgenommen hatte. Dies ist aber seit der letzten Schwangerschaft auch nicht mehr der Fall … aber das interessiert mich weniger – ich brauche keinen großen Busen.

    Deine Beobachtung, dass Eltern jünger wirken, finde ich sehr interessant – ich werde darauf jetzt auch mal achten. Wir müssen ja auch dauernd in Bewegung sein – innerlich und natürlich auch physisch. Das kann ja sehr gut sein, dass das fit hält.

    Liebe Grüße 🙂

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