Bloggercafé in Köln: Das #Elternbloglabel legt los

Bloggercafé in Köln: Das #Elternbloglabel legt los

Am letzten Samstag unseres Urlaubs waren wir in Köln zum Elternbloggercafé im Café Agathe. Das Familiencafé ist superschön eingerichtet, weitläufig, bietet ein paar hübsche und ausgewählte Kleinigkeiten zum Kaufen an, Spielbereiche und natürlich Kaffee, Kuchen und Co. Ich würde da öfter hingehen, wenn ich Kölnerin wäre. Und wenn ich öfter mal 3 Euro für einen Donut ausgeben wollte – mal vier Kinder. Plus Getränke. Dafür war aber der Käsekuchen derart lecker, dass ich kurz in meinen Pinup-Bikini schlüpfte und mich darin wälzte.

Die Fahrt war easy und der Parkplatz sofort vor der Tür auf der anderen Straßenseite und diese beiden guten Omen waren der passende Auftakt zum Bloggercafé: Es war toll!

Wir haben so viele liebe Bloggerinnen kennengelernt. Ja, da passt die rein weibliche Form, denn Mr. Essential war der einzige bloggende Mann unter den geladenen Gästen. Es war sehr spannend, die Gesichter und Persönlichkeiten hinter Blogs kennenzulernen, die man kennt und liest. Und eben auch neue Leute und wieder neuen Lesestoff.

Worum geht es? Was ist das Elternbloglabel?

Die Initiatorin des Elternbloglabels, die megasympathische Mira Mondstein (vom FamilyMag) stellte gemeinsam mit ihrem Partner Deva die Idee vor:

Wer kann die wirklich wichtigsten Kriterien eines Produktes für Kinder und Familien am besten bewerten? Richtig: Eltern und Kinder. Die Idee ist, Produkte zum Testen zu vergeben. Diese werden dann über einen aussagekräftig langen Zeitraum getestet und erhalten das Elternbloglabel – wenn sie es verdienen. Hier geht es zur Seite des Elternbloglabels.

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Wir mochten sie sofort: Die Gründer der Idee #Elternbloglabel

Was brainstormten wir als Testkriterien?

Wir waren alle richtig gut drauf und konnten toll zusammenarbeiten. So kamen eine Menge Ideen zusammen. Wir wollten sehen: wie sehr überzeugt das Produkt in Punkten wie:

– der Alltagstauglichkeit

– der Sicherheit

– des Aufforderungscharakters (bei Spielzeugen)

– der Lebensdauer

– der Qualität.

Und:

– Kann man das Produkt an jüngere Geschwister weitergeben? Lebt es so lange?

– Wie ist das Preis-Leistungs-Verhältnis?

– Hält das Produkt die angekündigten Versprechen?

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Ich sehe aus wie ein eingefrorenes Frettchen mit Gottesanbeterarm, aber Mr. Essential ist gut getroffen, ne?

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Hier wird diskutiert und eruiert. Und ein kleines Bisschen köstlicher Kaffee genossen.

Wieso „Härteste Jury der Welt“?

Die #HaertesteJuryDerWelt ist unbestechlich. Sie kennt haargenau die Anforderung an Produkte, die speziell für Babies, Kleinkinder, Kinder und Eltern gemacht sind. Sie hat Erfahrungen, die darüber hinausgehen, eine Maschine stundenlang einen Knopf auf einem Kinderklavier drücken zu lassen. Zudem ist es nicht so, wie in vielen Fällen typisch: Blogger X bekommt Free Sample (im angebrachten und besten Fall plus Vergütung …) und schreibt dann: „Super Produkt, dringend kaufen!“, damit er von der betreffenden Firma auch in Zukunft noch Testprodukte bekommt. (Natürlich gibt es auch großartige Produkte, nach der Test man eine Kaufempfehlung schreibt – aber als Leser*in kann man sich nicht immer darauf verlassen, dass wirklich objektiv getestet wird. Das merkt man manchmal am Tonfall, an der Kritik oder auch ebenso an der detailliert ausformulierten Begeisterung.)

Das geht im Fall des Labels eben anders von Statten, weil nicht zwangsweise gebloggt wird und zwischen den Unternehmen und deren Produkten Personen sind, die Produkte auswählen sowie auch verlosen, da es wohl mehrheitlich mehr testwillige Blogger*innen als Produkte geben wird. Vor allem bei größeren Produkten wie Kinderwagen, Kinderzimmerlampen oder Ähnlichem.

Wir hatten hier ja bereits einen Produkttest an einem größeren Produkt (Kiddy Click’n’move 3 Kinderwagen) und wissen daher genau, wie so etwas abläuft – auch da hatten wir Verbesserungsvorschläge, die wir mitteilten und hatten einen längeren Zeitraum zum Testen.  Das hat uns Spaß gemacht und wir haben bemerkt, dass ein Alltagstest sehr überzeugende Kauf (oder Nicht-Kauf)-Argumente hervorbringt.

Daher interessierte und das Elternbloglabel auch sofort.

Nicht nur wir Blogger*innen, die wir uns in Kölle trafen, bilden die Jury – es gibt noch mehr Mitglieder und auch noch weitere Bloggertreffen in anderen Städten.

Elternbloglabel Gruppenfoto

Das ist ein Teil der Härtesten Jury der Welt. Rechts hinten das kritischste Mitglied: Nummer 4

Wie wird das Elternbloglabel unterstützt?

Unternehmen stellen, so wie man es von bisherigen Kooperationen kennt, ihre Produkte zur Verfügung. Die Eltern testen sie und teilen über sehr detaillierte Fragebögen ihre Erfahrungen mit. Die „Härteste Jury der Welt“ wird hierbei durch namhafte Unternehmen unterstützt, muss aber ihrerseits die Alltagstest gewissenhaft durchführen und dokumentieren. Sie gibt bekannt, wenn etwas mit dem Produkt ganz und gar nicht stimmt, was die Unternehmen auf Schwächen aufmerksam macht.

Wer das Label erhält, darf es natürlich einsetzen. Auf seiner Homepage, dem Produkt selber oder in der Werbung.

Bisher haben sich sehr viele Unternehmen gemeldet, was dazu führte, dass die Idee, die Mira auf einer Messe kam, umgesetzt werden kann. Wenn man bedenkt, wie manche Label und Awards vergeben werden – in der Jury sitzen immer mal wieder vier von sechs Personen, die für das Unternehmen arbeiten, über dessen Produkt sie entscheiden. Daher finden wir die Idee sehr gut. Ist ein bisschen, wie man es von Jako-O kennt: Eltern entscheiden, was in den Katalog kommt. Ein bisschen so könnt Ihr Euch das vorstellen.

Wann startet die Idee? 

Sie wird mit dem Ende des Jahres/Anfang 2016 losgehen. Die Produkttests können in den Blogs erwähnt werden, müssen sie aber nicht. Allerdings halte ich es für sehr interessant, bestimmte Produkte (wozu auch Neuheiten gehören werden) vorzustellen, oder nicht?

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4 Gedanken zu “Bloggercafé in Köln: Das #Elternbloglabel legt los

  1. Das klingt ja alles ganz spannend, aber wie sieht es denn mit der Vergütung aus? Klar, je nach Produkt ist es toll es behalten zu dürfen, aber wenn man derartig viel Zeit in einen Produkttest mit ausführlichem Feedback investiert und ein Label vergeben wird das potentiell werbewirksam ist, sollten die beteiligten Blogger auch ein Honorar für ihre Beratungs und Bewertungsleistung erwarten können oder? Vielleicht ist das ja auch so vorgesehen, und du hast es nur nicht explizit erwähnt.

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  2. Hey Vadder,

    die Vergütung wird projektabhängig festgelegt. Wir legen keinen großen Wert auf Produkttests, machen sie aber gerne, wenn uns das Produkt interessiert. (Daher gibt es bei uns auch so wenige Tests)

    Im Rahmen des Elternbloglabels geht es von Produkten wie Schnullern bis hin zu Kinderwagen. Da fällt die Vergütung unterschiedlich aus.

    Liebe Grüße 🙂

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  3. Ah, das klingt doch gut. Ich meinte mit meinem Kommentar nur, dass ich hoffe, das gerade die Tests, die nicht für den Blog gemacht werden, sondern für das Label auch vergütet werden. Denn im Grunde ist das ja eine Beratertätigkeit. Als Endnutzer berät man das Unternehmen, was an ihrem Produkt verbessert werden könnte. Da kann man sich das auch bezahlen lassen. Ich habe zu oft das Gefühl das sich viele unter Wert verkaufen, deswegen meine Nachfrage.

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  4. Das war ein guter und berechtigter Hinweis 🙂
    Du hast vollkommen Recht: Ein intensiver Produkttest hat definitiv beratende Qualität. Und man sollte seine Möglichkeiten nicht unter Wert verkaufen. Auch wenn andere es tun und den Wert solcher Kooperationen damit so schön nach unten ziehen 😦
    Das Gefühl habe ich nämlich auch, genau wie Du …

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