The Man

The Man

Wie vielen hier bekannt ist haben wir drei Töchter. Und einen Sohn. Letzteren erhoffte ich mir ab Kind 2. Aber irgendwie hatte das Schicksal andere Ideen. Wie so oft. Hinterher kann man ja immer herausfinden, wieso nun dieser und jener Wunsch eben doch nicht (oder später) erfüllt wurde.

Die drei Mädels sind so frei wie möglich erzogen. Nicht frei von Benimmregeln und Anstand. Sie dürfen einfach mögen und anziehen, was sie wollen. Rüschenrock zu Motorradprintshirt? Klar. Stinkende, idiotische Pferdchen mit Fischschwänzen und Kronen fliegen auf dem Todesstern mit? Warum nicht? Prinzessinnenkostüme? Immer her damit. Holzschwerter? Die auch, na klar.

Mich hat es immer genervt, wenn Klischees kamen: „Oh drei Mädchen, das ist aber süüüß!“ Oder „Die helfen bestimmt der Mama ganz viel!“ (Ha. Ha.) oder „Da wartet der Papa aber noch auf einen zum Fußballspielen, ne?“

Nummer 1 war in der Fußball-AG und so gut, dass ich meinen Ball nie länger als 10 Sekunden behalten kann, wenn sie mit mir (gegen mich!) spielt. Nummer 2 und sie lebten lange im Star-Wars-Universum und besaßen Kiloweise Lego aus der Serie. Wie sie eben auch Belville haben, die Puppenstube von Lego.

Nummer 3 klettere bereits im zarten Alter von zweieinhalb Jahren in unseren Apfelbaum. Rauf und runter. Sie schraubte mit drei Jahren Regale von Ikea zusammen. Echt jetzt. Sie kann sich enorm gut wehren, hat ein laut Zeugnis ausgezeichnetes Sozialverhalten und liebt Hulk. Und sie liebt Bagger.

Und da schlage ich den Bogen zu The Man.

The manly Cliché

The Man war ein paar Monate alt, als seine Patentante sagte: „Oh Mann, der ist so männlich irgendwie!“

Inzwischen ist er bald 19 Monate alt und sie hat Recht.

Das sage ich so. Etwas zähneknirschend, denn ich bin so eine, die eben gerne ohne diese geschlechtereinsortierende Zeug lebt. Da ich selber eben auch, na ja, nicht so die klassische Frau bin. So wie man sich die wohl vorstellt. Wie auch immer man das macht. Ich habe Eigenschaften und Vorlieben, die viele als männlich bezeichnen. Manchmal erstaunte ich Menschen damit, dann kam ich mir komisch vor.

Und ich dachte, wenn ich nun ein Kind des anderen Geschlechts habe, dann lasse ich dieses auch so frei wie möglich (wir sind alle noch lange nicht frei davon, alte Rollenbilder nicht wenigstens subtil weiterzugeben und zu erwarten) groß werden. Groß werden die Unterschiede ja nicht sein. Und diese Klischees – die stimmten nicht!

Okay:

Er hat zwei Puppen, die mag er. Mehr aber mag er den Fuchs. Und den Biber („Biba!“) Und die Eule („Eune“).

Und am meisten, mit großem Abstand zu allem, mag er den Babba. Zuerst war nur der echte Bagger so bezeichnet worden. Inzwischen ist Babba das Wort für alle Maschinen. Große (Schwerlasttransporter) und kleine (Mini-Akku-Schrauber). Manchmal ist „Babba!“ eine freudige Interjektion für allerlei Wunderbares (Rasensprinkler mit hoher Fontäne, aufgefundener Schleifer, riesiger Hammer). Liebe zu motorisierten oder elektrischen Geräten aller Art: Check.

The Man flitzt den ganzen Tag herum. Wirklich. Er setzt sich manchmal hin und guckt mit Nummer 1 eine Folge „Shawn das Schaf.“ Dann flitzt er wieder los.

Er schraubt, untersucht, erkundet, entdeckt. Er klettert, rennt, steigt Treppen. Er tanzt. Er ist dauernd in Bewegung. Bewegungssüchtig ohne Ende: Check. Forschen/Erkunden/Entdecken: Check.

Er mag Musik. Besonders mag er Metal. Ja, echt. Er macht Headbanging. Man will es nicht glauben.

ER war bisher kränklicher als die drei Mädels. Mehr Husten, mehr Naselaufen, Fieber beim Zahnen. Kannte ich auch nicht. Der empfindliche Mini-Mann: Check.

Er hängt unglaublichst an seiner Mama. Unser „Don Carlos“ (er heißt nicht Carlos, hat aber einen anderen spanischen Namen) ist mega-eifersüchtig. Niemand darf Mama (oder Schwestern) anfassen. Keine anderen Kinder darf ich anlächeln. Dann knurrt er wie ein Wolf und wird sogar handgreiflich. Besitzergreifendes-Gehabe: Check.

Er kuschelt gern mit mir. Er nimmt meinen Kopf in beide Patschehände, sieht mir tief in die Augen und sagt „Mami…“ Nein, er sagt es nicht. Er beschwört mich damit geradezu. Dann bekomme ich einen Kuss. Einen sehr festen. Und noch einen und noch zehn. Er streichelt meine Arme, meine Hände, mein Gesicht. Er kommt auf mich zu gerannt, wenn er mich sieht und drückt mich fest. Das kannte ich so nicht von den Mädels. Der verschmuste Sohn, der an Mama hängt: Check.

Mit dem Dada guckt er am liebsten ein Video von einem zyklopischen Schreitbagger. Ein Riesenbagger, der sogar laufen kann. Okay, das Teil macht mir auch immer ganz glasige Augen …

Dauerpower

The Man ist dauernd in Action. Den ganzen Tag ohne Pause, außer er schläft.

Er verdrückt Unmengen Essen.

Nun sind es draußen heute so 3.000° Celsius. Und gestern war das auch so. Wir hingen im Haus rum. Er wollte raus. Wie immer wirft er einem dann die Schuhe an den Kopf (er weiß genau, wem welche Schuhpaare gehören) und dann wird gebrüllt, wenn man nicht mit ihm vor die Tür geht. Wahlweise die Haus- oder Terrassentür. Das ist ihm gleich. Hauptsache bewegen. An der Luft.

Vorgestern schlief er nicht ein. Mittags nicht und abends nicht. Und wir dachten, es sei die Hitze. Er hatte dauernd rumgezeigt und „Hei! Hei!“ (heiß, heiß) gesagt.

Gestern war ich mutiger – wir waren draußen.

Rasensprenger an und dann ab in die Sonne. Und er war dabei. In Action. Zuerst zaghaft wegen des kalten Wassers, dann legte er los. Und was soll ich sagen? Er wollte mittags geradezu gerne ins Bett und schlief vier (!) Stunden lang.

Er brauchte einfach Bewegung, Erkundungen und Entdeckungstouren.

Nun kam mir vage der Gedanke, dass ich es wohl doch ertragen muss, dass die Geschlechter etwas unterschiedlich und dennoch basal „einheitlicher“ sind. *Hüstel*

Eine Ansammlung von Klischees. Alles, was mir Jungs-Mütter prophezeiten sehe ich hier auf zwei kleinen Käsefüßen herumlaufen. Und nackt sein will er auch dauernd! Er war sogar einer von diesen breitbeinig-auf-dem-Ultraschall-sein-Geschlecht-präsentierenden Jungs.

Ausnahmen: Er könnte mit sicheren Nachbildungen von Schwertern Kämpfen spielen. So was haben wir. Aber die wirft er weg zu Gunsten einer Malerrolle. Die mag er lieber.

Er ist sehr vorsichtig. Er stößt sich zum Beispiel nie den Kopf an der Tischplatte, wenn er drunterkrabbelt. Er guckt immer vorsichtig hoch, ehe er da wieder auftaucht. Er klemmt sich die Finger nicht, weil er gut aufpasst, wenn er Türen oder Schubladen schließt.

What about the Women?

Nun prophezeie ich als MehrfachMädchenMama mal zurück:

An Euch, die Ihr die erste Tochter bekommt:

Sie wird alles hören, das Ihr sagt. (Außer das, das sie hören soll.) Sie wird an allem interessiert sein, was du tust. Im Bad, an der Supermarktkasse, im Gespräch mit der besten Freundin. Sie wird Puppen lieben und anziehen und ausziehen und anziehen.

Sie wird weniger um sich schlagen als sie mit Worten treffsicher Andere bombadiert. Nicht nur Mengenmäßig. Das auch. Sondern auch so fies. Kleine, verbale Giftstacheln. Das wird sie sehr gut können. Was gut, falls der Unterricht im Ringen, den ihr ihr bitte erteilen werdet, mal nicht gut umsetzbar ist.

Sie wird in der Tat Haarschmuck lieben. Und Schmuck. Und Nagellack. Manche Mädchen sähen aus wie Christbäume, wenn man sie nicht aufhielte. Tokioter Christbäume – die, auf denen sich alle Farben des Universums befinden. Kleider wird sie mögen. Oh ja! Bei Minus 18 Grad wird sie aus dem Zimmer kommen und einen Tüllfetzen tragen. Einen mit Spaghettiträgern. Und wehe, Ihr werdet das Wort „Lungenentzündung“ in den Mund nehmen!

Sie wird nicht mehr weinen als kleine Jungen. Statistisch nachweislich. Manchmal aber wird man das glauben. Oft.

Sie wird Dich, liebe Mutter, sehr gut verstehen. Ihr werdet Euch austauschen können. Hierbei geht es um alle Themen. Vom ersten Kindergartenkuss bis zur Menstruationshygiene. Nichts wird Deiner Tochter an Dir entgehen und andersherum auch nicht. Sie wird sagen, dass sie Angst vor Geburten hat, weil die wehtun. Sie wird oft darüber nachdenken. Ganz gleich, was Du ihr dann erzählst von Entspannungstechniken und dem dankbar angenommenen Wunder des Lebens. Sie wird keine Kinder mehr bekommen wollen.

Sie wird bemerken, wenn Du zunimmst und abnimmst. Sie macht Dir Komplimente. Und spricht ehrliche Wahrheiten aus.

Sie wird alles kommentieren.

Sie wird zu beleidigtem Rückzug neigen. Und zu lautem, beleidigtem Rückzug.

Solltet Ihr mehrere Töchter haben, dann ändert sich manches: Sie werden nicht ihre Kleidchen liebevoll auf Bügel hängen, sondern ins Zimmer klatschen und sie werden sich nicht stundenlang gegenseitig kämmen, sondern zusammen Chaos stiften.

Ihr werdet Euch oft in stillem Einverständnis einig sein, Du und Deine Tochter. Sie wird Dich verstehen können. Und Du sie auch, denn Du warst mal wie sie.

Du hast eine Tochter, die vielleicht eine Tochter bekommt, die eine Tochter bekommen kann. Das ist ein unbeschreibliches Gefühl.

Wir haben hier ein Foto mit vier Generationen Frauen darauf. Uroma, Oma, Mutter, Baby.

Das hat mal echt Power.

Hoch leben die Klischees. Darauf ein Gläschen Prosecco mit ’ner Erdbeere. Prost. 

Welche Erfahrungen habt Ihr mit dem Thema Geschlechterklischees gemacht?

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20 Gedanken zu “The Man

  1. Wir haben einen Jungen und ein Mädchen, und als Onkel bin ich mit der umgekehrten Konstellation gesegnet wie Ihr. Drei Jungs und dann ein Mädchen. Manche „Typisch Mädchen/Jungs“-Sachen sind wirklich nicht von der Hand zu weisen. Das mit dem Bagger zum Beispiel. Aber bei der robusten Gesundheit und dem stoischen Ertragen von Wehwehchen schlägt mein Großer seine Schwester um Längen. Vermutlich stimmen, wenn man Einzelfälle ignoriert, ein paar der Klischees, und andere sind eben nur das: eine innere Erwartungshaltung, die wir haben und bereitwilig erfüllt sehen.

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    • Ich fand es auch spannend, dass einige Klischees wirklich zu stimmen scheinen.
      Wir haben hier ja allerdings eben auch einen weiblichen und einen männlichen Bagger-Fan. Da stimmte es nur bedingt. Dann wiederum trifft Einiges doch zu.
      Hatte mich mal informiert, ob es stimmt, dass Mädchen mehr weinen als Jungen – weil meine (im Schnitt) wenig weinen. Es stimmte nun mal nicht – das (unter vielem Anderem) spricht für Deine Anmerkung, dass es eine Erwartungshaltung gibt.
      Ich finde es fast unmöglich, „reine“ Klischees erfüllt zu sehen. War aber dennoch echt erstaunt, dass bei unserem ersten Jungen hier so vieles wie prophezeit eintraf.

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  2. Hallo lareine,
    Deinen beschriebenen Jungen finde ich, bis auf die Baumaschinen-Vorliebe, 1 zu 1 bei unseren beiden Töchtern wieder. 🙂 die sind Kerle. :-). Unser 1.geborener ist eher das Mädchen, macht Kompliment, mag Blumen etc. Jedoch hat er nen ausgeprägten Eisenbahnfimmel.:-)
    Ich bin gespannt wie die sich alle weiter entwickeln.
    Aber aus den Bekanntenkreis kenne ich auch viele Mädchen und Jungen, die ins übliche Klischee passen.

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    • Liebe Bea,

      unsere Mädels sind ja, wie beschrieben, auch sehr frei von Klischees groß geworden bisher. Und daher eben auch eine mit Liebe für Bagger, Bäumeklettern und Werkzeuge, die Große mag Schwerter und die Mittlere fand es das Beste des Jahres, mit dem Papa eine Festplatte auszutauschen. Und will Physik studieren.

      Ich bin genau so gespannt wie Du, wie sich das weiterhin entwickelt. Vor allem eben bei Nummer 4, denn er ist als Junge bei uns ja „ein Novum“ 😉

      Liebe Grüße 🙂

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  3. Haha, bis auf die gesundheitliche Empfindlichkeit erkenne ich alle Punkte wieder! An manchen Klischees ist wirklich etwas dran! Woher nehmen kleine Jungs nur ihre Energie!?

    Ich finde es übrigens manchmal schon etwas schwierig, neutral zu bleiben, was Gendergedöns angeht. So ist mir zum Beispiel aufgegangen, dass ich den kleinen Kaaskop unbewusst in seiner Vorliebe für Feuerwehr und Tiger stimuliere. Weil ich das irgendwie cool finde, dass er die mag. Nach dem Motto „Rosa ist nicht nur für Mädchen, ihr Eumel!“ habe ich seine aktuelle Rosaliebe bisher ebenfalls mehr oder weniger unbewusst unterstützt. Seit ein ca. achtjähriger Junge meinen Sohn aber mal auf dem Spielplatz für seine rosa lackierten Fußnägel laut ausgelacht und als „Homo“ bezeichnet hat (er ist 3!) und er daraufhin verstört und still zu seinem Sandbagger zurückkehrte, passe ich schon ein wenig auf, dass ich da etwas mehr Rücksicht auf die Reaktionen anderer nehme. Viele Jungs in seinem Alter stehen auf Rosa, aber gewisse Dinge (Glitzer und Herzchen auf rosa T-Shirts z.B.) gehen mir dann aber doch zu weit. Und ich will nicht, dass mein Sohn von Gleichaltrigen verspottet wird (der Junge auf dem Spielplatz war uns unbekannt und ein Stück älter). Mädchen haben es da etwas einfacher, finde ich. Wenn die mal typische Jungssachen tragen oder machen, sind sie cool, wenn Jungs typische Mädchensachen tragen oder machen, werden sie belächelt… Unfair!

    Warum habe ich deinen Blog eigentlich noch nicht abonniert?! Ts. Wird nachgeholt!

    Liebe Grüße,
    Kristine

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    • Liebe Kristine,

      klasse, dass Dir unser Blog gefällt – freut mich echt sehr!

      Ja, Mädchen haben es leichter. Ich glaube das liegt an Folgendem:
      Während der Emanzipation haben die Frauen das erstrebt, dass Männer haben. Das erschien ihnen als das Überlegene. Da es eben die machten, die bis dato überlegen waren- die Kerle.

      Die wiederum büßten an Macht und Einfluss ein. Da war es für sie wenig erstrebenswert, auf Dinge zu stehen, die die „unter ihnen“ – nämlich die Frauen – hatten oder machten.
      Daher wenig stickende Männer in rosa Glitzershirts.

      Bis heute ist doch für viele Lebensbereiche das einstmals klassische Männliche erstrebenswert. Das Ideal des „harten Kerls“ gibt es aber immer noch. Ebenso wie das der lieben Frau/Mutter.

      Und dann wird der ausgegrenzt, der durch seine rosa Nägel oder pinke Turnschuhe das Männlichkeitsideal in Frage stellt. Weil er nicht mitmacht.

      Unsere Töchter bekamen auch manchmal zu hören „Wie? Motorräder? Die sind doch für Jungs!“ oder Ähnliches. Aber anziehen dürfen sie schon eher, was sie möchten. Da haben Jungs es schwerer. Mädels kicken schon längst Fußbälle, aber sie bekommen immer noch komische Blicke, wenn sie einen Puppenwagen schieben … echt ungerecht!

      Ganz liebe Grüße in die schönen Niederlande (bin an der NL-Grenze groß geworden)! 🙂

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  4. Ich denke, Klischees kommen nicht von ungefähr. Es ist einfach was dran. Natürlich gibt es Ausnahmen (ich habe ja selbst zwei Fussballerinnen und spiele ebenfalls gern alle möglichen Ballsportarten, und als Kind mochte ich lieber Autos als Puppen), aber im großen und ganzen sind meine Mädchen Mädchen und meine Jungs Jungs. Der Kleinste z.B. hat sich schon als Baby beim Trapez nicht für die Figuren über ihm, sondern ausschließlich für die Räder unten am Gestell interessiert. Er ist verrückt nach Autos, Technik, Schrauben, Kabeln etc. Sein grosser Bruder war auch so. Alles muss (te) auch immer Blau sein! Die Mädchen liebten Pink und Glitzer und Rüschen und Barbie und Diddl und Pferde. (Und nicht, dass einer denkt, ich hätte ihnen das aufgedrängt. Garantiert nicht.)

    Bevor wir unseren gemeinsamen Sohn bekamen sagte ich immer zu meinem Mann, dass ich gern einen Jungen mit ihm hätte, einfach weil es halt doch was anderes ist, und er hat immer abgewunken. (Der Grosse ist aus erster Ehe)
    Aber jetzt gibt er zu, dass der Junge tatsächlich für ihn als Vater anders ist als die Mädchen. Nicht besser oder schlechter natürlich, aber tatsächlich anders. Mit den Mädchen schmust er, mit dem Kleinen wird gerauft. Er ist wilder, lauter und hält und alle auf Trab.

    Aus meiner Erfahrung heraus halte ich daher auch gar nichts von dieser gezwungenen Gleichmacherei. Sollen sie einfach sein, wie sie wollen. 😁

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  5. Hey,
    genau so empfinde ich das auch. Mir fehlen natürlich noch die langjährigen Erfahrungen mit einem Sohn. Aber auch wenn unsere Mädels ja Sachen mögen und machen, die klassisch Jungs zugeordnet werden, dann merkt man dennoch genau, dass sie Mädels sind.

    Gleichmacherei finde ich ebenfalls furchtbar. Echt jede(r), wie er/sie will. So entfaltet man sich eben am besten 🙂

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    • Hey Micha,

      danke für Deinen Kommentar😊
      Anscheinend sind mindestens die viele Bewegung und die Liebe zu Maschinen etwas, das viele Jungs verbindet😉

      Liebe Grüße!

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  6. Mein Kleiner ist gerade mal knapp elf Monate alt, und doch ist der Unterschied zu seinen beiden großen Schwestern groß und absolut klischeehaft. Hängt extrem an Mama, ist bei jedem Schnupfen dermaßen nölig (die Große hat einfach immer geschlafen, wenn sie krank war als Baby oder Kleinkind, die Mittlere hüpft auch bei 40 Fieber noch fröhlich rum) und hat einen Bewegungsdrang, den ich so noch nie erlebt habe. Wehe, er bekommt seine Bewegungszeit nicht, dann können wir die Nacht vergessen! Ach ja, und Zähne kommen auch nicht still und leise, da wird tagelang gebrüllt. Lieblingsspielzeug: alles, was rollen kann und Geräusche macht. und die erste Eifersuchtsattacke hatten wir auch schon.

    Ich hätte nie gedacht, dass es einen solchen Unterschied macht! Bei den Mädchen hätten wir gerne mehr Amazone und weniger Prinzessin gehabt, aber keine Chance. Pferde, Pferde, Pferde, seit die Große drei war, und für die Mittlere Glitzer, Puppen und Kleider. Also von uns haben sie das nicht. 🙂 Bei der Mittleren habe ich oft das Gefühl, die Sozialisation im Kindergarten macht’s. Die Freundinnen veranstalten zu Hause dasselbe Ich-will-einen-Rock-anziehen-Theater. Ob das wirklich so ist, dass die Jungs beim Anziehen einfacher sind? Dann freue ich mich jetzt schon drauf. 🙂

    Ich bin schon sehr gespannt, wie der Kleine sich entwickelt. Ich entwickle mich auf jeden Fall schon weiter, Jungsmama ist halt doch was anderes als Mädchenmama. Schon vom Gefühl. 🙂

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    • Das ist ja echt auch ähnlich wie bei uns!
      Unsere Mädels sind, bzw. waren (die Großen) eine Mischung aus Amazonen und Prinzessinnen – aber ich sehe das wie Du: Der Kindergarten, die Peer Group – das macht wirklich so viel aus …

      Wir sind auch sehr gespannt, wie das weiterhin mit einem Jungen so ist 😉

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  7. Freibad. Blond gelocktes Kleinstkindmädchen mit lackierten Nägeln verprügelt 9jährigen Jungen, der ihr Spielzeug nehmen wollte – bis dessen Mama kommt und ihr Kind schnell in Sicherheit bringt. Wenigstens hat sich den ganzen weiteren Tag kein anderes Kind mehr in ihre Nähe oder an ihre Sachen gewagt. Auf dem Nachhauseweg ‚Am baaad, am baaaad, am lillly lilly baad‘ geträllert. Der King wäre fast wieder auferstanden. Auch wenn mich das Klischeezeug nicht sonderlich interessiert, bin ich froh, dass mein Töchterchen jetzt schon so ne Krawallmaschine ist.
    Ich gehe davon aus, dass die Große später auf dem Schulhof anderen Kindern droht: Ich hol gleich meine kleine Schwester und die haut dich dann…

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    • So ähnlich, wenn auch mitunter etwa gemäßigter kenne ich unsere Mädels auch. Sie verteidigen sich gegenseitig aber auch jede für sich.
      Sie sind inzwischen groß genug, um oftmals verbal schlagfertig das Problem zu lösen.

      Sich verteidigen sollten beide Geschlechter können.

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    • Tjaja, „The Man“. Heute wurde er sehr früh wach. Ich gucke mit ihm „Die Sendung mit der Maus“ (Thema: Bagger – was sonst?) und will ihm irgendwas erklären. Da legt er der kleine Typ seinen Zeigefinger auf den Mund (und Nase) und sagt:
      „Pst, Babba!“
      Ich sollte also den Schnabel halten, weil die „Heiligen gelben Schaufel“ zu sehen waren. Nett.

      Ich bin gespannt, welche Erfahrungen Du nun mit Deinem in Dir wachsenden Söhnchen dann mal machen wirst – das teilst Du uns doch sicher beim Stepvogel mit, oder? 😉

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