Zu viel Geld, zu wenig Geld? Ein Seitensprung hilft – wenn Du ein Mann bist

Zu viel Geld, zu wenig Geld? Ein Seitensprung hilft – wenn Du ein Mann bist

Eine neue Studie stellt erstmals einen Zusammenhang zwischen der Verteilung des Haushaltseinkommens und der Wahrscheinlichkeit, seinen Partner zu betrügen her. Das interessante Detail: Wenn ein Mann zu viel oder zu wenig zum gemeinsamen Einkommen beiträgt, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass er fremdgeht.

Männer, die „komplett wirtschaftlich abhängig“ sind von ihrer Partnerin (ich mag diesen Ausdruck nicht, da meiner Meinung nach eine wie auch immer geartete Arbeitsteilung nicht als wirtschaftliche Abhängigkeit definiert werden sollte – aber gut) betrügen ihre Partnerinnen drei mal so oft wie Frauen in der gleichen Situation. Meine Küchenpsychologie sagt mir, dass man es als Mann halt heute immer noch nicht so gut verknüsen kann, wenn die Frau wesentlich mehr verdient beziehungsweise eine gesellschaftlich deutlich angesehenere Stellung genießt. Das kränkt das männliche Ego – das weibliche Ego gibt es ja nicht, daher stecken Frauen solche negativ konnotierten Situationen leichter ein, ohne sich bei einem Seitensprung ein bißchen Wertschätzung zu holen. Die harten Fakten:

„Of men who were completely financially dependent on their wives, 15% had an affair, compared to 5% of women.“

Es geht aber noch weiter: Männer betrügen auch dann eher ihre Partnerin, wenn sie in der umgedrehten Lebenssituation sind und also sehr viel zum Haushaltseinkommen beitragen, während die Partnerin kein Geld verdient. Tja, sollte man da nicht meinen dass meine Kollegen durch das viele Geld schon ihr Ego pinseln können? Bei Frauen nimmt die Wahrscheinlichkeit des Fremdgehens nämlich ab, je größer ihr Anteil am Familieneinkommen ist.

Meine Erklärung dafür ist folgende: Während ein Mann in der klassischen Ernährerrolle auch die altmodischen „Mad Men“-Konnotationen nacherlebt, stößt eine Hauptverdienerin in neues Terrain vor. Da gibt es keine Historie von gemeinsamen Puffbesuchen, die zum Leben als „Businessfrau“ mit dazu gehört. Für (weibliche) Prostituierte sind Messen auch heute noch Hochkonjunktur, weil gerade von unerfahrenen und wenig selbstsicheren Männern in solchen Situationen schon mal verlangt wird, jetzt aber die Sau rauszulassen. Das kann sich in erhöhtem Alkoholkonsum niederschlagen, aber scheinbar auch in eine andere Richtung. Eine Frau in der gleichen Situation wird viel seltener in eine Situation kommen, in der ihre Kolleginnen sie noch zu irgendwelchen nächtlichen Aktivitäten mitschleppen, die möglicherweise die Grundlage für solche Exzesse sind. Ich kenne eine Menge Geschäftsfrauen – zumindest in meinem Umfeld ist das eher selten. 

 (Natürlich gehen meine männlichen Kollegen auch nicht in den Puff – aber sie feiern schon oft etwas härter, und in meinen eigenen langen Nächten auf Businessreisen waren häufig am Ende eher die Männer in der Überzahl)

Die weibliche Rolle der Businessfrau hat solche lasterhaften Aspekte nicht – sie ist diszipliniert, schlank, attraktiv, aber auf eine fast asketische Art. Eine heilige Jungfrau des Kapitalismus, ganz anders als der Businessmann, der ja schon so viel für seine Familie tut und auch mal ein wenig Freiraum braucht. 

Aber ich schweife ab. Vielleicht gibt es ja auch eine ganz andere Erklärung für diese Diskrepanz … 😉

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