Ich wollte niemals wissen …

Ich wollte niemals wissen …

In unserer neuen Serie stellen wir kurz und knapp vor, von welchen Dingen des Lebens wir überhaupt nichts wissen wollten als wir jung und kinderlos waren – und von denen wir jetzt leider viel zu viel wissen.

Ich wollte niemals wissen …

… was ein Feuerstättenbescheid ist.

… wie viel Wasser aus einem von einem Fachmann versehentlich angebohrten Heizungsrohr fließen und durch die Decke in den Flur regnen kann.        

… dass man trotz Wochenende überhaupt keine Freizeit haben kann.

… wie oft man seinen Kindern 8,50 Euro mit in die Schule geben muss.

… mit wie wenig Schlaf der menschliche Körper auskommen kann.

… dass es als Kunstform gilt, Dammrisse ohne Betäubung zu nähen.

… dass mit Bonding keine Sexspielart gemeint ist.

… dass man sich sonntags verkatert fühlen kann, ohne samstags außergewöhnlich viel Spaß gehabt zu haben.

… wie viele Bilder Kinder verschenken, auf denen nur zwei Bleistiftstriche zu sehen sind.

… wie viel Spielzeug vier Kinder besitzen können.

… dass man seinen Samstagvormittag damit verbringen kann, 100 Seiten Papierkram wie Rechnungen, Versicherungsscheiß, Bescheide jedweder Art und Garantiescheine zu archivieren.

… dass Dinge wie Duschvorhangstangen in elegantem Grau, Wischroboter und Backformen auf meiner Amazon-Wishlist landen würden.

… wie laut Spielzeug sein kann.

… wie sehr die Kinder manchmal schon vermisse, bevor sie eine Nacht beim Opa schlafen.

Wer möchte, kann diese Liste gerne ergänzen und fortsetzen – vielleicht fällt Euch noch etwas ein, dass Ihr niemals wissen wolltet 🙂

5 Gedanken zu “Ich wollte niemals wissen …

  1. Gnihihihi, Kinderbildergeschenke! Wir könnten das ganze Haus damit tapezieren!!!!

    Was ich früher nie wusste? Ich überlege mal …

    Dass Kinder sich bis zum zarten Alter von 5 Jahren den Hintern nicht selber säubern können. Also nicht zufriedenstellend.

    Dass Staub eigene Lebensformen entwickeln kann.

    Dass Tapeten nach einem Jahr SCHON WIEDER nach neuer Farbe schreien!

    Dass Kindernägel schneller wachsen als ich schneiden kann.

    Dass „dieses Ausschlafen“, von dem alle reden, süchtig macht.

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  2. Ich habe ich über den Feuerstättenbescheid bei Wikipedia informiert. Jetzt weiß ich auch, was das ist. 🙂

    Als ich jung und kinderlos war, ahnte ich nicht:

    – wie sehr es mich nerven wird, alle Belege für die Einkommenssteuer-Erklärung parat zu haben,
    – wie sehr die Einkommensteuer-Erklärung und Bürokratie ohnehin nervt,
    – dass die Gebühren für die Kinderbetreuung (und andere Dinge) in jeder Stadt anders gestaltet sind, ich aber mehrere Städte in der Nähe kenne, die die Betreuung kostenlos anbieten,
    – dass meine Kinder so laut sein können,
    – dass so kleine Menschen so ein riesen Chaos verursachen können,
    – dass windelfreie Kinder auch Freiheit bedeuten (Yeah!),
    – dass ich Sachen zu meinen Kindern sagen werde, die meine Eltern schon zu mir gesagt haben (aber wirklich nur sehr, sehr selten),
    – dass ich meine Kinder zu mind. 15 St. Martins Umzügen begleiten werde,
    – und dass es überhaupt so viele Termine geben wird, die zwar wichtig sind, aber z.T. auch echt anstrengend (Elternabend, Putznachmittag in der Schule, Arbeitseinsatz in der Kita, etc.).

    Schöne Idee!

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  3. Dass sich Nabelschnüre wie dicke Gummischläuche anfühlen.

    Dass Batikshirts und Röcke von Müttern erfunden wurden, die allerlei Absonderungen ihrer Sprösslinge zu verbergen suchen.

    Dass aus Kartoffeln mit Quark steinharte Spachtelmasse für allerlei Ritzen hergestellt werden kann.

    Dass man gemütlich auf dem Spielplatz sitzen kann, oder im Freibad und ganz genau weiß, all diese Menschen um einen herum – die können auch seit Jahren nicht mehr allein auf die Toilette gehen. Das verbindet ungemein.

    Dass frau ewig auf das erste ‚Mama‘ warten muss, dass es dann aber klingt, als hätte das Kind zuvor noch nie ein Wort gesagt.

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  4. …. hihihi… Ja, die fahrradschlauchartige Verbindung zwischen Mutter und Kind – das hat meinen Mann bei der ersten Geburt auch etwas überrascht.

    Und dass man nicht mehr alleine zur Toilette kann – das fasse ich bei mir als „Klo-Neurose“ zusammen. Kaum sitzt man da, hört man Schritte vor der Tür. Jedes einzelne Mal. Dass ich nicht unter Harnverhaltung leide gilt als medizinisches Wunder …

    Man bringt ihnen lange Monate bei: „Sag mal Mama, sag doch ein Mal Mama …“ und fünf Jahre später bereut man diese Tat <– Zitat einer ehemaligen Nachbarin, Mutter von drei Kindern. 😀

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