Don Carlos

Nummer 4 hat einen spanischen Namen. Er heißt nicht Carlos. Aber für die folgende Beschreibung will ich ihn mal kurz so nennen.

Gerne nenne ich ihn Don Carlos. Dieser Titel des Don gibt dem kleinen Watschelmann etwas fast Erhabenes. Vor einer Weile gestand mir seine Patentante, dass ihr Liebster unsere Nummer 4 auch Don Carlos nennt. Es war ihr  – so machte es mir den Anschein – etwas peinlich, bis sie hörte, dass ich es auch tat. Dann meinte sie, dass bei ihnen dieser Spitzname jedoch entstanden sei, weil ihr Liebster findet, Nummer 4 habe etwas von einem Mafioso. Dunkle Augen, dunkle Locken … irgendwie sieht er ihn womöglich immer mit einem Al-Capone-Hut vor seinem geistigen Auge 😀

Heute war in der Krabbelgruppe eine kleine Karnevalsfeier. Nummer 3 hatte schulfrei und war mit. Dort spielte ein kleines Mädchen mit ihr und begann irgendwann, sie zu streicheln, um sich letztlich an Nummer 3 zu kuscheln. Als Nummer 4 das sah passierte Folgendes:

Seine Stirn zog sich kraus, die Augen wurden schmaler. Er knurrte richtig laut und warf dann wütend den Baustein aus seiner Hand in die Ecke. Dann stapfte er zu den beiden Kuschelnden, bückte sich, griff das Shirt der Kleinen und zerrte sie von seiner Schwester weg.

Ich glättete die Woge der Eifersucht ein wenig, er riss sich allerdings schnell los und legte sich komplett über Nummer 3s Oberkörper.

Kurz nach dieser Besitzanspruchserklärung wagte es ein kleiner Junge zu mir zu krabbeln. Er fand die Fransen am meinem Halstuch spannend und untersuchte sie. Dann streichelte er meinen Arm – ich hörte das Knurren im gleichen Augenblick. Nummer 4s strafender Blick traf mich hart von links. Dann stapfte es wieder und ich brachte den kleinen Knirps vor mir in Sicherheit. Nummer 4 setzte sich breitbeinig auf meinen Oberschenkel und starrte den Anderen nieder.

Don Carlos ist da – er ist ein Klischee aus Mafialocken und Machismo. Ein unglaublich niedliches Klischee. Kann ihm niemals nicht böse sein. Nicht nur aus der Angst vor Betonschuhen. Wobei – La Mamma wäre im Klischee ja eh die Privat-Göttin. Ich bin also raus aus den Betonschuhen. Aber der Rest der Welt, der La Mamma oder La Sorella, anpackt sollte sich vielleicht besser in Acht nehmen 😀

IMG_6097

Sucht den weiß-schwarzen Hut: Don Numero 4

Ohne Pfeife und Geige

Nummer 2 und Nummer 3 vorhin beim Abendessen (übrigens vor einer zyklopischen Schüssel voller Karnevalssüßigkeiten …):

Nummer 3: „Jetzt haben wir das Detektivbüro (umgestaltetes, ehemaliges Holzlager im Garten) vorigen Sommer ganz umsonst geschrubbt.“

Nummer 2: „Ja echt, wir hatten nur einen einzigen Fall. Den haben wir immerhin gelöst. Der Fall der zerstörten Telefonzelle.“

Ich: „Und? Wer hatte denn die Scheiben alle eingeschlagen an der wunderbaren und einzigen Telefonzelle unseres Dörfleins?“

Nummer 2 (nicht ohne Triumph in der Stimme): „Das war jemand mit gelben Socken.“

Ich (minimal konsterniert): „Äh, ja, also bei der Beschreibung haben sie ihn sicher schnell gefasst, Sherlock.“

Nummer 3: „Da brauchst du gar nicht ironisch werden, Mam. Wir haben bereits im letzten Haus (voriger Wohnort) einen Fall gelöst.“

Nummer 2: Ja stimmt! Der Fall der seltsamen Melodie.“

Ich (neugierig geworden): Was war denn das für ein geheimnisvoller Fall, Watson?“

Nummer 2 winkt ab: „Ach, der war eher peinlich.“

Ich: „Peinlich? Wieso denn das?“

Nummer 2: „Äh ja, es stellte sich schnell raus, woher die Melodie kam …“

Nummer 3: “ … haha, ja, das war der Schrottmann!“

Aber die Namen der mysteriösen Fälle hatten doch verheißungsvoll geklungen, oder? 😀

Helau gilt für alle, klar?

Wir sind gerade etwas im Stress gewesen, während wir die Kinder für den Karnevalszug fertig gemacht haben. Früher habe ich mich auch verkleidet. Und Mr. Essential auch. Heute reichen Zeit, Muße und Nerven nur noch, um die Kinder in Kostüme zu packen. Und Lust auf Karnevalsumzüge haben weder ich noch Mr. Essential noch.

Als wir also eben das machten, was er gerne den Kinder-Spaß-Express nennt, bekamen wir irgendwie leicht miese Laune. Vor allem er, der im Ausdrücken mieser Laune so viel besser ist als ich, die ich immer denke, Mütter müssten ihr Joch flötend ertragen.

Nummer 3 bekam Anfälle, weil ihre Perücke zu schwer und zu zerzaust war. Der Vorschlag, das Ding zu Hause zu lassen führte zu einem Heulkrampf.
Schließlich besänftigten wir sie, nachdem sie emotional eine Weile zwischen Hulk und dem jungen Werther schwankte und ich malte ihr die Sommersprossen. Nummer 2 hatte dies zuvor versucht, aber das Ergebnis war etwas medizin-historisches zwischen Pest im Frühstadium und den guten alten Pocken.

Mr. Essential fuhrwerkte flink in der Küche, ich frisierte Nummer 1, Nummer 2 versuchte nützlich wie einlenkend zu sein und Nummer 3 zeterte, bis ihr Vater knurrte, brummte und schließlich nur noch gutturale Laute von sich gab.

Dann setzte sich Nummer 3 auf die Sofakante und beobachtete ihn in der Küche. Schließlich kam es äußerst lakonisch:

„Boa, Dada, Du bist echt mal wieder die Spaßbremse. Wie eigentlich an jedem Fest.“

Vielleicht hat er dies auch mit einem Laut kommentieren wollen, aber ich kam ihm mit meinem Lachen zuvor.

Humor ist, wenn man trotzdem lacht, ne?

In diesem Sinne: Helau und Alaaf an alle Spaßbremsen da draußen 🙂

Baby Traces

Im Grunde müsste diese neue Serie Spuren die ein Kleinkind im Haus hinterlässt heißen, denn Nummer 4 ist es wichtig, dass er kein Baby mehr ist. Und mir auch.

Aber Baby Traces klingt so kompakt und knuddelig, dass es mir lieber ist.

Hier also einige typische Baby Traces in unserer Behausung. Ich wette, Ihr kennt so etwas, oder?

Gestern waren wir, Mr. und Ms. Essential, mit Nummer 4 essen. Nummer 4chen saß neben seinem Vater und stopfte sich ganz ordentlich voll. Sobald er mehr wollte, oder es ihn nach etwas gelüstete, das sich auf des väterlichen Sitznachbars Teller befand, schnappte er sich dessen Ärmel und zupfte daran. Am Ende des Essens sah das dann so aus:

Foto 3 Kopie

Nummer 4 war (sehr) kurz alleine im Bad – man sieht hier nicht: Zahnbürsten auf dem Boden, Mülleimerinhalt verteilt:

Foto (2)

Und dann gibt es noch den Look, den unsere Küche typischer Weise hat, seit Nummer 4 sich fortbewegen kann:

Foto 4 Kopie

Es wird in Zukunft sicher noch mehr solcher Fotos geben. Vor allem von seinem Hochstuhl und dem Bodenbereich darunter fehlt noch eins 😀

Und es fehlt noch eins von Mr. Essentials Nase, die auf ihrer Wurzel eine kleine aber sichtbare rote Stelle hat. Dahin hat Nummer 4 gestern sein Duplo-Fenster gehämmert.

Ein guter Freund (Concettas Mann) nannte seinen ältesten Sohn früher öfter mal Wüstling. Ich ertappte mich neulich dabei, diesen Kosenamen aus den Tiefen meines Unterbewusstseins gekramt zu haben – denn Nummer 4 heißt auch öfter mal so. Hab ganz vergessen, dass Concettas Mann zu erzählen …

Therapie mit Waage

Nummer 2 backt (Brownies in Herzform für Valentinstag <3). Dabei muss sie 200 Gramm Butter abwiegen. Eine Waage möchte sie aber nicht verwenden.

Ich so: „Du kannst auch ein Fünftel von einem Stück Butter abschneiden, dann hast Du auch 200 Gramm.“

Sie brummt und will nicht rechnen. Dann kreischt sie und will nicht rechnen. Am Ende springt sie im Kreis und will nicht rechnen.

Schließlich hält sie meiner Frau die Waagschale mit einem Stück Butter vor die Nase.

„Sind das 200 Gramm?“

Meine Frau: „Das kann schon hinkommen. Aber eins verstehe ich nicht: Warum tust Du die Butter in die Waagschale und fragst dann doch mich?

„Weil ich der Waage nicht vertraue!

Vielleicht sollten die beiden mal eine Therapie machen, die Waage und Nummer 2. Sie haben ja scheinbar ein gestörtes Vertrauensverhältnis.

Gleichberechtigung mit Cat Content

Nummer 2 wollte sich zu Karneval eigentlich als Elsa aus Disneys Eiskönigin verkleiden – passend dazu ist Nummer 3 als „Anna“ unterwegs. Dazu hatte der Pate von Nummer 1 angeboten, ihr ein (wirklich schönes aber erschwingliches) Kostüm in China zu ordern. Seine Frau ist Chinesin und so würde das auch sprachlich kein Problem. Ich hatte darüber nachgedacht, das Kostüm selber zu nähen, aber es war sehr schwer, die passenden Stoffe zu bekommen. Letztlich fand ich sie nur bei Etsy und dann aus den USA für gefühlte 100 Euro Versandkosten.

Das angedachte Kostüm hätte aus China weniger gekostet als die Stoffe. Und wenn ich das gleiche in Deutschland bestellt hätte, dann wäre der Preis auf über 200 Euro gestiegen. Also sagte ich zu. Da auch viele andere Dinge und Kleidungsstücke dieses Haushalts aus China stammen, habe ich wegen eines Kostüms da ehrlich gesagt weniger moralische Bedenken. Aber dies soll nicht das Thema sein.

(Ja, ich stimme für Transparenz und Fairtrade. Ich bestelle aber nicht beim Biozertifizierten-Fairtrade-Spezialversand und zahle für einen Babystrampler 60 Euro. Das liegt fernab meines 4-Kinder-Klamotten-Budgets. Dafür trage ich meine Klamotten lange und die bei den Mädels reiche ich die Sachen von Nummer 1 bis Nummer 3 durch)

Wie auch immer hat der besagte Pate leider nicht realisiert, dass sie das Kostüm für Karneval haben wollte. Und so war sein Plan, es zu seinen Schwiegereltern zu bestellen und dann einfach Ende Februar von seiner Reise aus China mitzubringen.

Nummer 2 hatte also kein Kostüm und war geknickt. Wir suchten nach einer Notlösung. Zuerst schlug ich vor, sie könne als Audrey Hepburn gehen. Denn wir hatten Silvester spontan die Eingebung zu folgendem Foto gehabt:

Audreska Hepburn

Aber irgendwie war ihr ein schwarzes Kleid mit Handschuhen und ’n bisschen Perlenkrams auf dem Kopf zu öde.

Daher habe ich meinen alten Fundus durchstöbert und ihr ein Kleid gegeben, das ich vor rund 15 Jahren abends vor der Glotze von Hand aus ein paar Brokat-Gardinen genäht habe. Letztere hatte ich aus einer WG-Wohnung gefilzt – dort hatten sie bereits vor meinem Einzug herumgehangen. Rund 50 Jahre vorher. Denn so wie der Stoff wirkte, schätzte ich, dass sie aus den 50ern stammten. Höchstens den 60ern. Das Kleid trug ich zum letzten Mal vor Jahren zu Halloween als Vampir.

Ich habe noch einen längeren Schleier an die Haube genäht (daran hing nur ein zerknittertes Fetzchen), das Kleid provisorisch gekürzt und Nummer 2 war happy.

Wegen der Gleichberechtigung Gegenüber Nummer 1 habe ich sie dann eben geknipst als sie aus der Schule kam. Hierbei hatten wir … äh … Besuch:

Foto 3

(Nummer 2 sucht noch nach der passenden Pose, aber weit kommt sie nicht …)

Foto 4

(… denn hier tapert K2 störend ins Bild, wie man sieht.)

Foto 5

(Nein, er ist nicht etwa verschwunden …)

Foto

(… „Guckguck!“)

Ich glaube er dachte sich „Sehr zuvorkommend, dass die Dosenöffner jetzt die Katzenhöhlen an sich befestigt transportieren.“

Endlich mal wieder Cat Content, ne? 😀

Nähprojekt abgeschlossen!

Nähprojekt abgeschlossen!

Große Freude!

Nummer 1 genießt gerade das Gefühl ihres neuen Kostüms. Und ich bin richtig glücklich – es hat so viel Spaß gemacht, endlich wieder kreativ sein zu können!

Sie hatte, wie erwähnt, einen speziellen Wunsch:

Sie will Karneval als Lucrezia Borgia gehen.

Wir waren in Paris im Musée Maillol in der Borgia-Ausstellung und das hat ihr wohl gut gefallen.

Jetzt zeige ich Euch die Fotos von der Generalanprobe vorhin:

FullSizeRender_3  FullSizeRender_2 Kopie

FullSizeRender_1

… ein Accessoire fehlte ihr noch – das fand sich in meinem Fundus:

Foto Kopie 2  Ja ja, ich weiß, Lucrezia, alles nur üble Nachrede – das mit dem Cantarella … 😀

Kinder-Gesetze

Ich musste über die Auflistung der Kinder-Gesetze bei Super Mom sehr schmunzeln.

Da wir ja auch schon größere Exemplare hier haben, dachte ich mir, die Liste könnte ich daher für diese Altersgruppe weiterführen.

§1 Dinge aus dem kindlichen Besitz, die durch die Mutter auf die Treppe gelegt werden, nachdem sie diese in der ganzen unteren Etage zusammengesucht hat, bleiben dort liegen bis sie anwachsen. Sie dürfen keinesfalls mit in das Ursprungszimmer genommen werden.

§2 Wer aus der Schule nach Hause kommt, wirft seine Schultasche in den Flur. Bei netten Aufforderungen zum Wegräumen schaltet man auf Durchzug. Erst das Exerzieren pädagogischer Kniffe kann eine Verhaltensänderung forcieren.

§3 Nette Aufforderungen werden grundsätzlich ignoriert.

§4 Wenn nach netten Aufforderungen direkte Tonarten folgen, beschwert man sich, dass die Eltern „immer sofort ‚rummeckern müssen“

§5 Man begleitet bis zu seinem Auszug aus dem Elternhaus seine Mutter in jedes Zimmer. Besondere Schwerpunkte liegen hierbei auf dem Badezimmer bei Toilettengängen und dem Schlafzimmer beim Umziehen. Bei beidem sind Kommentare zum Gesehen unbedingt unerlässlich.

§6 Wenn man kleine Geschwister betreut sollte dies unbedingt wie folgt ablaufen: Das zu betreuende Kleinkind wird auf den Arm gehoben und zwecks Veranschaulichung der eigenen übergroßen Leistungen pausenlos der Mutter hinterhergetragen. Vor allem wenn sie aufräumt oder bügelt. Es ist wichtig, das Kleinkind hochzuhalten und folgende Losung zu wiederholen: „Guck mal! Guck Mal! Guck mal, Mama! Ist der nicht süß?“ oder es wird mit dem Kleinkind selber gesprochen: „Ui guck mal, wir schauen mal, was die Mama gerade macht. Ach, sie bügelt, na dann nerven wir sie nicht weiter. Wir bleiben einfach hier mitten in der Tür stehen, bewegen uns nicht mehr weg und quatschen sie voll.“

§7 Das Ins-Wort-Fallen darf in keiner Altersstufe unterlassen werden. Wütende Ausraster für eigenes Unterbrochenwerden ebenfalls nicht.

Zusatz: Zur Vermeidung des Ins-Wort-Fallens wendet man folgende Taktik zwingend an: Nach Ermahnung durch die Eltern öffnet man seinen Mund leicht und verharrt in dieser Stellung einer verbal-geladenen Waffe, bis eines der sich unterhaltenden Elternteile Luft holt, um weiterzusprechen. In diesem Moment feuert man die Waffe ab.

§8 Bei einem elterlichen Arbeitsauftrag ist folgendes Verhalten aufzunehmen:

1. Betonung der Tatsache, dass man schon irgendwann im Leben einmal irgendwas getan hat und daher verschont werden muss.

2. Ausstrecken des Zeigefingers mittels dem man auf umstehende Geschwisterkinder zeigt, um die Aufgabe unter lauten Wortäußerungen an diese zu delegieren.

3. Wortgefecht mit den Geschwisterkindern beginnen. Vorgeblich, um herauszufinden, wer genau denn noch nie etwas getan hat und daher die Aufgabe erledigen muss. Jeder muss hierauf abstreiten, zu wenig zu tun und den Vorwurf an den nächsten weiterreichen.

Dies muss alles zwingend drei Mal so lange andauern, wie das Erledigen der Aufgabe gedauert hätte.

§9 Sollte sich die Mutter eine Schachtel Pralinen, eine Tüte Kekse oder ähnliche Leckereien gönnen, dann wird sie einem davon anbieten. Man nimmt dankend ein Teil. Sobald sie den Raum verlässt ist es unerlässlich, den gesamten restlichen Vorrat aufzufressen.

§10 Auf die Frage: „Wer war das?“ antwortet man immer mit: „Ich nicht.“ Besonders, wenn niemand anderes für die Tat in Frage kommt.

Zusatz: Dies gilt besonders beim Pralinen-Wegfressen

§11 Alle Untaten lassen sich mit akutem Regredieren in sprachliche Kleinkindphasen in Kombination mit Wimperklimpern lösen.

Zusatz: Sollte dies nicht greifen, muss man die härtesten Geschütze aufführen: Ein betroffenes Gesicht und das Anbieten des Tee-Kochen für die geschädigte Mutter Person sind hier passende Mittel.

§12 Kurz nachdem man seine Eltern zum enervierten Seufzen oder explosionsartigem Weinen brachte, passt man den Moment ab, indem sie wieder Luft holen und sagt: „Ich ziehe hier niemals aus! Ich bleibe für immer bei euch wohnen!“

Schuhe! Schuhe! Schuhe!

Schuhe! Schuhe! Schuhe!

Nummer 4 läuft jetzt seit zwei Wochen. Er sieht dabei so süß aus wie … na ja, wie alle kleinen Laufstarter, aber dennoch bekommen wir den berühmten glasigen Blick, wenn wir sehen, wie er (ein bisschen wie Urmel aussehend) herumtapert.

Es mussten also Schuhe her.

Da kam mir die Idee zu dem Bild: Die ersten Schuhe aller unserer Kinder einmal nebeneinander zu stellen.

Anekdote dazu gefällig?

Nummer 1 bekam ihre ersten Schuhe wie folgt:

Im Schuhgeschäft. Oma und Opa waren dabei. Und zwei Fotoapparate. Es gab eine lange, fachkundige Beratung und am Ende ein paar italienische Luxus-Treterchen aus nachtblauem Lack mit Samtrosen.

Nummer 2:

Wir fuhren in das große Schuhgeschäft, nahmen den Plastikmessappartismus, steckten den kleinen, sommerlich nackten Fuß hinein und nahmen die Sandalen, die in der passenden Größe verfügbar und bezahlbar waren.

Nummer 3:

Die winzigen Füßchen brauchte kleine Schuhe und das war nicht so einfach. Aber auch dies erledigte ich im Massenschuhgeschäft und griff die Schuhe, die winzig genug waren und vor allem preisreduziert.

Nummer 4:

Er durfte zuerst die tollen Marken-Schuhe meines süßen Patensohns anprobieren, die dessen Mutter (ihrerseits Nummer 4s Patin) uns zur Verfügung gestellt hatte. Leider hat Nummer 4 etwas größere Füßchen (O-Ton der Kinderkrankenschwester nach der Geburt: „Was sind denn das für Füße? Was hat der denn für Quadratlatschen?“). Und so passten die schönen Däumlinge nicht. Daher suchte der Papa abends (müde und Feierabend-bedürftig) im Onlineshop herum. Wir dachten kurz über ein bestimmtes, ganz tolles Paar Schuhe nach und beschlossen dann, es müsste nicht unbedingt 70 Euro kosten. Daher haben wir uns dann für diese coolen blauen Schuhe entschieden. Immer noch Markenschuhe, aber nicht verrückt teuer. Wäre ja auch ungerecht, denn Nummer 3s Schnürschühchen haben damals 14,90 im Sale gekostet 😉 …

Sie lernten übrigens alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten laufen: Nummer 1 mit 12 Monaten, Nummer 2 mit 15 Monaten und Nummer 3 mit 17 Monaten – von wegen große Geschwister sind tolle Vorbilder und sorgen für einen früheren Start 😉 Nummer 4 ist jetzt gerade 14 Monate alt – also hat er mit 13 Monate das Tapern gestartet.

Zum Abschluss für heute gibt es eine Runde Kinder wie die Zeit vergeht:

Foto 3 KopieNummer 1 und ihr Luxusschuhwerk heute (man sieht es nicht, aber sie hat eine Nummer größer als ich: 39. Die blauen Schühchen sind 21 …)

Foto 2 KopieEinmal Nummer 2s Fuß (Größe 38) mit ihren roten Sandalen in der Größe 21

Foto 4 KopieAuf den ersten Blick dachten wir, sie würden immer noch passen: Nummer 3 mit den Schuhen in der Größe 18 . Doch heute trägt sie 31.

Mal sehen, wie das mit Nummer 4s Tretern in ein paar Jährchen aussieht … wenn er wirklich solche Quadratlatschen hat, dann steht da für das Foto irgendwo ein blauer Miniaturschuh auf seinem Zehnagel 😀

Endlich ein neues Projekt für meine Nähstube!

Endlich ein neues Projekt für meine Nähstube!

Endlich habe ich Raum und Zeit, seit einer gefühlten Ewigkeit mal wieder an der Nähmaschine zu sitzen. Ich glaube, die letzten Nähprojekte waren die Kommunionskleider von Nummer 1 und Nummer 2 – das war dann 2012 und 2013 …

Jetzt aber. Ich habe Stoffe und Accessoires und ich habe bereits begonnen.

Nummer 1 wünschte sich seit Langem ein spezielles Kostüm. Nun kann ich anfangen und es muss bis Freitag fertig sein.

Ich zeige Euch das Ergebnis natürlich, sobald ich die auf dem Bild gezeigten Materialien in etwas Brauchbares umgearbeitet habe,

Hoffe, ich weiß noch wie es geht – Nähen ist doch so wie Fahrradfahren, oder? 😀