Ein Gedicht von Nummer 3

Timo sitzt im Knast

Am heutigen Tage, wo die Sonne hoch am Himmel steht

Und wo es Timo schlecht ergeht:

Denn er sitzt im Knaste und dreht die Daumen,

Zum Frühstück gab’s verschimmelte Pflaumen.

Dieser Tag fing nicht nur furchtbar an –

Timo denkt: Ob er noch schlimmer werden kann?

Ja, das konnt‘ er, wohlgemerkt,

Er dachte: „Der Knast wurd‘ von jemand Starkem gestärkt.“

Denn Ausbrechen war ziemlich leicht,

bis der starke Mann kam vorbei geschleicht:

„Entschuldigung, dass ich störe, ich wollte mich hier anmelden.

Denn ich gehöre zu den starken Polizei-Helden.“

Der Gefängnis-Wärter sagt:

„Und haben sie noch einen Grund dafür?“

„Ja, der Timo, der sitzt hier.

Ich muss mich für seinen Diebstahl rächen.

Denn ich hatte einen großen Stier,

Den stahl er mir. Jetzt muss er blechen!“

Der Timo hörte alles mit.

Er sagte: „Ach du Sh**.“

Man sagt, dass der starke Mann

Alle Leut‘ zum Schmause machen kann.

Jetzt lief der starke Mann zu Timos Zelle ran.

Doch die Zelle steht ja leer!

Es war ganz geheim bisher:

Timo ausgebrochen ist.

Der starke Mann sagt:

„So ein Mist.“

Timo läuft in die Welt hinaus,

er läuft so schnell er kann nach Haus‘.

Pflaumen isst er nun nicht mehr.

Er tarnt sich – die Polizei sucht ihn sehr.

Finden tut sie ihn ja nicht,

Aber das ist ihre Pflicht!

Timo hat ’ne neue Frisur –

Wie soll’n sie ihn erkennen nur?

Ich mag die Binnenzäsur am Ende der dritten Strophe – die ist so heinz-erhardt-mäßig irgendwie 😀

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2 Gedanken zu “Ein Gedicht von Nummer 3

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