Mommy Wars und der Sofasex

Mommy Wars und der Sofasex

Wie schrieb Das Nuf heute so süß auf Facebook: „Aber wenigstens hab ich neben dieser Mommywars Sache gelernt, dass ihr alle Sex am Sofa habt.“

Welche Sache? Die Diskussion, die durch StadtLandMama angestoßen worden war, weil sie sich etwas spitzzüngisch (so der Vorwurf) über das Thema Familienbett geäußert hatte. Nun hat Katharina noch einen weiteren Artikel geschrieben, um richtig zu stellen, was sie eigentlich hatte sagen wollen.

Und da sind sie wieder, meine heißgeliebten Mommy Wars …

Wat sach ich nu dazu?

Ich sage:

Es ist typisch und traurig, dass mal wieder eigene Unsicherheiten und das schlechte Gewissen, das wir Mütter dauernd haben, zu einem weiteren Kriegsschauplatz der Verbal“kultur“ geführt haben.

Ich sage noch etwas – gleich zu fast allen Themen, die Grundlage der Auseinandersetzungen sind:

Wenn ich das Familienbett leben würde, dann wäre es mit vier Kindern ein sehr enges Bett. Daher lasse ich das. Ich schlafe gern in Ruhe und alleine (zu zweit). Und ohne sechs bis acht Knie im Rücken oder unterm Kinn. Morgens kommen sie alle noch mal zu mir ins Bett, ehe sie sich zur Schule aufmachen – das reicht mir wunderbar. Ich möchte auch „keinen Sex am Sofa“ und keinen neben den schlafenden Kindern und keinen auf Waschmaschine, Gästebett, Bärenfell am Kamin, Esstisch, Arbeitsplatte … ich möchte für dieses besondere Refugium elterlicher Freuden ( und ihr wisst, wie eingeschränkt die sind) Platz haben. Und viel Zeit. Ich möchte Stunden haben, um zu tun, was wir da eben gerne so tun. Ausladend und mit viel Atmosphäre. Ich ganz persönlich möchte das so. Ergo: Kein Familienbett für uns. Aber: Wer das mag, der soll es bitte tun und erleben. Es hat wunderbare Seiten für alle, die es genießen und für die es eine Erfahrung aus Nähe und Kuscheln ist. Daran ist nichts falsch. Es muss nicht dogmatisch vertreten werden, aber es ist auch nichts Schlechtes, weil es Dogmatiker gibt.

Und ich persönlich stehe nicht so auf’s Stillen (wie erwähnt) und habe da nur unter viel Druck von außen das Standardprogramm absolviert (4 bis 6 Monate lang). Wer es aber gut findet und für sich entschieden hat, der kann doch bitte stillen so lange er (sie) möchte. Was spricht denn dagegen? Die Welt ist voller langzeitstillender Mütter, die beste Vorbilder dafür sind, das absolut nichts dagegen spricht. Klar, brauchen gut ernährte Kinder keine Muttermilch mehr, sobald sie ein gewisses Alter habe. Und eine Langzeitstudie zeigte, dass die gesundheitlichen Aspekte stark überbewertet wurden, nachdem wegen des Skandals der Firma Nestlé das Stillen plötzlich stark gefördert wurde. So etwas könnte für Still-Dogmatikerinnen ein Anlass sein, ein bisschen zurückzurudern. Oder so. Aber: Es gibt weit mehr Aspekte als laut neuer Studie nun doch nicht verhindertes Asthma. Wer die positiven Aspekte für sich sieht und leben möchte, der darf es doch bitte tun und damit glücklich sein. Es gibt genug schöne und sinnvolle Gründe für das Stillen. Und ebenso kann man sich ganz dagegen entscheiden. Ds ist ja das schöne daran, in einem freien Land zu leben: Die Freiheit der eigenen Entscheidungen.

Meine Kinder habe ich alle komplett impfen lassen, die Älteste hat schon Part 1 der HPV bekommen. Und das habe ich getan, weil ich nach eingehender Information und genauer Abwägung eine Entscheidung traf. Und das steht jedem zu. Ich empfinde das für mich als richtig so und bisher zeigte sich mir nicht das Gegenteil. Noch ein Aber gefällig?: Auch hier entscheiden allein die Eltern. Die Fürsorgepflicht liegt nämlich genau bei diesen beiden Personen. Und wenn man nun Impfgegner oder auch Impfbefürworter ist und sich auf den Kopf stellen will, wenn man irgendwo eine gegenteilige Meinung liest: Die muss man exakt so annehmen, außer man wird zu einer Diskussion eingeladen. 

Ich trage meine Babies /Kinder sehr gerne. Zumindest so lange mein Rücken mitmacht, den ich extra per Yoga und Magnesium stähle, damit ich Nummer 4 tragen kann. Wer nicht gerne ein Baby an sich dran bindet, der kann das auch einfach lassen. Es gibt keinen Trage-Zwang. Hab schon ab und an gehört: „Wenn die Tragemütter nicht immer wie zerfledderte Ökos aussehen würden, dann würde ich auch tragen.“ Fand ich sehr witzig und konnte ich darüber lachen. Vielleicht auch nur, weil ich mich nicht als zerfledderten Öko wahrnehme, aber gut. Ja, es tut den Kindern gut, sie entspannen und genießen die Nähe. Viele Schreikinder akklimatisierten sich wunderbar dadurch. Aber es kann auch nerven und schwer sein. Es gibt Tragen, die der Hüfte schaden können und so weiter. Ich mag es dennoch. Aber: Kinder verwahrlosen in einem Kinderwagen nicht. Und sie fühlen sich auch nicht wie Moses im Binsenkörbchen. Alles gut. 

Ich wickle mit Wegwerfwindeln. Weil: ich hatte mal zwei Wickelkinder gleichzeitig und keinen Trockner sowie einen einzigen, dauernd besetzten, wackeligen Wäscheständer. Da wollte ich irgendwie keine Stoffwindeln, auch wenn ich sorgfältig darüber nachgedacht hatte. Und dann hatte ich insgesamt drei Kinder und erst recht keinen Nerv darauf. Und dann vier und …so weiter. Ich wurde übrigens mit Stoffwindeln gewickelt – genützt hat es mir wenig 😀 Auch hier das Aber: Jeder kann auch dieses Thema individuell entscheiden. Meine Güte, es geht nur um Windeln. Windeln!

Und ich halte Nummer 4 nicht über das Waschbecken, wenn er muss. Er trägt immer Windeln, lebt also nicht Windelfrei, außer er hat seine „Nackter-Popo-Zeit“ am Abend. Da landete auch schon mal das ein oder andere auf mir – hätte ich mal gelernt, seine „Pipi-und-Kaka-Mimik“ zu lesen … Weil: Ich gucke nicht dauernd ins ein Gesicht oder höre auf seine Töne, um einen sich anbahnenden Stuhlgang zu identifizieren. Dazu habe ich zum Einen kaum Zeit bei so vielen Kindern und zum Anderen möchte ich auf andere Dinge an ihm mehr achten. Aber: Wer gerne ein Baby ohne Windeln großziehen will, der kann das jederzeit tun. Wie erwähnt wird das in Afrika auch gemacht. Da zieht man sich das bekotete Baby einfach über das Knie, der Kot bleibt da kleben und wird dann mit einem Büschel trockenem Gras oder einem Stöckchen abgekratzt. Das ist in jedem Fall sehr natürlich. Niemand muss windelfrei erziehen und jeder, der es will (vielleicht auch ohne Knie und Stöckchen), der darf es bitte für sich entscheiden. Allerdings: „Und sie nahm das Kind, wickelte es in Windeln und legte es in eine Krippe.“ So eine neue Erfindung sind die Dinger nicht – selbst die jüngsten Aufzeichnungen dieser Altersklasse sind recht alt. Da hat man genug Entscheidungsfreiraum – ob mit oder ohne Windeln.

Habe ich nun alle Aspekte des neuen Mainstreams namens Attachment Parenting durchgearbeitet, der durch manche dogmatische Vertreter suggerieren will, seine Befolgung liefere das von allen Müttern angestrebte wirkliche Rundum-Wohl für die Kinder? Oder fehlt noch was?

Mir fallen weitere Themen ein, über die man sich auch mal streiten könnte. Immer geht es nur um Neugeborene und Kinder bis circa 3 Jahren. Dabei werden die Kleinen doch größer!

Zwischen 32 und 57,3 % aller Kinder in Deutschland hat einen Fernseher oder einen Pc oder eine Konsole im eigenen Zimmer.

Darüber könnte man sich echt mal streiten. Oder über Aspekte der geschlechterspezifischen Erziehung. Da gibt es wahre Sümpfe, die man mal beleuchten sollte. Oder über Verkehrssicherheit. Oder über Bio-Kosmetika für Kinder? Oder über ein zuckerfreies Leben? Oder über global das Ablehnen bestimmter Nahrungsmittel? Oder über Mama-Taxis (ach ne, das gibt es ja schon) oder über bedingungslose Ehrlichkeit Kindern gegenüber. Oder über Sexualaufklärung an Schulen (Mist, da gibbet auch schon Streit). Wie wäre es mit der Frage nach Fertigprodukten wie Maggi Fix? Und McDonalds, wie ist es damit? Dann könnte man über Religionsvermittlung Kindern gegenüber streiten- ein heißes Eisen …

Hm, wie wäre es damit: Man könnte sich darüber streiten, ob man für die Kinder ein gutes Vorbild ist, wenn man die Meinungsfreiheit respektiert. Wenn man in Diskussionen, die ja durchaus prinzipiell begrüßenswert sind, respektvoll bleibt. Und wenn man ihnen zeigt, wie tolerant man wirklich ist, auch wenn die Lampe der Political Correctness das Thema gerade mal nicht beleuchtet.

Die liebevolle aufgeklärte und wohlwollende Haltung der Eltern gegenüber ihrem Kind, beziehungsweise ihren Kindern, ist alles entscheidend. Und wenn diese Ausdruck im gemeinsamen Schlafen findet, dann ist das wunderbar. Und wenn sie durch etwas Anderes ausgedrückt wird, dann ist das ebenso wunderbar.

Ich mochte übrigens einen Kommentar auf dem StadtLandmama-Blog sehr gerne:

„(…) aber das gehört auch dazu, wenn man einen Text schreibt zu dem es so viele unterschiedliche Meinungen gibt.
Das macht doch einen Blog aus, wenn ich monotone Massenmeinungen lesen möchte, kann ich mir ja die „Brigitte“kaufen ;)“

Ab und an darf man mal verallgemeinern und ‚rumschimpfen – manchen gelingt das ja auch sehr humorvoll und pointiert (Kabarettisten verdienen ihr Geld damit…). Ich schimpfe ja auch manchmal rum, nicht wahr?

Ich bin dankbar, dass Kinder in unserer Zeit so viele Möglichkeiten haben und vor allem wahrgenommen werden. Das ist unendlich viel wert. Selbst in meiner Kindheit bekamen Kinder vermutlich die Hälfte der Aufmerksamkeit von heute. Gut, auch darüber ob das nun gut oder schlecht ist, ließe sich streiten. Am besten sag ich doch lieber nix mehr 😀

IMG_2640 … (ich hätte auch den Sofa-Sex mit Playmo nachstellen können – aber Pornographie sprengt den Rahmen unseres Blogs nun wirklich 😀 )

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31 Gedanken zu “Mommy Wars und der Sofasex

    • Hallo Antje,

      hahaha … Mir schweben sofort lustige Bilder vor, die man mit den PlayMos und dem Sofa machen könnte. Wohnzimmer-PlaMo-Sutra :D…..

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  1. Du hast das mal wieder sehr schön geschrieben.
    Ich denke, was dich genauso wie mich so juckt ist nicht die Beschreibung: ich mache das so und so. Es ist der Nebensatz, in dem die Begründung gerne so formuliert wird, dass das Handeln betreffender Mutter verabsolutiert. Sie will es ja richtig machen. Folglich ist was sie macht richtig und wer was anders macht… Tja.

    Ich frage mich zudem, ob irgendjemand wirklich glaubt, dass Mütter mutwillig ihren Kindern irgendwie schaden wollen (bis auf Ausnahmen). Was steht denn da für ein Menschenbild dahinter? Ich zumindest kenne nur Eltern, die ihre Kinder über alles lieben und die alles tun, was in ihrer Macht steht, damit ihre Kinder eine glückliche Kindheit haben und gerüstet sind für ein erfüllendes Erwachsenenleben. Was immer das heißt und wie immer man dahin kommt. Das gilt selbst dann, wenn das Ergebnis nicht so überzeugend ausfallen sollte.

    Ich finde die Diskussion mit dem Anstoß des Posts von StadtLandMama lächerlich, denn er ist gut erkennbar überspitzt und provokativ geschrieben. Wer davor die Augen verschließt und sich demonstrativ aufregt, hat vielleicht sonst nix besseres zu tun. Das ist so plakativ…

    Ich frage mich dennoch, woher es kommt, dass so viele Mütter darauf anspringen. Sitzt die Verunsicherung so tief? Ist der Optimierungswahn so beherrschend? Sind das reale Ängste? Haben so viele Frauen ihr Selbstbewusstsein beim Kauf des Schwangerschaftstests abgegeben? Ich verstehe diese massive Reaktion ernsthaft nicht! Sind wir ehrlich, bei Attachment Parenting geht es nicht um Leben oder Tod.

    Und bei meinem Post über AP wurde mir ja mehrfach erklärt, dass bei AP die Bedürfnisse ALLER Familienmitglieder im Vordergrund steht und alles so abgewogen werden sollte, dass es allen gut geht und niemand unglücklich ist damit. Und ich Dummerchen hatte behauptet, das hätte sich entweder nicht bei allen herumgesprochen oder Toleranz sei einfach nicht hip genug…

    Woher meinst du kommt diese Aggression? Vielleicht, weil sie keine ‚gute Mutter‘ traut zu Hause ordentlich mal Marsch zu blasen? 😉

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  2. Ach und noch was: Super Idee mit den Bildern!!!

    Und damit ich jetzt keine offizielle Abmahnung krieg von all den guten Mütter da draußen: Waaaaas? Ihr habt verschluckbare Playmobilkleinteile trotz Baby zu Hause????

    (Manchmal ist es fast wie im richtigen Leben ;-D)

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    • … Genau das fiel mir eben auch noch ein und dann hab ich es vergessen! Gut, dass Du mich daran erinnerst! Ich muss das noch einfügen! 🙂 Und ja: Wir sind die Vorbilder ….

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  3. Hey Rosalie,

    Ich glaube in der Tat, die Verunsicherung ist groß und das Slebstbewusstsein klein (was wohl zusammenhängt). Wir sind die im Grunde erste Generation Eltern, die vor so vielen Möglichkeiten und Entscheidungen bezüglich ihrer Kinder steht. Und das allein verunsichert schon.
    Und zugleich gibt es einennfür viele spürbaren Druck auf Mütter, der sich eben vor allem mit den Kampfmitteln der Moral ausdrückt.
    Das ist richtig perfide, finde ich.
    Die Aggression und das Erzkonservative („Nur meine Meinung ist richtig und bin zugleich die Mehrheit“) wundern mich allerdings auch. Nein, sie erschrecken mich sogar. Vor allem im anonymisierten Kommunikationsfeld Internet gehen Echheiten und Beschimpfungen sehr leicht von der Hand…

    Haha, Plamo-Kleinkram. Ja, ich kann die guten Mütter da draußen beruhigen: Die sindngut verstaut in Sicherheit. Die kann unser Baby nicht essen. Dafür isst es Blumenerde 😀 Und sein Vater war als Kind berühmter Legostein-Esser …

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  4. Liebe Königin, dein Text ist klar positioniert, schön geschriebene und stimmt sehr versöhnlich (y). Den Ausgangstext von Katharina finde ich allerdings großen Mist…
    Hier: Alle Kinder für die erste Stillzeit (3 Monate?) ‚familiengebettet‘ (#Bequemlichkeit), alle 4 spontan geboren und gestillt (#glückgehabt), alle geimpft, aber NICHT Stiko-konform (#Bin nicht nur Mama, bin auch Rebell), alle immer mal wieder im TT später in der Manduca getragen (#Bequemlichkeit), Kein TV/PC/Konsole. Meine Kinder sind 7,4,3,1, die sollen spielen (okee: oder sich streiten), zum Donnerwetter noch mal! (#wer hat den längsten pädagogischen Zeigefinger?). 1/4 wird gereboardert (#Scandimania), Schnuller, Einwegwindeln, Gluten, Saccharose, Krippenbetreuung kam/kommt hier alles vor. Darf ich trotzdem mitspielen?
    P.S. BLW! Wie stehst DU eigentlich zu BLW???? Nicht dass uns ein Reizthema durch die Lappen geht… (# wer hat den längsten…)
    Liebste virtuelle Grüße von Tante Käthe

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    • Liebe Käthe,

      also bisher stehst Du doch ganz gut da mit Deiner Selbstbetrachtung. 😀
      Und ich hatte nicht nur die Reboarder vergessen in meinem Artikel, sondern – Dank Deiner Erinnerung – auch das BLW.

      Dazu: Die Sauerei war es mir nie wert. Nummer 4 darf immer mal wieder seinen Tellerinhalt als Gesichtscreme und Shampoo benutzen. Ab und zu darf er das. Das hat sich für alle Seiten als hervorragende Lösung gezeigt.
      Auch weil: Während er isst betreue ich schon Nummer 3 bei den Hausaufgaben – und da ich anschließend sofort den Rest bekochen muss, bleibt mir leider, leider keine Zeit, Tisch, Hochstuhl und Boden zu kärchern.
      Manchmal denke ich, die Bestandteile des AP sind für ein bis zwei Kinder gut anwendbar. Bei der Mehrfachmenge wird es eng.

      Immerhin soll AP ja (danke für die Aufklärung, Rosalie) die Bedürfnisse aller Familienmitglieder in Einklang bringen.
      Da ein Burnout nicht zu meinen Bedürfnissen gehört, kürze ich die vollumfängliche Bedürfniserfüllung der Kinder zu Gunsten der Minimalerfüllung meiner Bedürfniss. Nicht immer ohne das berühmte schlechte Muttergewissen. Aber dafür geht es mir (seit ich das so handhabe) sehr gut.

      Doch zum Glück sehe ich ja an den beiden Großen (12 und fast 11), wie es ihnen geht, was für entfaltete Persönlichkeiten sie sind und wie stark ihre familiäre/mütterliche Bindung ist.
      Fazit dieser Betrachtung: Ich bin eine furchtbare Glucke, die jedoch freigeistig genug ist, um die Kinder reflektiert zu begleiten. Das möge unserem Nachwuchs zum Glücke gereichen 😀

      Und ja: Der ursprüngliche Artikel von Katharina war schon streckenweise so formuliert, dass er Mummy-kriegstreiberisch wirken musste. Absolut. Es ist nur bemerkenswert, wie heftig die Reaktionen waren und auch, dass es wie auf Knopfdruck funktioniert. Ich wollte mit meinem Artikel aufzeigen, wie schön es wäre, wenn sich alle Mütter in Ruhe leben lassen würden.
      Das gilt auch für die aggressive Darstellung von Vorurteilen und Klischees. Wenn man das kabarettistisch macht, dann kann es, wie erwähnt, sehr witzig sein. Und dann lache ich auch, wenn mich der Inhalt betrifft.

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    • Hallo Nina,

      Ich freue mich sehr, dass Du unseren Blog gefunden hast und Dir mein Artikel gefiel. Ich hin gespannt, was Du am Montag zum Thema Mommy Wars schreiben wirst und wünsche Dir bis dahin ein schönes Wochenende 🙂

      Liebe Grüße!

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  5. Ein sehr schöner differenzierter Text. Ich finde diese ‚Mommy Wars‘ (eigentlich ein ganz schlimmer, verniedlichender und abwertender Begriff) auch sehr befremdlich und wünsche mir mehr Toleranz und Gelassenheit. So lange meine eigenen Kinder nicht übermäßig negativ beeinträchtigt werden, ist es mir vollkommen egal, wie andere Eltern ihre Kinder erziehen. Wenn sie damit zufrieden sind und mich niemand missionieren will, ist doch alles fein.

    LG, Christian

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    • Hey Christian,

      ich weiß auch nicht, warum „Leben und leben lassen“ oft so schwer umzusetzen ist …. Und sehe es wie Du: so lange es allen Beteiligten gut geht, sollte egal sein, wer wo schläft oder wie lange was isst…

      Liebe Grüße!

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  6. Hallo,

    ich habe grade diesen Artikel gelesen und musste an meine momentane Situation denken. Wir sind vor ca. 2 Monaten in die USA ausgewandert. Jetzt sitze ich hier, mit meinem Kind und genieße es, keine Mütter um mich zu haben. Ich weiß, dass das nicht mehr lange der Fall sein wird, da mein Kind bald in eine Kita gehen wird, aber z.Z. ist es noch so. Mein Mann fragte mich, ob ich nicht andere Menschen um mich herum vermisse. NEIN. Ich vermisse nicht den Druck, das Sticheln, den produzieren Stress durch Mitmenschen (egal ob Mütter/ Vater oder v.a. Kinderlose). Ich bin einfach mal froh, von dem ganzen Mist grade nichts mehr mitzubekommen, da ich in diesen 2 Monaten auch gemerkt habe, was mich so gestresst hat. Was mich jetzt stresst bin ich selber, mein Sohn und mein Mann, ach ja und wenn ich grade mal wieder nur Bahnhof verstehe 🙂

    LG aus Kalifornien.

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    • Liebe Vicky,

      herzlich Willkommen auf unserem Blog. Ich freue mich sehr, dass du hier liest und durch Deinen Kommentar mitmachst 🙂

      Ich verstehe Dich in der Situation sehr gut, glaube ich.
      Genau wie Du habe ich das bei meinen ersten beiden Kindern genossen, recht frei zu sein und habe mich davor gedrückt, sie im Kindergarten anzumelden.
      Durch zwei Umzüge habe ich den Kindergarteneintritt der beiden verschoben. Am Ende kamen sie dann mit 5 und 3 in den Kindergarten.
      Und schon wurde das Leben etwas fremdbestimmter und ja, ich war mit den anderen Müttern konfrontierrt.
      Aber das war nicht so schlimm oder anstrengend, wie ich gedacht hatte.
      Ich bin kein Fan der gemeinschaftlichen Eltern-Laternen-Bastelabende oder Ähnlichem. Das habe ich dann absolviert, wenn ich musste. Und da habe ich längere Elterngespräche auch ganz gern gemieden 😉

      Ich wünsche Dir eine gute Eingewöhnungsphase in der neuen, sonnigen Heimat!

      Liebe Grüße!

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