Weihnachtliche Auspackorgie

Heiligabend sind wir Eltern immer besonders fleißig. Neben dem ganzen organisatorischen Drumrum ist es vor allem eine Sache, die uns in Anspruch nimmt: das Auspacken von Geschenken. Natürlich nicht unseren eigenen.

Kleine Mädchen beispielsweise bekommen immer sehr gerne Barbiepuppen geschenkt. Barbiepuppen werden sehr sicher verpackt verschifft und sind mit kleinen, ummantelten Drähten an Taille, Hand- und Fußgelenken sowie am Hals in der Verpackung festgemacht.

Kleine Mädchen, die Barbies mögen, sind daher leider nicht fähig, diese Barbies auch auszupacken. Auftritt Eltern: drei kleine Mädchen, die jeweils zwei Puppen plus noch etwas anderes geschenkt bekommen: mindestens 60 Minuten Auspackspaß für ein Elternteil (der Partner tütet derweil die Verpackungen ein, damit die Bude nicht im Chaos versinkt). Wir haben daher beim Christkind früher ausgepacktes Spielzeug bestellt. Leider hat sich das Christkind – warum auch immer – nur ein einziges Mal an diesen Wunsch gehalten.

Mittlerweile sind Nummer 1 bis 3 ja etwas größer und selbstständiger, und so packen sie viele Geschenke komplett alleine aus. Verpackung und Geschenkpapier fliegen zwar meist trotzdem durchs Wohnzimmer, aber der Zeitaufwand halbiert sich quasi. Eigentlich.

Dafür halten sie mir jetzt nämlich ihre Bildschirmgeschenke vor die Nase.

„Ich brauch das Wlan-Passwort!“
„Wo kommt hier die Speicherkarte rein?“
„Wie kann ich hier Minecraft herunterladen?“

Gleichzeitig braucht Nummer 4 natürlich komplette Unterstützung und ein bißchen was bekommen wir ja auch selber geschenkt. Meine Frau und ich haben es gestern nicht geschafft, uns auch nur ein einziges Geschenk selber zu übergeben. Stattdessen haben wir uns über die Kinderhorde, den Geschenkeberg und herausfordernd hochgehaltene Notebooks hinweg zugerufen:
„Schön! Danke! Das hab ich mir ja schon immer gewünscht!“

Das klingt übertrieben? Schaut Euch diesen Geschenkeberg an:

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Es hatte fast Retro-Charme für uns, als Nummer 3 genervt eine Puppe zu uns brachte und sich sichtlich frustriert beschwerte:

„Die ist ja wieder verpackt wie ein Staatsgeheimnis!“

Jaja, die gute alte Zeit, als die Kinder noch nur ihre Puppen nicht auspacken konnten und noch nicht Hilfe bei Systemabstürzen benötigten …

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