Idee und Wirklichkeit

Der heutige Samstag ging mal wieder komplett für Verpflichtungen drauf: Ich musste den Garten auf Vordermann bringen (sprich: mich mit der Machete durch den seit vier Wochen nicht gemähten Rasen schlagen), meine Frau das Haus, das unter der Woche auch ein wenig zu kurz gekommen war. Danach schnappte ich mir die Kinder und fuhr in den Real, um den Wocheneinkauf zu erledigen. Zuhause war in dieser Zeit liegengebliebene Bügelwäsche angesagt.

Als ich gegen 17.30 Uhr nach Hause kam, empfing meine Frau die Mädels mit einem überraschend kalten Blick.

„Ich war in Eurer Etage,“ zischte sie.

Die Kinder, insbesondere Nummer 1, schrumpften sofort um 15 Zentimeter. Wir jagten sie nach oben, und während meine Frau Nummer 4 fütterte, packte ich die Einkäufe aus. Dabei machten wir unserem Ärger ein wenig Luft. Nach ein paar Minuten meinte meine Frau:

„Die Idee, Samstags ins Centro zu fahren und mir einen Hut zu kaufen hat mir irgendwie besser gefallen als das, was ich heute wirklich hatte.“

Ich hob ein paar Packungen Käse auf, die mir ob ihrer der Schwerkraft trotzenden Stapelweise entgegen gekommen waren, als ich den Kühlschrank öffnete.

„Die Idee von meinem Samstag gefällt mir irgendwie immer besser als der wirkliche Samstag.“

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