Übermüdungssymptome

Nach einer morgendlichen Suche im Internet:

„Hast Du das eigentlich gefunden?“
„Ich habe das gar nicht gesucht.“
„Was hast Du denn dann gerade gesucht?“
„Habe ich vergessen. Ich habe irgendwas gegoogelt – aber das habe ich auch nicht gefunden.“

Ich will mich nicht zu früh freuen …

… aber langsam scheint ein wenig Normalität bei uns einzukehren. Nummer 4 schläft jetzt auch ab und zu, und wir hatten am Wochenende zum ersten Mal seit sechs Wochen so was wie Feierabend. Die Nächte sind zwar immer noch zu kurz, aber wir sind jetzt nur noch normal übermüdet und nicht mehr am Rande der Schlafkrankheit.

Ich kann es nicht versprechen, aber vielleicht (!) melde ich mich bald wieder etwas regelmäßiger zu Wort …

Falls nicht: Ihr wisst, was ich dann gerade mache. 😉

Be your own dentist

Einige von Euch kennen vielleicht die berüchtigte „Be your own dentist“-Box, die Moe bei den Simpsons einmal verwendet:

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Quelle
Nummer 2 brachte das beim letzten Zahnarztbesuch wirklich.
Sie hatte einen Wackelzahn, der wirklich seit Wochen keine wesentlichen Fortschritte beim Rausfallen machte. Irgendwann während dieser Zeit war sie beim Zahnarzt, und der konstatierte, dass der Zahn reif sei. Also schnappte er sich sein Zahnarztwerkzeug und ging zu Werke.
Leider war das Nummer 2 überhaupt nicht geheuer. Sie verweigerte quasi schon den Zangenkontakt, und als er das Ziehgerät endlich in Position hatte, beschwerte sie sich über die Schmerzen. Unser Zahnarzt, ein ziemlich geduldiger Vertreter seiner Zunft, versuchte es eine Weile. Am Ende meinte er dann aber, dass es ganz ohne Ruck dann doch nicht gehen würde.

Nummer 2: „Dann gib das doch mal her!“

Sprach’s, schnappte sich die Zange und öffnete den Schnabel. Der Zahnarzt, mittlerweile wohl überzeugt davon, dass dies immerhin die beste Option für diesen Fall war, meinte kopfschüttelnd:

„Das habe ich auch noch nie erlebt.“

Fünf Minuten später war der Zahn raus.

„Jetzt hab ich Dich, Du Typ!“

Nummer 4 ist ein sehr aufmerksamkeitsintensives Kind. So kam es, dass ich heute meinen bisherigen Rekord in „zu behämmerten Zeiten den Kinderwagen durch die Nachbarschaft schieben“ gebrochen habe. Gerade war ich von Viertel nach Vier (ja, 4.00 Uhr, nicht 16.00 Uhr) bis Fünf hier unterwegs, nachdem der Typ uns seit halb Drei wachgehalten hatte. Während unserer kleinen Nachtwanderung drehte er noch einmal schön auf und beschwerte sich lautstark – ihm war nämlich aufgefallen, dass er eigentlich schon wieder ein kleines Nachtmahl zu sich nehmen könnte.

Leider befand ich mich da am anderen Ende des Orts und hatte kein Futter dabei – also schob ich schön weiter und hoffte, dass er einschlief. Tat er auch, ich drehte noch eine Extrarunde und dachte triumphierend:

„Jetzt hab ich Dich, Du Typ!“

Auf dem ganzen Weg begleitete mich übrigens K1. Der natürlich auch prompt mit ins Haus schlüpfte und – na was wohl? – etwas zu fressen wollte. Ich beförderte den Typ leise ins Wohzimmer, schmiss K1 nach einem kleinen Kampf wieder raus, und legte mich endlich wieder hin.

Fünf Minuten später hören wir ein charakteristisches „Öhö – öhö – öhö“ aus dem Kinderwagen. Der Typ war hungrig.

Als meine Frau mit ihm aus dem Wohnzimmer rüberkam, hatte ich das Gefühl, er sieht mich triumphierend an …

Wir haben zu viel IT im Haus, ich muss wohl was unternehmen

Ich bin ja noch neu im Bloggeschäft und daher für so manchen Unfug zu haben. Unter anderem eben auch für einige „Teste doch mal dies und schreib was Du denkst“-Aktionen. Daher Disclaimer: Ich habe eine Gratislizenz für die Avira Family Protection Suite bekommen, die cyscon (die haben auch einen Blog zum Thema) mir zur Verfügung gestellt hat.

Obwohl ich mich seit vielen Jahren mit IT-Sicherheitsprodukten beschäftige und auch schon so manche Hackergeschichte „ausgehackt“ und in den Medien platziert habe, hatte ich nie eine besonders hohe Affinität zu Antivirenprogrammen. Ich habe immer die kostenlosen Basics genutzt und bin damit meist ungeschoren davongekommen – meine virtuellen blauen Flecken beschränken sich auf einen automatischen Post durch eine bösartige Facebook-Applikation (war ein tolles Abnehmzeug, für das ich da geworben habe) sowie eine Serie von kleineren illegalen Abbuchungen von meinem Konto, die ich alle zurückrufen konnte.

Trotzdem – als Nutzer von Online-Banking macht man sich natürlich so seine Gedanken. Im Endeffekt bin ich aber immer bei „Ich kenne mich gut genug aus, um nicht auf die ganz blöden Tricks reinzufallen“ (meistens) und „wenn mich jemand gezielt hacken will nützt mir eine Antivirensoftware auch nicht viel“ (aber warum sollte er das machen) gelandet. Mittlerweile sind Nummer 1 und Nummer 2 aber im Computeralter angekommen, und die beiden kennen natürlich noch nicht alle fiesen Tricks. Daher war ich für das Angebot, die Avira Family Protection Suite zu testen, durchaus offen.

Wir nutzen zuhause an IT folgende Geräte: 2 HP Notebooks, 2 Macbooks, 1 uralten iMac, 2 iPads, 3 iPhones, 1 Android-Phone. (Ist das jetzt viel? Wir sind ja auch viele … und einige der Geräte sind ja auch schon älter als Nummer 3. Okay, ich sehe ein es IST VIEL.)

Auf den Macs läuft ein stets aktualisierter Browser sowie (teilweise) eine kostenlose Virensoftware, die aber de facto quasi nie in Aktion tritt. Auch auf den Windows-Rechnern laufen die Basics sowie kostenlose Ergänzungen. Unsere Smartphones sind nicht zusätzlich gesichert.

Als ich mir die Family Protection Suite ansah, fand ich insbesondere die Features für Mobilgeräte attraktiv. Denn 80 Prozent unserer nicht-medialen Internetnutzung läuft über diese Geräte. Die aber natürlich schwerer zu kontrollieren sind als meine guten, alten Windowsrechner. Zumindest bei den iPhones fand ich die zugehörige App in der Praxis aber enttäuschend: a) gehört sie nicht mal richtig zur Suite und b) bietet sie außer einem Prozessscan, bei dem ich lernen konnte, was da mittlerweile alles so im Hintergrund läuft, auch wenig Nennenswertes. Dementsprechend habe ich davon abgesehen, die iPads in den Test überhaupt einzubeziehen.

Was mir aber gut gefällt: Das Kernprogramm (für Windows) macht was es soll, ohne zu stören. Vorinstallierte Crapware auf HP-Notebooks kann ja auch Sicherheit, nervt aber auch sehr gerne. Avira ist schneller und unauffälliger als meine vorherige McAfee+Microsoft-Crapware-Kombo. Und natürlich wichtig: es gibt genug Lizenzen für alle herkömmlichen Rechner bei uns zuhause.

Ist das jetzt eine Empfehlung? Na ja, ich weiß aus meiner Zeit als ich für die Konkurrenz gearbeitet habe: Antivirus ist kein Produkt, das Leidenschaft weckt. Wenn man diesen Faktor abzieht und anschaut was die Family Protection Suite tun soll, dann macht sie das schnell und ohne mich zu ärgern. Bewertet das bitte wie Ihr möchtet.

Die Funktion für den Schutz in sozialen Netzwerken habe ich nicht testen können, da die Kinder außer einem von Google diktierten G+ Profil noch keine Accounts haben.