Hauptstadtraten 2

Gestern abend spielte meine Frau mit den Mädels mal wieder Hauptstadtraten.

Meine Frau: „Malaysia? Das muss wie aus der Pistole geschossen kommen!“
Nummer 3: „Peng?“

Einige Minuten später ging es um Amerika.

„Hauptstadt?
Nummer 1 und 2 im Chor: „Washington D.C.!“
Ich: „Und wie heißt das Staatsoberhaupt der USA?“
Nummer 3: „Captain America!

Ob es einen Zusammenhang dazu gibt, dass ich zu Weihnachten Lego Marvel Super Heroes geschenkt bekommen habe?

Ein Fall für das Arbeitsgericht

Die Mädels spielen momentan gerne Temple Run. Wer das nicht kennt – man spielt einen Indiana Jones-mäßigen Archäologen, der einen Schatz stiehlt und dann vor einem Monster weglaufen muss. Das führt mitunter auch zu Gesprächsstoff:

„Was würdest Du machen, wenn Du in einen Tempel müsstest und dann von einem Monster verfolgt werden würdest?“ fragte Nummer 2 beim Spielen. Darauf Nummer 3:
„Ich würde kündigen!“

Das kann ich nur unterstützen – Arbeitssicherheit geht vor.

Der Typ

„Schläft der Typ jetzt?“

meinte ich gerade mit einem Seitenblick auf Nummer 4. Er war über Weihnachten ein wenig verstimmt, daher nannten wir ihn auch gerne den Grinch.

Trotzdem ließ meine Frau mir das nicht durchgehen:

„Hast Du gerade unser Baby „den Typ“ genannt?“

Hmm, ja, das war jetzt etwas schwer abzustreiten, also wich ich gekonnt aus:

„Entschuldigung, ich schreibe hier gerade!“

Sehr geehrte Frau Dingenskirchen …

Meine Frau arbeitet ja freiberuflich. Das bedeutet (leider), dass es für sie keine tollen Mutterschutz- oder Mutterschaftsgeldleistungen gibt, sondern stattdessen … gar nichts. Aus diesem Grund brauchen wir für unseren Cashflow Eltern- und Kindergeld für Nummer 4 etwas dringender.

Als es also daran ging, diese Leistungen zu beantragen, wollten wir ein nettes Anschreiben mit dazulegen. Das hatte eine freundliche Dame meiner Frau so empfohlen. „Ich bin ganz groß in professioneller Freundlichkeit,“ meinte ich. „Das übernehme ich.“ Also setzte ich mich daran:

„Sehr geehrte Frau Dingenskirchen,

als Freiberuflerin habe ich leider weder Anspruch auf…“ undsoweiter.

Von meiner Arbeit bin ich es gewohnt, Texte für oder über Leute zu schreiben, deren Name ich nicht kenne , daher fiel mir das nicht weiter auf. Auch wenn „Dingenskirchen“ natürlich nicht der professionelle Platzhalter für diesen Fall ist. Als der Drucker nicht funktionierte (mein Macbook war vor drei Monaten abgeraucht und komplett neu aufgesetzt worden, so dass es ihn noch nicht „kannte“), mailte ich das Dokument schnell an meine Frau. Kurz noch den Namen der Dame rausgesucht, die uns bearbeiten sollte, und ab dafür.

Eine Minute später schob meine Frau den Ausdruck in mein Sichtfeld.

„Fällt Dir hier was auf?“, fragte sie. Ich runzelte die Stirn.
„Da steht irgendwie noch ‚Sehr geehrte Frau Dingenskirchen‘„, hüstelte ich. „Das hätte uns vermutlich nicht so gut weitergeholfen…“

Das Ende der Geschichte: Der Antrag wurde in Rekordzeit bearbeitet. Dafür schickte meine Frau noch eine Danke-Ecard an Frau Dingenskirchen, und sogar die Überweisung kam noch vor Weihnachten. Manchmal ist echte Freundlichkeit eben doch besser als professionelle …

Keksteig-Aufspür-Roboter

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Gestern habe ich mit den Mädels Weihnachtsplätzchen gebacken. Nach der zugehörigen Teig- und Glasurorgie haben wir die Küche halbwegs wieder instandgesetzt, das Ergebnis eingedost und ich habe mich auf die Couch gesetzt.

„Du hast Keksteig im Haar“, meinte meine Frau.

Ich war mir sicher, dass das stimmt, hatte es aber bis zum nächsten Aufenthalt im Bad schon wieder vergessen. Also setzte ich mich unverrichteter Dinge wieder auf die Couch, und langsam wurde es Nacht. Nummer 4 weckte uns insgesamt drei- bis viermal auf, wir machten kurz das Licht an, um ihn zu holen, anders hinzulegen und/ oder zu füttern. Jedes Mal, bevor das Licht wieder ausging, meinte meine Frau:

„Du hast Keksteig im Haar.“

Heute morgen kam ich in die Küche und sah die Keksdosen. Irgendwas klingelte bei diesem Anblick. Ach ja, Keksteig im Haar. Werde ich mir gleich mal vornehmen wenn ich im Bad bin.

Brötchen in den Ofen geschoben, Kaffee geschlürft, da wachte Nummer 4 auf und ich kam bei meiner Frau vorbei. Und was sagte sie?

„Du hast immer noch Keksteig im Haar.“

Ich habe mich schon gefragt, ob sie gestern gegen einen Keksteig-Aufspür-Roboter ersetzt wurde. 

Best Blog Award

bestblogaward

Wow, ich bin immer noch ganz baff von der Tatsache, dass hier in den letzten Tagen so viel passiert ist – obwohl ich nach meinem Dafürhalten in dieser Zeit nicht unbedingt total viel und auch nicht meine besten Beiträge veröffentlicht habe. Mara von Das zweite Kind sind Zwillinge hat mir den Stock für den Best Blog Award zugeworfen (Besten Dank, fühle mich geehrt!) und hat mir auch ein paar Fragen mit auf den Weg gegeben. Also will ich mal versuchen ein paar sinnvolle Antworten zu geben:

1. In welchem Buch wärest du gerne zuhause? In keinem das ich mag, da geht es allen meistens mies. Kann mir jemand ein gutes Buch empfehlen das ich nicht mag? Wegen dem Wohlfühlfaktor?

2. Am liebsten bin ich zuhause, außer manchmal, da bin ich auch gerne weg. Das ist aber selten.

3. Dabei entspanne ich mich: Hörbücher hören (auf der Rückfahrt von der Arbeit, es sei denn ich muss gedanklich noch ein paar Dinge abhaken), Sport (ich gehe zwei, dreimal die Woche „pumpen“ weil ich durch die Nachwirkungen meiner Krankheit beim Laufen keinen Blumentopf mehr gewinne), Videospiele

4.  Heute war mein ein erster Gedanke nach dem Aufwachen: Es ist ja schon halb sieben und ich habe ja fast durchgeschlafen! Nur, wie schaffe ich es Nummer 1 und 2 zu wecken, während Nummer 4 noch auf mir draufliegt? Wenn ich mich bewege wacht er auf …

(Die Lösung: habe sie einhändig per Handy angechattet, dass ich auch als Wecker benutze)

5. Welche Beziehung hast du zu deiner Schlafstätte? Nur zum Schlafen da oder auch Ort für momentan: dringend notwendige Erholung, rumhängen und diverse Familienversammlungen. Jenseits der Babyzeit ist der gesamte Elternbereich unseres Hauses, inklusive Schlafzimmer, aber nach dem Zapfenstreich Sperrgebiet für die Kinder. Wir müssen auch mal abschalten können und benötigen auch mal „Zeit für uns“ (wie man das so nennt halt …).

6. In meiner Bloggerseele steckt viel … vermutlich Medienprofi. Ich halte das alles hier ziemlich strikt privat, kann aber kaum vermeiden, dass ich auf manche Entwicklungen in den Medien (wozu Blogs ja gehören) eine andere Sicht habe als jemand der einfach nur rumprobiert.

7. Dafür habe ich immer Geld: Im Zweifelsfall: Sprit um zur Arbeit zu fahren. Gebe aber mein Luxusgeld vorwiegend für technische Spielereien und Kleidung aus, gefolgt von elektronischen Medien jeder Art.

8. Dafür würde ich nie Geld ausgeben: Dinge die so überteuert sind dass man das Gefühl hat, sie wurden nur so gebaut um teuer zu sein. Das gilt natürlich für goldene Bugattis, aber meiner Ansicht nach im Kleinen auch für sehr hochpreisige Markenartikel jeder Couleur mit zu viel Anteil von „Es ist zwar etwas teurer, dafür ist man unter sich“. Haben uns aus diesem Grund auch gegen Nespresso & Co. zuhause entschieden und geben die Differenz zwischen Padmaschine und Kapselfresser lieber an ein Patenkind. Aber ich bin inkonsequent und nutze trotzdem diverse Apple-Gadgets – hat halt so jeder sein persönliches Grenzempfinden zwischen „hochwertig“ und „verschwenderisch“.

9. Auf meinem Schreibtisch stehen Monitor, Telefon, Macbook, Kaffeetasse (im Büro). Zuhause räume ich meist den Schreibtisch frei, der oft auch als Nähtisch genutzt wird.

10. Meine Lieblingspflanze sind Wachskakteen. Klein, hübsch und sterben nicht.

11. Heute abend tue ich mir etwas Gutes. Ich mach ne Dose Cola auf und schaue mir mit meiner Frau zum x-ten Mal „My name is Earl“ an. Übrigens auf deutsch, wir sind trotz profunder Englischkenntnisse keine Synchronisationsverächter. Ja ich weiß, dass das das Medienkonsum-Äquivalent von „lieblichen Wein mögen“ ist (was wir übrigens auch beide tun).

So, momentan komme ich wegen einiger privater und beruflicher Veränderungen (die privaten lassen sich hier ja halbwegs nachvollziehen) mit dem Bloggerleben nicht so gut hinterher. Daher bitte ich um Verzeihung, wenn ich ein wenig brauche für´s Weiterreichen des Awards. Wird aber erledigt. 🙂