Wenn Dir nichts mehr einfällt, mach doch was mit Frauen und Männern

Wenn uns Medienleuten nichts mehr einfällt, machen wir „was mit Frauen und Männern“. Vergleiche wie die einen dies und die anderen das machen oder was die einen mögen und die anderen nicht. (Schuldig im Sinne der Anklage, habe ich auch schon gemacht).

Diese Woche war aufgrund dieser goldenen Regel ja per Allensbach-Studie die große Abrechnung mit der Gleichberechtigung an der Reihe. Beziehungsweise die Abrechnung mit den Männern, die ja a) von der Gleichberechtigung genug haben, b) immer noch nichts im Haushalt machen und c) von ihrer neuen Rolle sowieso komplett überfordert sind. 

Ich kann dazu nicht mal was Geistreiches sagen. Frauen wollen meist keine Männer, die beruflich nicht erfolgreich sind. Also liieren sie bevorzugt Partner, die erfolgreicher sind als sie (oder, sagen wir es banaler, ein paar Kröten mehr verdienen). Wenn Kinder kommen, gilt es das Familieneinkommen hochzuhalten, also reduziert typischerweise die Frau. Und – BÄMM! – bleibt spätestens dann auch der Löwenanteil der Hausarbeit an ihr hängen, während das berufliche Hamsterrad ihr mit zunehmender Geschwindigkeit davonrollt. 

Wer hat denn da nun was falsch gemacht? Ich beispielsweise mache logischerweise deutlich weniger Hausarbeit als meine Frau. Ich bin jeden Tag 12 bis 13 Stunden außer Haus, da bleibt unter der Woche nicht mehr viel Zeit dafür. Trotzdem mache ich morgens und abends mit. Wir haben sowieso die „goldene Regel“ dass wir erst zusammen Feierabend haben – will heißen wenn bis 21 Uhr noch Wäsche gewaschen wird helfe ich halt irgendwie mit im Haushalt, während sie mir das Essen warm macht wenn ich erst um acht nach Hause komme. 

Aber ich weiß, Gender-Mainstreaming-mäßig ist dieses Modell ein Albtraum. Eigentlich müsste ich Erzieher, meine Frau Raketenwissenschaftlerin sein, weshalb ich zu Hause bliebe und Hausmann wäre. Wobei nein, Teilzeit arbeiten dürfte ich wohl doch. Denn die Kinder müssten ja außer Haus betreut werden. 

In Wirklichkeit habe ich aber viel weniger Zeit beispielsweise zum gendermäßig hochwertigem Kochen am Wochenende, weil ich schrauben und gärtnern und tun muss. So geht´s ja nicht, jetzt fühle ich mich von meiner Rolle auch überfordert. 

Hatte ich nicht gewarnt dass nichts Geistreiches kommt?

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