Datenspionage

Nummer 1 bekam heute Post. Und zwar handelte es sich um eine Einladung zu einem Mädchennachmittag in einem nahegelegenen Indoor-Spielplatz. Für Mädchen von 10 bis 14.

Nummer 1: „Woher haben die denn meine Adresse?“
Nummer 2: „Die haben die halt.“
Nummer 1: „So ein Blödsinn, die kriegen doch nicht einfach jede Adresse von einem Mädchen, wenn es 10 wird.“

Damit endete die Diskussion und die Einladung blieb liegen. Etwas später wollte meine Frau den Wisch seiner natürlichen Bestimmung zuführen.

Meine Frau: „Nummer 1, willst Du da denn hingehen?“
Darauf Nummer 1 (empört): „Quatsch – ich geh doch nicht irgendwo hin, wo die mich ausspionieren!“

Ein Hauch von Luxus

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Als Veteranen der Nachwuchsaufzucht geben wir für sehr viele Babyanschaffungen nicht mehr viel Geld aus. Auch wenn wir uns fast schon im besten VIB-Alter befinden, kaufen wir meistens nur das Wesentliche und Praxiserprobte. Und davon dann auch noch einiges gebraucht.

Der praktisch einzige echte Luxus, den wir uns für Nummer 4 gegönnt haben, ist der Kinderwagen – ein sündhaft teurer Stokke xPlory mit Kaffeehalter, Autositz, Achtzylinder, Klimaanlage und Ledersitzen.

iAufräumkontrolle

Meine Frau und ich diskutieren recht häufig über das leidige Thema „Kinderzimmer aufräumen“. Insbesondere – oder besser vorwiegend – Nummer 1 nimmt es da nicht so genau. In schöner Regelmäßigkeit nehmen wir uns vor, ihre Ordnungsliebe durch engmaschigere Kontrolle zu unterstützen. Das Problem: wenn wir uns abends in ihr Zimmer bemühen, sieht es dort eh wieder aus wie bei Hempels unter dem Sofa. So dass Kontrolle bedeutet, sich abends zu ärgern und eine Aufräumaktion anleiten zu müssen.

Daher habe ich am Freitag die iKontrolle erfunden. Nummer 1 geht, mit dem Auftrag ihr Zimmer aufzuräumen, nach oben und nimmt ein iPhone mit. Nach 20 Minuten rufe ich sie per Facetime an und lasse mir die Ergebnisse zeigen. Eventuell notwendige Nachbesserungen lassen sich so auch bequem anberaumen.

Es hat eigentlich ganz gut funktioniert. Das Zimmer war vielleicht nicht perfekt, aber ich musste nicht darinhocken und mich rumärgern. Und Nummer 2 und Nummer 3 fanden es ganz formidabel, ihrer großen Schwester per Video beim Aufräumen zuzusehen.

Werbewirkungsforschung

Letzte Woche war hier eine Menge los – Nummer 1 und Nummer 2 kamen aufs Gymnasium, und Nummer 3 wurde eingeschult. Wie üblich gab es da auch einen netten Präsentkorb für die Schulneulinge von lokalen (und weniger lokalen) Unternehmen.

Ich finde das jetzt nicht dramatisch oder so, so lange McDonald’s nicht das Schulcatering macht ist ein bißchen Kommerz in der Grundschule schon ok. Allerdings muss man sich natürlich fragen, welche Wirkung diese Engagement zeigt…

Nummer 2 dazu, als sie die von einem großen Energieanbieter spendierte Brotdose sah: „Kriegen wir unseren Strom von denen?“
Meine Frau: „Nein, wir haben einen günstigeren Ökostromanbieter.“
Nummer 2: „Und glauben die jetzt, dass wir deren teuren Strom kaufen, weil sie meiner Schwester eine Brotdose schenken?“

Brand Awareness hin oder her – eine nicht ganz unberechtigte Frage …

Das ist nicht die Spieluhr, die Ihr sucht

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Meine Frau hat vor kurzem eine Spieluhr entdeckt, die das Star Wars-Thema spielt. Leider handelt es sich nur um das Innenleben einer Spieluhr, also um den Teil, der die Musik spielt. Nichts drumrum oder so.

Daher musste dafür natürlich eine Lösung her: Häkel-Jedis. Mein ursprünglicher Vorschlag (als zum Thema Handarbeit völlig Unbeteiligter) waren zwar Plüsch-Ewoks gewesen, aber ich denke so macht das auch was her.

Übrigens, Nummer 4 wird jetzt einen Häkel-Ewok bekommen – aber erst einmal werden die Bestellungen 1 bis 3 abgearbeitet …