Das mit der Welt

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Vor einiger Zeit waren Nummer 1 und 2 auf Klassenfahrt. Nummer 3 war mit uns allein zuhause und abends ein wenig unruhig. Mehrmals kam sie runter und klagte, dass sie ohne ihre Schwestern nicht schlafen kann. Nach dem dritten Mal gaben wir nach und ich erlaubte ihr, sich in meiner Mencave auf die Couch zu legen. Allerdings fehlte noch ein Kissen, wir sagten also sie sollte sich eins vom Sofa im Wohnzimmer aussuchen.

Nummer 3 daraufhin begeistert: „Ich will das mit der Welt!“

Siehe oben.

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Der Liebling aller Parteien

Heutigentags.de hat da ja was Nettes entdeckt. Wobei ich um ehrlich zu sein nicht sicher bin, wer es wirklich entdeckt hat, aber bei mir war das die Quellenangabe.

Aaalso (ich vermute fast ich bin zu lahm, denn im Internet ist etwas ja dann keine News mehr, wenn es in die traditionellen Medien rübergeschwappt ist), die FDP hat einen netten Wahlspot mit Stock-Material gedreht. Nämlich einer idyllisch radelnden Familie. Dumm nur, dass die NPD die Familie auch so idyllisch radelnd fand, dass sie sie ebenfalls in einem, na ja, Wahlspot verwendet hat. Jetzt weiß man als idyllisch radelnde Familie glatt gar nicht mehr wen man wählen soll, und dabei haben doch beide Parteien so eine tolle Familienpolitik!

Das ist der Fluch von Stock-Material, ich habe so manche Tante aus einer Firmenpräsentation auch schon auf Webseiten, anderen Präsentationen und sogar Mobilfunkwerbung auf meiner Xbox wiedergefunden. Nicht dass sie auch noch für die NPD arbeitet. Wobei, dazu sah sie nicht arisch genug aus.

Dieses Internetdings verstanden

Neulich sprach mich Nummer 1 an.

Nummer 1: „Du hast doch jetzt einen Blog.“

(Anm. d. Red. Ich kann mich mit „das Blog“ einfach nicht anfreunden. Daher behandeln wir den Begriff immer als maskulin. Hm, vermutlich ist es ziemlich 2011, das überhaupt noch zu erklären, aber wo wir hier eh gerade beim Thema Internet sind …)

Ich (wahrheitsgemäß): „Ja, stimmt.“
Nummer 1 (grinsend): „Ich hab den gelesen.“
Ich: „Das ist gut, dazu ist er ja da. Hat er Dir denn gefallen?“
Nummer 1: „Ja, ziemlich gut. Aber ich glaube der wäre noch besser, wenn andere Leute da auch was reinschreiben könnten, so als Kommentare zu dem was Du schreibst.“
Ich: „Das ist eine gute Idee, wie bist Du denn darauf gekommen?“
Nummer 1: „Ach, einfach nur so, fände ich halt gut.“

Ich bin mir ziemlich sicher, dass Nummer 1 noch keinen anderen Blog gelesen hat. Von daher muss ich sagen, die Generation Was-auch-immer-sich-jemand-in-zehn-Jahren-mal-ausdenkt-um-sein-Buch-zu-verkaufen hat es echt raus mit diesem Internet.

Scheibenkleister

Nummer 1 hat sich für Ihren Geburtstag eine Pinata bestellt. Nach einer Weile dachte meine Frau darüber nach, die selbst zu machen. Daraufhin überlegte sie, woher sie den Kleister nehmen sollte (vor allem deshalb, weil unnötige Strecken zu Fuß langsam ziemlich ungemütlich werden).

Darauf der Vorschlag von Nummer 3: „Von einer Scheibe?“

„Ich hab doch gar nicht gebissen!“

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Die Mädels wollten gerne, dass ich Ihnen heute im Garten das Zelt aufstelle. Ich war über die Idee moderat erfreut, da ich eine Menge Dinge zu tun hatte, und äußerte das auch. Der Gegenvorschlag: „Wir können Dir ja helfen!“

Aufgabe 1 war, die Terrasse mit einer neuen Schicht Holzlasur einzupinseln. Das hielt ich jetzt nicht für die beste Kinderaufgabe und delegierte daher lieber den Vorgarten (Unkraut!!!). Darüber waren die Mädels so moderat erfreut, sagten aber zu. Sie brauchten 20 Minuten, um hochprofessionelles Equipment bereitzustellen: Eimer, Kinderharken, Unterlegkissen zum Knien, Blümchenhandschuhe und Gartenschürzen. Wow, dachte ich, die legen ja richtig los!

Fünf Minuten nach Arbeitsbeginn kam Nummer 2 aus dem Vorgarten zurück: „Mir tun die Hände und der Zahn weh, ich geh rein.“ (sie hat im Moment einen Wackelzahn)

Ich erzählte meinem getreuen Pinsel, dass dies nicht allzu vielversprechend klang. Wie erwartet stelle sich heraus, dass sie mit der Erklärung „Wir wissen ja gar nicht, welches das Unkraut ist!“ ungefähr gar nichts gemacht hatten.

Eine halbe Stunde später quengelten sie wegen des Zeltes. Ich erklärte Ihnen, dass ich sicherlich auch keine Lust habe das Zelt aufzubauen, wenn sie uns immer so hängen lassen. Meine Frau: „Und ich habe gleich auch keine Lust zu kochen, so ist das wenn man die Hand beißt, die einen füttert!“

Nummer 3: „Aber ich hab doch gar nicht gebissen!“

RIP Steini

Mini-Kröte

Mini-Kröte

Ich hatte ja mal erwähnt, dass wir ein paar Kaulquappen mitgebracht hatten. Zwei davon lebten bis letzte Woche immer noch in einem mit Steinen und Algen ausgestatteten Holzeimer im Garten.

Wenn sie sich zu einer erkennbaren Mini-Kröte entwickelt haben, soll man sie freilassen. Leider warf einer der Kater einen Tag bevor „Steini“ in die Wildnis entlassen worden wäre den Eimer um und der Kröterich hat sich davon nicht erholt …

Jetzt haben wir ihn im Garten begraben.