Silberbronze

Das ist übrigens unser Apfelbaum nach meinem Kettensägen-Massaker. War für mich ein bißchen wie in der Kishon-Geschichte mit der Silberbronze – ich wollte gar nicht aufhören. Aber da der Mist ja auch noch weggebracht werden musste, habe ich dann doch was stehen lassen.

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Alle gegen eine

Die Mädels planten gestern ein Spiel, bei dem eine von ihnen gejagt werden sollte. Das Motto: Alle gegen eine. Nur leider wurden sie nicht einig, wer denn nun “die Eine” werden sollte:

Nummer 1: “Aber nicht alle gegen mich!”
Nummer 2: “Auch nicht alle gegen mich!”
Nummer 3: “Aber auch nicht ich gegen alle!”

Um sechs Uhr morgens von Leberwurst geweckt

Momentan haben wir Urlaub. Na was man so Urlaub nennt eben – im Angesicht diverser Babyanschaffungen und der Notwendigkeit eines neuen Durchlauferhitzers haben wir uns die Dominikanische Republik in diesem Jahr mal gespart. Das Ergebnis: Ich wurde heute morgen um sechs von seltsamen, scharrenden Geräuschen aus der Küche geweckt. Obwohl wir Katzen haben ist das eher unüblich (unsere Katzen sind nachts meistens mehr oder weniger freiwillig draußen), und diese Art von Geräusch kannte ich noch nicht. Also nahm ich meine Pistole/ Golfschläger/ Breitschwert unter dem Kopfkissen hervor und schlich in die Küche.

Was war geschehen? Einer unserer Kater hatte sich eine leere Leberwurstdose geschnappt und jagte sie mit der Zunge über den Boden. Wiederholt, da sie sich durch seine Bemühungen umgedreht hatte und ihm so auch die letzten Reste des kostbaren Inhalts verweigerte.

Im weiteren Verlauf des Tages verbrachte ich diverse Stunden damit, die Abfälle meines kürzlichen Apfelbaum-Kahlschlags transportfertig zu machen und am Ende zum Recyclinghof zu bringen, außerdem das Auto zu waschen und am Ende zwei Stunden lang Babynamen zu wälzen (für Jungs ein garstiges Unterfangen, meine Frau und ich haben Babynamen-Quartett gespielt und uns mit schrecklichen Namen beworfen, um diesen Schock zu verarbeiten). Schließlich kippte ich mir ein Bier hinter die Binde und schlief – während die Mädels Monster High guckten – für fünf Minuten den Schlaf des Gerechten.

Nummer 2 sprach mich währenddessen (erfolglos) an, was meine Frau wie folgt kommentierte: “Der Dad hat heute den ganzen Tag im Garten gearbeitet und dann Jungsnamen gewälzt, mit dem ist gerade nichts anzufangen.”

Ich ergänzte: “Außerdem bin ich um sechs Uhr morgens von Leberwurst geweckt worden.”

Nummer 2: “Von Leberwurst? Das glaubt Dir doch kein Mensch!”

Falschgeld?

Gerade am Frühstückstisch haben wir über Menschen diskutiert, die glauben, ihre Hunde wären ihre Kinder. Dabei brachten die Mädels natürlich an, dass sie gerne einen Hund wollen. Die Antwort lautet in diesem Fall (immer): Ihr habt keine Lust jeden morgen früh mit dem Hund rauszugehen, also bleiben wir bei unseren Katzen.

Daraufhin führte Nummer 1 an, dass sie gerne als Dogsitterin arbeiten wollte. Wir sagten das ist ok, wenn sie noch ein bißchen älter ist – und sprachen dabei auch darüber wie viel Geld man so dafür nehmen kann.

„Fünf Euro die Stunde? Die müssen ja viermal am Tag raus, wer will denn so viel Geld dafür bezahlen?“

Daraufhin brachte Nummer 3 die Lösung vor: “Falschgeld?”

Kidadults

Habe gerade einen Artikel in einer älteren Brand Eins-Ausgabe gelesen (scheinbar haben die Kollegen endlich mal eine vernünftige iPad-App). Darin geht es um das Phänomen Hello Kitty – ein Syndrom, das sicherlich alle Eltern kennen. Neben interessanten Erklärungsversuchen der Popularität anhand des Designs (Hello Kitty hat keinen Mund, also kann man jedes Gefühl hineininterpretieren) geht es auch sozialwissenschaftlicher zur Sache: Es wird vermutet dass die wachsende Gruppe der “Kidadults” dahintersteckt, also Erwachsene, die irgendwie nicht so recht erwachsen werden wollen.

Als Unbeteiligter zum Thema (ich bin vermutlich viel erwachsener als ich gerne wäre) muss ich sagen dass klingt nicht so unwahrscheinlich (und ja, auch nicht hirnerweichend überraschend). Ich sehe so viele 30-Somethings – teilweise müsste sogar eher eine 4 vornestehen – die irgendwie noch immer genauso leben wie mit 20. Klar, das Auto ist teurer und der Urlaub auch, aber substanziell geändert hat sich wenig. Bei den meisten Familien hingegen ist ganz von alleine kein Stein auf dem anderen geblieben im Leben – positiv wie negativ …

Jedenfalls macht sich für den Kidadult von Welt sicher auch der neue Hello Kitty-KISS Koffer gut auf der nächsten Tropenreise.